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Spenden ermöglichen Überführung der Leiche

Tragödie vor Supermarkt: Mordopfer wird in der Heimat bestattet Spenden ermöglichen Überführung der Leiche

Es hat geklappt! Vor zwei Wochen wurde Andrea Olteanu vor einem Supermarkt in Brandenburg/Havel von ihrem Ex-Partner erstochen - nun konnte der Leichnam in die rumänische Heimat der Familie überführt werden. Möglich wurde das durch Menschen, die für diesen Zweck Geld auf ein eigenes eingerichtets Konto gespendet haben.

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Andrea Olteanu (r.) mit ihrer Schwester und ihrem Vater.

Quelle: Repro J. Steiner

Brandenburg an der Havel. 1730 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen, berichtet Geschäftsführer Wolfgang Reitsch. Die engsten Angehörigen, Schwester und Vater des Opfers, haben sich nach Angaben von Reitsch bei der Spendenübergabe am Donnerstag äußerst gerührt und sehr dankbar über die Unterstützung gezeigt.

Die rumänische Familie, die seit einigen Monaten in Hohenstücken lebt, besitzt wenig Geld. Statt Sozialleistungen anzunehmen, versuchen sie, ihren Lebensunterhalt mit gering bezahlten Tätigkeiten wie dem Verkauf der Obdachlosenzeitung zu bestreiten. Allein aus eigenen Mitteln hätte die Familie die Überführung der Toten und die Beisetzung kaum bezahlen können.

Schock im Brandenburger Stadtteil Nord: Am Freitagmorgen geriet hier vor einem Supermarkt ein Streit zwischen einem 32-jährigen Mann und seiner Ex-Freundin völlig außer Kontrolle. Der Rumäne zückte plötzlich ein Messer und tötete seine Landsfrau mit mehreren Stichen. Die Polizei konnte den Mann anschließend in Gewahrsam nehmen.

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Am 5. Juni war ein 32 Jahre alter Rumäne vor dem Edeka-Markt in der Werner-Seelenbinder-Straße mit einem Messer auf seine ehemalige Partnerin Andrea Olteanu (26) losgegangen und hatte sie in aller Öffentlichkeit erstochen. Inzwischen ist auch bekannt, mit wem er während der Tat telefoniert hatte. Grausamerweise hatte er deren Schwester Mariana in dem Moment angerufen und ihr mitgeteilt, dass er Andrea gerade umbringe und sie ihre tote Schwester abholen könne.

Mariana Olteanu will sich nun um die beiden Kinder ihrer Schwester, vier und zehn Jahre alt, kümmern. Bruder und Schwester waren zur Tatzeit bei ihrer Großmutter in Rumänien.

Die Polizei hatte den mutmaßlichen Mörder am Tatort überwältigt, er sitzt seither in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg. Die Ermittlungen laufen, es gibt noch keine Anklage. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Potsdam wird ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben, das die Schuldfähigkeit des Täter untersuchen soll. Das ist bei Kapitalverbrechen üblich.

Von Jürgen Lauterbach

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