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Brandenburg/Havel Sprengung an der Niederhavel
Lokales Brandenburg/Havel Sprengung an der Niederhavel
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20:51 14.09.2017
Wild-romantisch, aber schon lange verlassen und teilweise verfallen: Das Areal der 151 Jahre alten Stärkefabrik an der Niederhavel. Quelle: Heiko Hesse
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Brandenburg/H

Wieder verschwindet ein Zeugnis von Brandenburgs Industrietradition. An diesem Freitag um 14 Uhr wird der Schornstein der alten Stärkefabrik gesprengt.

Die W. A. Scholten, Stärkefabrik, Werk Brandenburg, war ein Ableger des Groninger Stammsitzes, die Fabrik wurde 1866 errichtet und diente der Herstellung, Verarbeitung von und Handel mit allen Erzeugnissen der Stärkeindustrie und verwandter Industrien. Erzeugnisse waren Stärke (Kartoffelstärke, Kartoffelstärkemehl), Sirup, Traubenzucker sowie Trockenpülpe (Fasermasse). Großaktionär wurde 1943 die Deutsche Maizena-Werke GmbH, Hamburg, die 1959 alle Wertpapiere aufs Unternehmen hielt. Zu DDR-Zeiten verstaatlicht, ging das Werk nach der Wiedervereinigung wieder in den Besitz des Unilever-Konzerns, der die Immobilie auf vier Hektar Grund schließlich vor sieben Jahren an die bayerische Firma Isarkies verkaufte.

Isarkies feiert nun mit dem Abriss gleichzeitig des Baubeginn für ein Wohngebiet mit etwa 150 Wohnungen sowie ein Rewe-Center mit 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Das Sprengen des Schornsteins übernimmt die Thüringer Sprenggesellschaft mbH aus Kaulsdorf. Dazu wird die Neuendorfer Straße von der Kreuzung Wilhelm-Weitling-Straße bis zur Kreuzung Otto-Sidow-Straße kurzzeitig von der gesperrt. Direkte Anlieger wurden vom Ordnungsamt informiert. Der Akt der eigentlichen Sprengung wird durch zwei kurze Fanfarenstöße angekündigt. Für Schaulustige wird es nicht ganz einfach mit dem Zusehen. In einen kleinen Bereich auf dem Firmengelände dürfen nur geladene Gäste, sagt der Isarkies-Projektchef Otto Hien. „Wir müssen den Überblick behalten, damit keiner im Gefahrenbereich herumläuft.“

Zu empfehlen ist daher Schaulustigen ein Aussichtspunkt auf der Brücke über die Brandenburger Niederhavel oder vom gegenüberliegenden Ufer in Höhe des Geländes der Freien Wasserfahrer.

Von André Wirsing

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