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Spinnen-Attacke auf Bürgermeister in Bensdorf

Dornfinger beißt wieder Spinnen-Attacke auf Bürgermeister in Bensdorf

Seit ein paar Jahren sorgt eine giftige Spinne auch rund um Brandenburg an der Havel für Schlagzeilen. Es ist der Ammen-Dornfinger, dessen Biss für Menschen unangenehme Folgen haben kann. Das bekam jetzt der Bensdorfer Bürgermeister Bernd König schmerzhaft zu spüren.

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Bensdorfs Bürgermeister Bernd König litt drei Tage unter Schmerzen.
 

Quelle: Maloszyk Volkmar

Bensdorf.  Mücken, Zecken, Gartenameisen: Mit den ersten schönen Sonnentagen des Frühlings erwachen so manche Plagegeister für den Menschen. Das musste auch Bensdorfs Bürgermeister Bernd König erleben. Der Landwirt laborierte tagelang mit Schmerzen, die sich von seiner rechten Hand bis in den Unterarm zogen. Es war wohl ein Spinnenbiss!

König hat den Ammen-Dornfinger in Verdacht. Diese Spinne gehört neben der Wasserspinne zu den wenigen mitteleuropäischen Spinnen, deren Biss für den Menschen unangenehme medizinische Folgen haben kann. Seit Jahren rückt die Verbreitungsgrenze der wärmeliebenden Dornfingerspinne immer weiter nach Norden. Ähnlich wandern die Schlagzeilen in den Medien über die mit Giftklauen bewaffneten Spinnentiere.

Es passierte vergangene Woche beim Aufräumen eines Betriebsgeländes, als König beim Umdrehen alter Bretter einen Stich in einem Finger verspürte. „Erst dachte ich ein Nagel wäre schuld. Dann tippte ich auf eine Wespe. Aber der brennende Schmerz wurde schlimmer und ließ nicht nach“, erinnert sich der Bensdorfer. Als König die Haut genauer unter die Lupe nahm. entdeckte er eine rotumrandete Bissstelle, wie sie typisch für eine Attacke des Ammen-Dornfingers ist. Schmerzsymptome verspürte er am Unterarm und selbst im Gesicht. Gesehen hat der Bürgermeister den Verursacher des Bisses allerdings nicht. „Vor lauter Schreck über den Schmerz habe ich das Brett weggeworfen“, so König. Dafür brachte ihn seine Recherche im Internet auf die vermutlich richtige Spur.

Eigentlich sorgt der Dornfinger im Hochsommer für Aufsehen, wenn die weiblichen Tiere aggressiv ihre Eigelege verteidigen. Unter dem Bretterstapel befand sich vermutlich ein Jungspinnen-Quartier vom Herbst des Vorjahres. Offenbar fühlten sich die Spinnen in ihrer Ruhe gestört. Beim Fachdienst Gesundheit in der Kreisverwaltung ist bislang jedenfalls kein weiterer Fall eines Spinnenbisses in diesem Jahr bekannt, wie Amtsärztin Karen Brinkmann auf Nachfrage der MAZ mitteilte. Allerdings besteht keine Meldepflicht. Im Fall eines Bisses empfiehlt die Amtsärztin: „Die Wunde sollte besser nicht gekühlt, sondern mit 50 Grad warmem Wasser behandelt werden. Das mindert die Symptome.“ Eine Konsequenz hat Bürgermeister König aus dem Vorfall gezogen: „Ich arbeite nur noch mit Handschuhen.“

Neu ist das Phänomen der Dornfinger-Spinne rund um Brandenburg an der Havel jedoch nicht. Schon 2010 berichtete die MAZ über einen Fund in Göhlsdorf (Kloster Lehnin).

Von Frank Bürstenbinder

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