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Spendenstart für Heinrich Heine

Geklaute Büste Spendenstart für Heinrich Heine

Schon vor einem Jahr, so hatte die Brandenburger Stadtverwaltung angekündigt, sollte sich das städtische Heimatmuseum darum kümmern, eine Spendensammlung zu koordinieren und zu organisieren, um mit Heinrich Heine einen „verschwundenen Sohn der Stadt“ zurück an die Havel zu bringen. Nun endlich erfolgt der Start der Aktion.

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So schaute der junge Wilde Heinrich Heine bis 2014 von seinem Sockel, bis er vermutlich von Buntmetalldieben gekalut wurde.
 

Quelle: Sammlung Hesse

Brandenburg/H.  Schon vor einem Jahr, so hatte die Brandenburger Stadtverwaltung angekündigt, sollte sich das städtische Heimatmuseum darum kümmern, eine Spendensammlung zu koordinieren und zu organisieren, um mit Heinrich Heine einen „verschwundenen Sohn der Stadt“ zurück an die Havel zu bringen.

 Passiert ist bisher wahrnehmbar wenig. Doch jetzt soll die Glocke werden: Am Donnerstag, 18. Februar um 18 Uhr findet im Gotisches Haus in der Brandenburger Ritterstraße ein Vortrag zu Heinrich-Heine-Denkmälern statt. Unter dem Titel „New York, Moskau, Brandenburg. Heinrich Heines Denkmäler“ veranstaltet Christian Liedtke - Heine Biograph und Archivar des Heinrich-Heine-Instituts in Düsseldorf – eine Weltreise zu den schönsten, kuriosesten und entlegensten Heine-Denkmälern.

 Der Vortrag ist, wie die Stadtverwaltung erklärt, die Auftaktveranstaltung der Spendenaktion, mit deren Hilfe der Nachguss der im Dezember 2014 gestohlenen Heinrich-Heine-Büste ermöglicht werden soll. Zur Erinnerung: 2014 war Heinrich Heine (1797—1856) plötzlich verschwunden. Die Bronzebüste des Dichters und Denkers stand seit 1960 an dem nach ihm benannten Havelufer.

 Das Kunstwerk, das Karl Mertens aus Rathenow 1954 schuf, war etwa 75 Zentimeter hoch und 25 Kilogramm schwer. Die Bronze war auf einem 1,50 Meter hohen Kunststeinsockel montiert, der seither verwaist ist. Den Wert hatte die Kulturverwaltung auf 8000 bis 10 000 Euro geschätzt. Allerdings ist der Wert solcher Kunstwerke nicht allein in Geld zu bemessen. Denn die Büste gehört zur Stadtgeschichte. Sie stand bis zu dem Diebstahl in der 1920 fertig gestellten Grünanlage am Havelufer. Diese war ursprünglich nach dem Stifter benannt worden: Spitta-Promenade.

Nach Umgestaltungen in den 1950er Jahren wurde die Heinrich-Heine-Büste 1960 aufgestellt. Damit einher ging die Namensänderung der Grünanlage, die fortan Heinrich-Heine-Ufer hieß.

Um Ersatz zu schaffen, fahndeten Mitarbeiter des Heimatmuseums nach Modellen. Mit Erfolg: Der Karl-Mertens-Kunstverein in Rathenow besitzt Gipsmodelle von Heine. Mertens (1903—1988) lebte und starb in Rathenow, die Nachfahren des Bildhauers sind ebenfalls künstlerisch tätig. Um eine adäquate neue Büste herzustellen, könnten die historischen Modellbüsten des Vereins herangezogen werden. Da im städtischen Haushalt keine Mittel für die Ersatzbeschaffung bereit stehen, versucht nun die Stadt, großzügige Spender zu finden.
 
 

Von Benno Rougk

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