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Brandenburg/Havel Spinnen im Stahlpalast
Lokales Brandenburg/Havel Spinnen im Stahlpalast
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00:17 19.07.2017
Neo Simon (3 Jahre) Mama Diana Borchert und Hardy Runge freuen sich zusammen mit Tarantuala über neue Erfahrungen. Quelle: Foto: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Indische Vogelspinnen sind soziale Tiere, leben gern mit anderen Artgenossen zusammen und haben acht Augen. Argentinische Schaben fressen gern Haferflocken. Wer afrikanische Riesenschnecken als Haustier hält, sollte Sepiaschalen als Kalkquelle dem Futter beimischen. Und der Blaue Thai Skorpion lässt die Jungen nach der Geburt auf den Rücken der Mutter klettern, wo sie bis zur ersten Häutung bleiben. Derartige exotische Erkenntnisse gab es jetzt im feuchtwarmen Klima des Foyers im Brandenburger Stahlpalast.

Schau mir in die acht Augen, Kleines!

Aber: Spinnen haben keinen guten Ruf. Genau das wollten die Veranstalter Stephanie Leidig und Danny Pfisterer am Wochenende widerlegen. Die Schönheit und Mannigfaltigkeit, die Vielfalt von Farben und Formen der wirbellosen Tiere zeigen. Bereits am Sonnabendnachmittag, drei Stunden nach der Eröffnung, standen schon mehr als hundert Neugierige in der Exposition. Ekel? Grusel? Eher nicht. Viele Eltern kamen mit ihren Kindern. An der Kasse (7 Euro Eintritt für Erwachsene und 6 für Kinder ließen zwar manche Familie etwas schlucken) gab es dann die erste kleine Mutprobe: einen Spinnenstempel auf die Hand.

Mutige Mutter

Familie Alpers aus Werder mit ihrer Tochter Tamia (7) erklärte ihr Kommen so: „Der naturwissenschaftliche Aspekt ist uns wichtig. Tamias Mutter war die Mutige, die sich eine Vogelspinne auf die Hand setzen ließ. Natürlich mit Foto.

Mit der Ausstellung „Tarantula Insect Expo“ reist das Familienunternehmen aus dem mittelfränkischen Ansbach seit zwei Jahren von Frühling bis Herbst mit einem speziellen Tierwagen durch die Lande. Die etwa 500 Exemplare würden artgerecht gehalten, beteuerte Stephanie Leidig. Es gibt oben im Wagen ein Fenster, so dass der Tag- und -Nacht-Rhythmus nicht gestört ist. Geachtet werde streng auf die Temperatur, die nie unter 19 Grad sinken darf. Am Anfang war Stephanie Leidig nicht begeistert von der Idee der Ausstellung wirbelloser Tiere.

„Angst überwinden zu lernen ist wichtig.“

Aber ihr Sohn Jeremy, der das seit langem als Hobby betrieb, überzeugte die Eltern. „Erinnern Sie sich mal an Ihre Kindheit, sagte Stephanie Leidig, „da haben wir doch alles in der Natur angefasst. Heute kostet es viel Überwindung zum Beispiel schon eine Stabheuschrecke zu berühren.“ Wichtig sei ihnen, etwas gegen Phobien zu tun. Ramona Kinza, die mit zwei Mädchen vom Kinderhaus in Brandenburg die Ausstellung besuchte, nickt: „Angst überwinden zu lernen ist wichtig.“ Und sie gab zu bedenken: „Spinnen sind ja auch nützliche Tiere.“

Wer sich näher damit beschäftigen wollte, konnte sich im Foyer internationale Dokumentationen anzusehen. Manche kamen aus Neugier. David Lieske überredete seine Freundin Cynthia mitzukommen. „So lange alles hinter Glas bleibt“, sagte er mit einem aufmunternden Seitenblick auf die skeptische junge Frau, sei alles okay. Und es mussten ja nicht Spinnen sein, die im Mittelpunkt standen. Wunderschöne Schmetterlinge waren in Schaukästen zu bewundern. Ein 15 Zentimeter großer aus Peru in schillernden Blautönen hatte es der Berlinerin Ellen Niebelschütz angetan: „Der sieht aus wie Schmuck.“

Von Brigitte Einbrodt

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