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Spatzen führen Brandenburg-Vogelhitparade an

Winterzählung in Privatgärten Spatzen führen Brandenburg-Vogelhitparade an

In den Privatgärten der Stadt bestätigt sich, was Vogelfreunde in ganz Deutschland in diesem Winter festgestellt haben. Auffallend wenig Meisen, Finken und andere Vögel haben sich in den vergangenen Monaten an Futterstellen sowie in Gärten und Parks blicken lassen. Aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel in der Nähe des Wendseeufers in Kirchmöser.

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Ein Grünfink und ein Kernbeißer finden offenkundig Gefallen an dem umfunktionierten Grill in Kirchmöser, der als Futterplatz dient.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. In den Privatgärten der Stadt bestätigt sich, was Vogelfreunde in ganz Deutschland in diesem Winter festgestellt haben. Auffallend wenig Meisen, Finken und andere Vögel haben sich in den vergangenen Monaten an Futterstellen sowie in Gärten und Parks blicken lassen. Aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel in der Nähe des Wendseeufers in Kirchmöser.

Zum siebten Mal haben zwei Naturschutzverbände zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Mehr als 120 000 Vogelfreunde in ganz Deutschland haben Anfang Januar eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten gezählt und ihre Beobachtungen an den Nabu und den Landesbund für Vogelschutz (LBV) gemeldet.

In der Stadt Brandenburg an der Brandenburg beobachteten und zählten 179 Bürger mit. In 108 Gärten der Stadt registrierten sie 4422 Vögel. Die Tendenz in Deutschland, die in abgemilderter Form auch für die Stadt Brandenburg gilt, fassen die Naturschützer so zusammen: „Auffallend wenig Meisen, Finken und andere Vögel ließen sich in den vergangenen Monaten an Futterstellen sowie in Gärten und Parks blicken.“

„So wenige Vögel wie in diesem Winter hatten wir schon lange nicht mehr“, sagte Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Die Teilnehmer der wissenschaftlichen Mitmach-Aktion beobachteten durchschnittlich 17 Prozent weniger Tiere als in den Jahren zuvor.

Der Haussperling fliegt bundesweit vorweg

Der Haussperling wurde am Stichtag in Brandenburg/Havel am häufigsten gezählt, nämlich genau 825 Mal.

Die folgenden neun Plätze belegen Feldsperling (502 Mal), Amsel (482), Kohlmeise (442), Blaumeise (273), Grünfink (258), Elster (239), Lachmöwe (172), Ringeltaube (137) und Stockente (120).

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark haben 849 Bürger Vögel gezählt und zwar in 547 Gärten. Sie kamen auf zusammengerechnet 22 430 Vögel.

Den Spitzenplatz hat auch in Potsdam-Mittelmark der Haussperling, der dort 3713 Mal in die Gärten flatterte. Die weitere Reihenfolge ähnelt der in Brandenburg.

Im Land Brandenburg haben sich gut 6000 Vogelfreunde an der diesjährigen Winzerzählaktion der Naturschützer beteiligt. In gut 4000 Gärten erfassten sie gut 180 000 Vögel, darunter mehr als 50 000 Spatzen.

Bundesweit haben mehr als 120 000 Menschen in gut 80 000 Gärten Ausschau nach den gefiederten Gästen gehalten und fast 2,9 Millionen Vögel gezählt (500 000 Haussperlinge).

Vor allem bei den häufigen Wintervögeln und Futterhausbesuchern, darunter alle Meisenarten, aber auch Kleiber und Kernbeißer, wurden die bisher niedrigsten Zahlen seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 verzeichnet. Pro deutschem Garten ließen sich im Schnitt nur rund 34 Vögel sehen statt der sonst durchschnittlichen 41.

Immerhin: In der Stadt Brandenburg wurde dieser Durchschnitt mit 41 Vögeln pro Garten noch erreicht. Das war weniger als 2016. Denn im Vorjahr hatten ebenfalls 179 Vogelfreunde in Brandenburg/Havel mitgemacht und in 85 Gärten 3698 Vögel gezählt, also fast 44 pro Garten.

Platz 1 und 2 der in Brandenburg am häufigsten registrierten Vögel sind Spatzen: 825 Haussperlinge und 502 Feldsperlinge. In fast jedem Garten wurden Amseln festgestellt, dieser Vogel belegt mit 482 Registrierungen Platz 3 in der Brandenburger Wintervogel-Hitparade.

Wie in ganz Deutschland wurden in diesem Januar auch in der Stadt Brandenburg weniger Blaumeisen gezählt, nämlich nur 273, was ein Minus von 16 Prozent bedeutet. Auch Elster, Buchfink, Erlenzeisig, Zaunkönig und Stieglitz haben sich seltener sehen lassen als im Vorjahr.

In Kirchmöser hat eine Anwohnerin des Wendseeufers im Gegensatz dazu in ihrem Garten ganz andere Beobachtungen gemacht. Sie stellt an den drei Futterstellen ihres Garten regelmäßig regelrechte Kämpfe ums Futter fest und sieht am laufenden Band Kernbeißer, Meisen, Kleiber, Finken. Sogar ein Eichelhäherpärchen fliegt immer mal vorbei und pickt an Sonnenblumenkernen und Haferflocken.

In Brandenburg/Havel wurden diesmal vergleichsweise viele Stockenten und Straßentauben mitgezählt, die Zahl liegt um ein Vielfaches höher als im Vorjahr. Das treibt die Gesamtzahl der gezählten Vögel in der Stadt etwas nach oben.

Drei Vogelfreunde erblickten bei sich im Garten sogar einen Eisvogel, je zwei einen Fasan und einen Turmfalken. Ein Glücklicher notierte ein Teichhuhn auf seinem Zählzettel.

Von Jürgen Lauterbach

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