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Brandenburg/Havel Blaulicht-Einsatz: Johanniter werben um Nachwuchs
Lokales Brandenburg/Havel Blaulicht-Einsatz: Johanniter werben um Nachwuchs
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08:17 12.04.2018
Marcel Handrock (r.) von den Johannitern demonstriert Patrick Schulz das Beatmen eines Verletzten an einer Puppe. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Plötzlich blitzen Blaulichter in der Brandenburger Sankt-Annen-Galerie auf und zwei junge Männer beugen sich über eine am Boden liegende Person. Die Kunden laufen ungläubig blickend vorbei, bleiben stehen und schnell sind es einige Dutzend, die sich anschauen, was da passiert.

Die Johanniter retten Menschenleben. Unterstützt von unzähligen ehrenamtlichen Helfern sind sie nach Unfällen im Einsatz. In der Brandenburger Sankt-Annen-Galerie geben sie einen Einblick in ihre wichtige Arbeit. Die MAZ war dabei.

Nur sind es keine Gaffer, das Zuschauen ist hier gewollt. Aber nichts Ernsthaftes ist passiert. Die Ehrenamtler des Johanniter-Regionalverbandes Brandenburg Nord-West stellen sich an ihrem „Mit-Mach-Tag“ vor. Das Blaulicht kommt von einem Einsatzmotorrad der Johanniter und am Boden liegt nur ein „Betroffener“, alias Patrick Schulz, der einen verletzten Motorradfahrer simuliert.

Mit der Motorradstaffel unterwegs

Mit dem Motorrad demonstriert Detlef Petersen von der Motorradstaffel die Absicherung des Unfallortes. Malte Bluhm, Sektionsleiter im Sanitätsdienst, erläutert die Situation den Zuschauern. So realistisch, wie auch die Wunde des „Verletzten“ aussieht, sie wurde Darsteller Patrick Schulz vorher von Johanniter-Sektionsleiter Malte Bluhm aufgemalt und geschickt modelliert.

„Wir möchten die Bürger sensibilisieren und motivieren in Gefahrensituationen nicht wegzuschauen sondern zu helfen. Das fällt den meisten leichter, wenn sie wissen, was sie machen können,“ sagt Bonny Oppermann, Pressesprecherin des Regionalverbandes.

So werden Ängste in Gefahrensituationen überwunden

Die Johanniter wollen über ihre Arbeit im Alltag berichten, den Leuten zeigen, dass Helfen oft gar nicht so schwierig ist, wie man denkt, und vielleicht auch den einen oder anderen ansprechen, um bei ihnen mitzumachen. Es gehe darum, Ängste in Gefahrensituationen zu überwinden und zu lernen, richtig zu reagieren.

Einer, der auch neugierig ist, ist Patrick Schulz. Der 21-Jährige ist durch seinen Cousin aufmerksam geworden und interessiert sich besonders für den Katastrophenschutz. „Vor kurzem habe ich schon mal bei der Ausbildung zugesehen, das hat richtig Spaß gemacht und ist sehr interessant,“ berichtet er.

Ausbildung zum Rettungssanitäter

Sanitäter Marcel Handrock erklärt ihm dann an einem Dummy das Beatmen. Marcell Handrock ist seit etwas mehr als einem Jahr beim Sanitätsdienst und dem Katastrophenschutz der Johanniter. Außerdem absolviert der 20-Jährige derzeit eine Ausbildung zum Rettungssanitäter.

An einem weiteren Informationsplatz informiert sich Vivienne Regehly mit Söhnchen Emil bei Caroline Schreiber, der Ausbildungskoordinatorin bei den Johannitern, zur Reanimation bei Säuglingen.

Bei den Johannitern in Brandenburg an der Havel gibt es momentan gut 80 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie werden von 120 ehrenamtlichen Helfern unterstützt, die ihre Freizeit opfern, um für andere Menschen da zu sein.

Einsatz in vielen Bereichen

So sind die Johanniter im Rettungsdienst sowie im Pflege- und Fahrdienst tätig. Sie bieten Erste-Hilfe-Ausbildungen an und besetzen sogar den Rettungshubschrauber mit ihren Einsatzkräften. „Das sogenannte „Blaulicht-Ehrenamt“ kommt eigentlich ganz gut an, aber auch wir müssen uns aktiv um den Nachwuchs kümmern,“ sagt Bonny Oppermann.

Dazu ist der Tag in der Sankt-Annen-Galerie da, wo man nicht nur ernsthaft, sondern vor allem informativ und mit Spaß die Brandenburger an das Thema Helfen heranführen möchte. Dazu gehört auch, das für die Kleinsten eine Malstraße aufgebaut ist, wo junge Johanniter mit den Kindern malen oder einen Wissenstest absolvieren. Denn nicht nur die Großen dürfen mitmachen. Für Kinder gibt es die Johanniter-Kids, bei sie Erste Hilfe lernen können.

Von Rüdiger Böhme

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