Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Sprengung an der Niederhavel

Brandenburg an der Havel Sprengung an der Niederhavel

Der Schornstein der 151 Jahre alten Stärkefabrik in der Neuendorfer Straße wird an diesem Freitag gesprengt. Das soll der Auftakt für ein Neubebauen der vier Hektar großen Industriebrache am Havelufer sein – hier entstehen bis Ende 2018 etwa 150 Eigentums- und Mietwohnungen sowie ein großer Supermarkt.

Voriger Artikel
Gabriel sagt ab, Hubertus Heil springt ein
Nächster Artikel
Mann wehrt sich gegen brutale Räuber

Wild-romantisch, aber schon lange verlassen und teilweise verfallen: Das Areal der 151 Jahre alten Stärkefabrik an der Niederhavel.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg/H. Wieder verschwindet ein Zeugnis von Brandenburgs Industrietradition. An diesem Freitag um 14 Uhr wird der Schornstein der alten Stärkefabrik gesprengt.

Die W. A. Scholten, Stärkefabrik, Werk Brandenburg, war ein Ableger des Groninger Stammsitzes, die Fabrik wurde 1866 errichtet und diente der Herstellung, Verarbeitung von und Handel mit allen Erzeugnissen der Stärkeindustrie und verwandter Industrien. Erzeugnisse waren Stärke (Kartoffelstärke, Kartoffelstärkemehl), Sirup, Traubenzucker sowie Trockenpülpe (Fasermasse). Großaktionär wurde 1943 die Deutsche Maizena-Werke GmbH, Hamburg, die 1959 alle Wertpapiere aufs Unternehmen hielt. Zu DDR-Zeiten verstaatlicht, ging das Werk nach der Wiedervereinigung wieder in den Besitz des Unilever-Konzerns, der die Immobilie auf vier Hektar Grund schließlich vor sieben Jahren an die bayerische Firma Isarkies verkaufte.

Isarkies feiert nun mit dem Abriss gleichzeitig des Baubeginn für ein Wohngebiet mit etwa 150 Wohnungen sowie ein Rewe-Center mit 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Das Sprengen des Schornsteins übernimmt die Thüringer Sprenggesellschaft mbH aus Kaulsdorf. Dazu wird die Neuendorfer Straße von der Kreuzung Wilhelm-Weitling-Straße bis zur Kreuzung Otto-Sidow-Straße kurzzeitig von der gesperrt. Direkte Anlieger wurden vom Ordnungsamt informiert. Der Akt der eigentlichen Sprengung wird durch zwei kurze Fanfarenstöße angekündigt. Für Schaulustige wird es nicht ganz einfach mit dem Zusehen. In einen kleinen Bereich auf dem Firmengelände dürfen nur geladene Gäste, sagt der Isarkies-Projektchef Otto Hien. „Wir müssen den Überblick behalten, damit keiner im Gefahrenbereich herumläuft.“

Zu empfehlen ist daher Schaulustigen ein Aussichtspunkt auf der Brücke über die Brandenburger Niederhavel oder vom gegenüberliegenden Ufer in Höhe des Geländes der Freien Wasserfahrer.

Von André Wirsing

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel
5a29d74e-dc22-11e7-9eba-5da84ef1d449
Brandenburg/Havel damals und heute

Die Stadt Brandenburg an der Havel ist mehr als tausend Jahre alt. Besucher können auch heute noch viel Historisches entdecken. Die MAZ hat im Archiv gestöbert, sehenswerte Fotos gefunden und lädt hier zu einem Stadtbummel „Damals und heute“ ein.

37e8f698-1560-11e8-badb-9de1240b9779
Babys aus Brandenburg/Havel und Umland

Die Geburt eines Kindes ist das größte Glück und der bewegendste Moment im Leben vieler Menschen. Die MAZ begrüßt die kleinen Erdenbürger in der Stadt Brandenburg und dem Umland – und feiert die Ankunft der Zwerge mit einer fortlaufend aktualisierten Bildergalerie.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg