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Spielplatz endlich freigegeben

Kinder toben am Fußes des Marienberges Spielplatz endlich freigegeben

Ein Mädchen balanciert aufgeregt übers Klettergerüst und ruft in die Runde, „wie komme ich denn zur Rutsche?“ Es ist schon etwas verwirrend, wenn ein Gerät aussieht wie ein in der Erde spießender Haufen bunter Mikadostäbe. Seit Montagvormittag können Brandenburgs Knirpse auf dem nagelneuen Spielplatz am Marienberg endlich toben.

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Quelle: ela

Brandenburg an der Havel. Genau so hatte es Andrea Hey geplant: Ein Mädchen balanciert aufgeregt übers Klettergerüst und ruft in die Runde, „wie komme ich denn zur Rutsche?“ Es ist schon etwas verwirrend, wenn ein Gerät aussieht wie ein in der Erde spießender Haufen bunter Mikadostäbe.Da geht der Planerin vom Büro der Berliner Landschaftsarchitekten Kristina Hack und Christof Geskes das Herz auf. „Ich wollte als Kernelement des Spielplatzes kein Gerät aus dem Katalog haben, wo man geradewegs zur Rutsche hinaufklettert. Intern haben wir diesem Teil auch den Namen gegeben ,Nix von der Stange’. Wir wollen die Phantasie der Kinder anregen, den Lerneffekt herauskitzeln.“ Und siehe da, an den vermeintlich einfachsten Zugängen haben sich bereits Schlangen gebildet.

Mädchen und Jungen aus mehreren Kitas, darunter „Nordmännchen“, „Dom-Kita“ und „Spatzenhaus“ nahmen am Montag den Spielgarten Nord an der Willi-Sänger-Straße offiziell in Beschlag. Dieser wird von den Fußgängern durchquert, die das Buga-Areal Marienberg über den Nordaufgang erreichen wollen. „Spielgarten“ heißt er deswegen, weil es nicht nur für die Kleinkinder und Grundschüler Bewegungsmöglichkeiten gibt.

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Mädchen und Jungen aus mehreren Kitas, darunter „Nordmännchen“, „Dom-Kita“ und „Spatzenhaus“ nahmen gestern den Spielgarten Nord an der Willi-Sänger-Straße offiziell in Beschlag. Dieser wird von den Fußgängern durchquert, welche das Buga-Areal Marienberg über den Nordaufgang erreichen wollen. „Spielgarten“ heißt er deswegen, weil es nicht nur für die Kleinkinder und Grundschüler Bewegungsmöglichkeiten gibt. Auf 6500 Quadratmetern wurden die vorhandenen Geräte vom ursprünglichen Spielplatz auf dem Marienberg integriert. Ergänzt wurden die Elemente durch eine neue Doppelschaukel, eine Seilbahn und besagtes Kletterobjekt. Weil in Nord viele ältere Menschen leben, gibt es für sie drei neue Outdoor-Fitnessgeräte. Für Begleiter und Bewegungsfaule sind Sitzelemente und Natursteinblöcke angeordnet. Auf 5200 Quadratmetern erfolgte eine neue Rasenansaat. Vorhandene Bäume wurden durch 14 neue ergänzt. Im Herbst werden noch 2200 Narzissen gesteckt. Die Spielgeräte kommen von unterschiedlichen Herstellern wie Spiel-Bau (Klein Kreutz), Zimmer und Obst (Spreenhagen) oder Conlastic (Meerbusch).

Der Spielgarten entstand, weil auf dem Marienberg die alte Fläche freigeräumt wurde, um historische Sichtbeziehungen herzustellen und den ganzen Platz neu zu ordnen. „Der Nutzungsdruck auf den Marienberg ist schon sehr hoch“, sagt Planerin Hey. „Er hat für viele Menschen ein sehr großes Erholungspotential, die Zeit des Sperrens ist schon hart für die Kitas und Familien. Die Kinder drücken sich am Bauzaun die Nasen platt, deshalb bin ich sehr froh, dass der Spielgarten jetzt aufgemacht wird.“

Auch Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann verteidigt ebenfalls die Entscheidung, vorfristig zu öffnen, selbst auf die Gefahr, dass im nächsten Frühjahr erneut investiert werden muss (siehe Infokasten). „Es war richtig, und nun hoffe ich inständig, dass die Vandalismus-Vorfälle der vergangenen Wochen nicht zum Regelfall werden. Dazu ist dieser Spielplatz auch viel zu schön.“
Andrea Heye bleibt weiter in Brandenburg an der Havel. Ihr nächstes großes Projekt ist der 75 Meter lange Spieldrachen auf dem Marienberg, nahe des Bades. „Darauf freue ich mich unbändig.“ Das Büro Geskes-Hack ist nicht nur fürs Spielen zuständig, unter anderem haben sie auch den Panorama-Weg auf dem Marienberg und das Gestalten des Packhofes mit Gärten in Schiffen schöpferisch zu verantworten.

Von André Wirsing

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