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Brandenburg/Havel Die Süd-Helden aus Nord
Lokales Brandenburg/Havel Die Süd-Helden aus Nord
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17:56 27.05.2014
Brandenburg an der Havel

Der erste Titelgewinn 1912 war die Meisterschaft des Bezirkes. Damit verbunden war der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse der Provinz Brandenburg. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs musste der Spielbetrieb im März 1916 eingestellt werden. Aber bereits im Juni 1918 wurde zum Wiederbeginn aufgerufen. Es gelang der Vereinsführung, die Schützenwiese zu pachten.
Durch wenige alte und junge Kräfte gestärkt, eröffnete bald wieder der Brandenburger Ballspiel-Club den Spielbetrieb. Der BBC 05 wurde der 1. Klasse des Bezirkes Brandenburg-Rathenow zugeordnet und konnte bald in alter Stärke aufspielen.

In der Saison 1933/34 belegte der BSC 05 in der I. Kreisklasse Prignitz-Rathenow wiederum überlegen den 1. Platz und stieg nun wieder in die Bezirksklasse (zweithöchste Spielklasse) auf. Schon im Jahr 1935 spielte der BSC 05 in der Aufstiegsrunde mit sechs anderen Mannschaften um den Aufstieg in die Gauliga Berlin-Brandenburg.
Diese Entwicklung kam für den BSC 05 noch etwas zu früh. Aber zwei Jahre später gelang das große Ziel. Zusammen mit Friesen Cottbus schafften zwei Provinzvereine den Sprung in die Berliner Phalanx. Bereits im zweiten Gauligaspiel konnte gezeigt werden, wie stark die „Provinzmannschaft“ ist. Tennis Borussia Berlin wurde vor über 5000 Zuschauern mit 3:1 geschlagen. Bis 1941/1942 konnte die Klasse gehalten werden. Im September 1944 wurde der Spielbetrieb eingestellt.

Nach dem 8. Mai 1945 versuchten die Menschen auch in der Stadt Brandenburg wieder zum Alltag zurückzukehren. So kam es zu Freundschaftsspielen zwischen den Stadtteilen und zu Städtespielen. Auch hier waren die berühmten Namen aus der Vorkriegszeit in den einzelnen Aufstellungen wiederzufinden. 1946/47 fand die erste Spielserie „Rund um Berlin“ statt. Auf Grund des politischen Sonderstatus Berlins wurde die Provinz Brandenburg nicht im Berliner Spielbetrieb aufgenommen.

Daher organisierten engagierte Funktionäre in Potsdam diese Spielserie, damit der Fußball in der Provinz nicht ganz zum Erliegen kam. Als Nachfolger des BSC 05 ist dabei die SG Brandenburg-West anzusehen; die andere Brandenburger Nachkriegsmannschaft war die SG Polizei Brandenburg (Nord). Ab 1948 spielte man unter dem Namen BSG Traktorenwerke Brandenburg.
Bei der Bildung der DDR-Oberliga wurde keine Mannschaft aus Brandenburg berücksichtigt, der Brandenburger Fußball hatte nicht mehr die Vorkriegsstärke erreichen können. Die guten Spieler zog es an den Berliner Stadtrand oder in die kohlereiche Lausitz.

Um dem Problem mangelnder Qualität zu begegnen, wurde 1949 die BSG Traktorenwerke mit den BSG Ernst-Thälmann und Konsum (Nord) zur ZSG „Werner Seelenbinder“ Brandenburg fusioniert. Am 20. Februar 1951 erfolgte schließlich die Umbenennung in BSG Motor Süd Brandenburg. Der BSG Motor Süd gelang 1952 der Aufstieg in die DDR-Liga. Nach dem Abstieg 1955 spielte die Mannschaft sieben Jahre bis 1962 in der II. DDR-Liga, der dritthöchsten Spielklasse.
In der Saison 1961/62 gelang schließlich der Aufstieg, allerdings konnte die Spielklasse nicht gehalten werden. Große Erfolge gab es in den 1950er und 1960er Jahren in der Nachwuchsarbeit. Die 1. Schülermannschaft wurde 1965 DDR-Meister, die Jugend 1955 DDR-Vizemeister.

Unzählige Erfolge kamen in der Nachwuchsabteilung dazu, die unter Führung sehr guter Trainer erzielt wurden. Viele gute Spieler konnten dies später, auch bei höherklassig spielenden Vereinen, beweisen. Stellvertretend seien hier nur Lutz Eigendorf und Steffen Freund genannt, die es weit gebracht haben.
Die erste Männermannschaft spielte in den Folgejahren nach 1963 in der Bezirksliga Potsdam. Dreimal (1978, 1980 und 1983) gelang noch der Aufstieg in die DDR-Liga, es folgte jedoch jeweils der sofortige Wiederabstieg. Am 8. Juni 1990 wurde die BSG Motor Süd in BSC Süd 05 umbenannt und kehrte so zu ihren Vorkriegswurzeln zurück.
info: Dieser Beitrag ist die gekürzte Fassung eines Textes von Torsten Rotter, der Mitte Juni in der nächsten Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ erscheint – für zwei Euro zu erwerben im Buchhandel.

Von Torsten Rotter

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