Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Spenden nötig zur Rettung der zerlegten Orgel
Lokales Brandenburg/Havel Spenden nötig zur Rettung der zerlegten Orgel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:45 15.05.2017
Ein Kunstwerk in Einzelteilen: Noch ist nicht absehbar, wann die zerlegte Orgel der Gollwitzer Dorfkirche gerettet werden kann. Quelle: Marion von Imhoff
Anzeige
Gollwitz

Die zertrümmerte Gollwitzer Orgel harrt noch immer ihrer Rettung. Weiterhin ist unklar, wann das kostbare denkmalgeschützte Großinstrument tatsächlich in fachkundige Hände zur Sanierung gelangen wird. Die Geschichte der in ihre Einzelteile zerlegten Orgel, die Pfarrerin Christiane Klußmann in der Dorfkirche Gollwitz bei Brandenburg bei ihrem Amtsantritt Ende vorigen Jahres entdeckt hatte, sorgte überregional für Schlagzeilen. Die Orgel lag wie ein Trümmerhaufen auf der Empore, völlig vergessen und halb vermodert.

Anders als im Januar äußerte sich Pfarrerin Klußmann jetzt jedoch zuversichtlicher, die nötigen Spenden zusammen zu bekommen, um die Rettung starten zu können. Grund dafür ist auch die Unterstützung der Stiftung Schloss Gollwitz. Niels Haberland, Geschäftsführer der Stiftung, bestätigte: „Wir versuchen zu helfen.“ Die Kirche gehöre zum Gesamtensemble und dieses zu erhalten sei der Stiftung wichtig.

Ein Kunstwerk – zerlegt und vergessen

Jahrzehntelang lag die Orgel in ihre Einzelteile zerlegt auf der Empore. Erbaut wurde sie 1869 von August Ferdinand Wäldner. Das völlig in Vergessenheit geratene Kircheninstrument moderte vor sich hin. Niemand kümmerte sich darum. Entsetzt war auch Mathias Hoffmann-Tauschwitz, Kirchenoberbaurat der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er sprach von einer Zerfledderung der Orgel. Noch im April teilte Heike Krohn-Bräuer, Sprecherin der Landeskirche, mit: „Das Kirchliche Bauamt will das Mögliche tun, um die Orgel zu retten.“ Es geht jedoch um die Hilfe, Finanzquellen aufzutun, um damit die Sanierung der Orgel bezahlen zu können.

Das Orgelmanual, vom Zerfall gezeichnet. Quelle: Marion von Imhoff

Pfarrerin Klußmann kündigte gegenüber der MAZ an, dass nun rund 20 000 Euro an Eigenmitteln durch Spenden gesammelt werden sollen. Anschließend wolle die Kirchengemeinde Förderanträge stellen. Die noch zu sammelnden Spenden seien als Gegenfinanzierung dafür nötig. Etwa 77 000 Euro wird die Sanierung der Orgel kosten.

Viele Menschen nehmen Anteil

Die Geschichte von der zertrümmerten Orgel bewege viele Menschen, berichtet Christiane Klußmann. Sie hoffe auf genügend Spendenbereitschaft bei Verbänden und Privatleuten.

Am Wochenende hatten Helfer einen Arbeitseinsatz in der Dorfkirche. Die Orgel ist mittlerweile von Taubenkot und einer 20-jährigen Staubschicht befreit. 1996 wurde die Instrument demontiert und wie für den Sperrmüll aufeinandergetürmt. Zerlegt wurde die Orgel – das ist die Ironie der Geschichte – offenbar in der Absicht, sie zu erhalten. Durch das damals undichte Kirchendach habe es auf die Orgel geregnet, erinnert sich Gemeindemitglied Gertrud Klietzek. Doch die zweifelhafte Rettungsaktion wurde zur völlig unsachgemäßen Zerstörung des Instruments.

Von Marion von Imhoff

Ausgerechnet am Muttertag: Einen Moment lang war das Essen auf dem Herd unbeobachtet und prompt brannte es so stark an, dass die ganze Küche einer Wohnung im Stadtteil Nord in Brandenburg/Havel voller Rauch war. Die Köchin (37) versuchte den Brand mit Hilfe einer Decke selbst zu löschen. Das misslang jedoch.

15.05.2017

Nach einem unerwarteten Auftakt beginnen nun die Testfahrten des E-Golfs im SOS Kinderdorf in Brandenburg an der Havel. Das Auto zog vor allem die Blicke der Kinder auf sich. Bei der Einweisung musste Verwaltungsleiterin Michaela Otto einiges beachten. Eigentlich sollte das Auto voll aufgeladen dort ankommen, doch es kam anders als gedacht.

15.05.2017

Es war ein Sinfoniekonzert mit nordischen Meisterwerken. Exzellent dargeboten von den Brandenburger Symphonikern unter Leitung von Alexander Mickelthwate. Der in Kanada lebende Dirigent sorgte für eine gute Verbindung zwischen Orchester und Solisten.

18.05.2017
Anzeige