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Sorat-Chefin: Wir schließen nicht im Oktober ab

Zeit nach der Buga Sorat-Chefin: Wir schließen nicht im Oktober ab

Ihr Haus ist bis Mitte Oktober mit der traumhaften Belegungsquote von 97,8 Prozent bis unters Dach voll. Doch die Chefin des Sorat-Hotels füttert bereits jetzt die Busreiseunternehmen an, damit sie auf der RDA-Messe im Februar die nächste Saison buchen.

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Sorat-Chefin Judith Nauendorff plant bereits für die Zeit nach der Buga.

Quelle: Foto: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Judith Nauendorff macht das ganz geschickt: Abreisenden Buga-Gästen drückt sie eine Wasserwander- und eine Radfahrkarte der Region in die Hand. „Sie kommen doch im nächsten Jahr ganz sicher wieder, da können sie sich schon einmal damit vertraut machen“, gibt sie fragend schauenden Gästen mit auf den Weg. Und erntet ein Lächeln.

Das Thema Bundesgartenschau ist für die Geschäftsführerin des Sorat-Hotels eigentlich „durch“. Nicht zu vernachlässigen, aber das Geschäft läuft, ihr Haus hat eine Auslastung von 97,8 Prozent - es ist voll bis unters Dach.

Fast 100 Prozent Auslastung

Es geht vielmehr um die Zeit nach der Buga, „ich schließe ja nicht am 12. Oktober hier ab“. Vielmehr schnürt sie Tourismuspakete, hat sich bei Zweckverbandsgeschäftsführer Erhard Skupch erkundigt, welche Areale auch noch im kommenden Jahr erlebbar sind. Entstanden ist dabei die Tour „Von Garten zu Garten“: Erster Tag: Brandenburg-Altstadtrundgang und Marienberg, zweiter Tag: Rathenower Weinberg/Optikpark, dritter Tag: Havelberg. Solcherart Pakete offeriert sie ab dem Spätsommer den Busreiseunternehmen, die bereits heute die Buga und ihr Haus ansteuern, aber auch denen, die in diesem Jahr zu spät gekommen sind. Verkauft werden sollen die Arrangements im Februar zur größten Busreisemesse Deutschlands in Köln – da werden die Geschäfte für die Hauptsaison 2016 gemacht.

Nur unbefristete Arbeitsverträge

Mit 18 Mitarbeitern hat Judith Nauendorff 2001 das Sorat-Hotel als Geschäftsführerin übernommen.

Heute sind es 42 Mitarbeiter.

Davon wurden sieben eigens für die Buga angestellt, alle erhielten unbefristete Arbeitsverträge.

Mindestens 10,50 Euro zahlt die Hotelchefin pro Stunde.

Mit 40 Mitarbeitern will sie über die Wintersaison gehen, zwei Kollegen vermittelt sie in die Skigebiete zum Arbeiten. Sie gehen aber mit einem sicheren Sorat-Vertrag für kommenden März in den Schnee.

Zurück zu den aktuellen Buga-Gästen: Sie bekommen bereits heute einen Buga-Picknickkorb mit Essen, Piccolo und Decke. Im Sorat-Keller stehen 20 Räder und E-Bikes zum Verleih. „Sind diese um 18 Uhr noch frei, verleihe ich sie bis 22 Uhr kostenlos.“ Auch eine Methode, um die Gäste anzufüttern, sie für die Umgebung zu begeistern und sie zu „Wiederholungstätern“ in Sachen Havelregion-Urlaub zu machen.

Ordentliche Bezahlung

Anfüttern praktiziert Judith Nauendorff auch bei ihrem Personal, das Wehklagen anderer Gastronomen und Hoteliers über die schwierige Mitarbeitersuche schmunzelt sie: „Ich muss natürlich ordentlich bezahlen und den Menschen eine Perspektive geben“ (siehe Infokasten). Den Mitarbeitern werde derzeit unheimlich viel abverlangt, vieles kann ab Herbst großzügig mit zusätzlicher Freizeit abgegolten werden. Die Hotelchefin selbst will den Einsatz vorleben, zurzeit ist sie weniger im Büro, vielmehr hinterm Restaurant-Tresen und an den Gästetischen anzutreffen.

Dabei gibt es viel zu koordinieren, auch über den eigenen Tellerrand hinaus. „Mit den Kollegen vom Axxon und vom Parkhotel Brielow bringen wir auch 300 bis 400 Übernachtungen auf einen Schlag unter, indem wir hin und her schieben und bei Bedarf den Shuttle organisieren.“

Selbst gegen ein neues zusätzliches Hotel auf dem Packhof – wie es die Stadtspitze gerade vorschlägt – hat sie kaum Einwände, nur einen: „Wir haben an sechs Tagen im Jahr Spitzenlasten, dann müssen wir überlegen, wie wir die Häuser an den restlichen 359 Tagen voll bekommen.“ Judith Nauendorff gibt dem Gewerbevereinschef Michael Kilian uneingeschränk Recht. Er fordert: „Neues Hotel ja, aber gleichzeitig auch eine Besucherattraktion, die uns unverwechselbar macht und zusätzlich den Ausschlag gibt, in diese schöne Stadt und Region zu reisen.“

Von André Wirsing

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