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Sozialplan für Bosch Solar in Hohenstücken

Abfindungen und Transfergesellschaft Sozialplan für Bosch Solar in Hohenstücken

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat der Bosch Solar CISTech GmbH haben einen Sozialplan für den Standort Brandenburg/Havel vereinbart. An diesem Montag haben die verbliebenen rund 160 Mitarbeiter ihre Aufhebungsverträge erhalten, die Abfindungen vorsehen. Die Beschäftigten können für zwölf Monate in die Transfergesellschaft fqg wechseln.

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Zehn Jahre lang wurden in Hohenstücken spezielle Solarmodule entwickelt. Für 160 Beschäftigte steht nun der Sozialplan.

Quelle: Foto: Norman Giese

Brandenburg/H. Die Geschäftsführung und der Betriebsrat der Gesellschaft Bosch Solar Cissech haben einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für den Standort Brandenburg/Havel vereinbart. An diesem Montag haben die verbliebenen rund 160 Mitarbeiter ihre Aufhebungsverträge erhalten. Sie erhalten eine Abfindung und können für maximal zwölf Monate in die Brandenburger Transfergesellschaft fqg wechseln.

Im vergangenen Oktober hatte der Bosch-Konzern die Schließung seines Entwicklungsstandortes in Hohenstücken bekannt gegeben. Anschließende Bemühungen um eine Nachfolgelösung scheiterten. Inzwischen liegt der Sozialplan mit Interessenausgleich vor.

„Unser Ziel ist es, möglichst sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter zu finden“, teilt Bosch-Sprecher Christian Hoenicke mit. Dazu zähle vorrangig die Vermittlung von möglichst vielen Mitarbeitern innerhalb der Bosch-Gruppe. Derzeit sind laut Hoenicke noch rund 160 Mitarbeiter am Standort tätig. Zwölf weitere Mitarbeiter hätten eine Anschlussbeschäftigung innerhalb der Bosch-Gruppe übernommen. Weitere 19 Beschäftigten fanden außerhalb eine neue Arbeit. Allen Lehrlingen am Standort hat Bosch einen Ausbildungsplatz an anderen Bosch-Standorten angeboten, an dem sie ihre Ausbildung fortsetzen können.

Vereinbart wurde die Einrichtung einer Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft, die am 1. August 2016 ihren Betrieb aufnimmt. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, für bis zu 12 Monate in die Brandenburger Transfergesellschaft „fqg“ von Volker Podzimek zu wechseln, die ihnen neue berufliche Chancen eröffnen soll. Der Betriebsrat hatte dem Konzern nach Prüfung mehrerer Bewerber die regional vernetzte fqg vorgeschlagen. Ihre Aufgabe besteht darin, die bisherigen Bosch-Mitarbeiter bei der Arbeitsplatzsuche und Bewerbung zu unterstützen. Als fqg-Beschäftigte erhalten sie 85 Prozent ihres bisherigen Nettoentgeltes bei Bosch Solar, üblich sind in solchen Fällen 80 Prozent.

Auch wer sich für die Transfergesellschaft entscheidet, erhält eine Abfindung. Wer nicht, bekommt zusätzlich eine Prämie.

„Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, empfehlen wir in der Regel, in Beschäftigung zu bleiben und in die Transfergesellschaft zu wechseln, sagt Frank Hergert, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von Bosch Solar Cistech. Der Betriebsrat sei nur bedingt zufrieden mit dem nach zähem Ringen um die Abfindung ausgehandelten Sozialplan. Hergert: „Unser Ziel war es schließlich, den Standort und damit die Arbeitsplätze in Brandenburg zu erhalten.“

Die Höhe der Abfindung richtet sich nach dem Alter, der Betriebszugehörigkeit und dem Bruttoverdienst. Die Abfindungssumme ist bei 110 000 Euro gedeckelt. Ein 45 Jahre alter Mitarbeiter, der seit fünf Jahren bei Bosch Solar beschäftigt ist und 3000 Euro brutto im Monat verdient, würde danach 15 000 Euro erhalten. Für jedes unterhaltspflichtige Kind kämen 5000 Euro hinzu. Schwerbehinderte Mitarbeiter erhalten je nach Schweregrad 3500 oder 7000 Euro zusätzlich.

Bosch bietet außer den Abfindungszahlungen bei freiwilligem Ausscheiden eine vorzeitige Ruhestandsregelung für ältere Mitarbeiter an und will betriebsbedingte Kündigungen weitgehend vermeiden. Einige Beschäftigte bleiben bis Februar 2017 am Standort und bauen den Maschinenpark in der Solarmodulfabrik ab.

Von Jürgen Lauterbach

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