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Sroka (Linke) nimmt es mit Brückner (SPD) auf

Bürgermeisterwahl in Kloster Lehnin Sroka (Linke) nimmt es mit Brückner (SPD) auf

Die Bürgermeisterwahl in Kloster Lehnin wird spannend. Der parteilose Uwe Brückner, den SPD und Bauern ins Rennen schicken, trifft am 20. März auf Joachim Sroka von den Linken. Der Unternehmer wurde am Montag in Göhlsdorf nominiert. Doch nicht alle Linken sind für einen eigenen Kandidaten.

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Der Linken-Bürgermeisterkandidat Joachim Sroka (m.) mit Kreis-Chef Jan Eckhoff (l.) und Gemeindevertreter Andreas Bernig.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Kloster Lehnin. „Uwe Brückner kann sich warm anziehen. Der kocht auch nur mit Wasser.“ Noch vor seiner offiziellen Nominierung im Göhlsdorfer Gemeindehaus machte Joachim Sroka (52) klar, was er für die Linke nicht sein möchte – ein Alibi-Kandidat der Partei zur Bürgermeisterwahl am 20. März. Mit Herz und Elan wolle er sich dem Bewerber mit SPD-Ticket stellen. „Ich habe der Gemeinde eine Menge zu bieten“, kündigte Sroka am Montag kämpferisch an.

Welche Handlungsfelder der in Nahmitz/Doberow wohnende Stahlbauunternehmer besetzen will, hat Sroka in einem sechsseitigen Konzept zusammengefasst, das er nur ansatzweise vorstellte. So schwebe ihm eine effizientere und bürgerfreundlichere Verwaltung vor, wo sich seiner Meinung nach in einigen Büros Überheblichkeit breit gemacht habe. Die Umwandlung der Damsdorfer Kaserne in ein Gewerbegebiet erklärte Sroka zu einem Schwerpunkt: „Dafür muss intensives Marketing betrieben werden.“ Sorgen mache er sich über die schrumpfende Rücklage im Gemeindehaushalt von Kloster Lehnin. Gleichzeitig sprach er sich für eine verstärkte Förderung von Vereinen und Feuerwehren aus.

Der parteilose Uwe Brückner ist der Bürgermeisterkandidat von SPD sowie Freie Bürger und Bauern

Der parteilose Uwe Brückner ist der Bürgermeisterkandidat von SPD sowie Freie Bürger und Bauern. Der Polizeibeamte ist seit 1998 ehrenamtlich in der Kommunalpolitik.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Auf Verwaltungserfahrung kann Sroka, der seit 1994 unternehmerisch tätig ist, eher nicht verweisen. Bekannt wurde sein Name in jüngster Zeit durch die Entwicklung und den Bau von Klein-Windkraftanlagen für den Eigenbedarf. Das Mitglied der Linken gehört seit über 20 Jahren dem Kleinunternehmerverband OWUS an, der der Linkspartei nahe steht. Neben Gewinnstreben müsse ökonomisches Handeln auch dem Gemeinwohl dienen, ist Sroka überzeugt.

Kandidatur umstritten

Dass die Linken in Kloster Lehnin überhaupt einen eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl aufstellen, ist selbst in der Partei nicht unumstritten. Uwe Pape aus Damsdorf zum Beispiel hält nichts von Srokas Ambitionen. Diese seien chancenlos. „Lasst uns im Interesse des Gemeindefriedens auf einen Kandidaten verzichten. So, wie es auch die CDU getan hat. Ich unterstütze Brückner, denn die bisherige Gemeindevertretung hat Kloster Lehnin voran gebracht.“

Eine Ansicht, die Andreas Bernig aus Göhlsdorf nicht teilt. Der Landtagsabgeordnete, der für die Linke im Kloster Lehniner Gemeinderat sitzt, sprach sich vehement dafür aus, den Wählern eine Alternative anzubieten. Er verwies auf die niedrige Wahlbeteiligung vor acht Jahren, als nur 33 Prozent der Kloster Lehniner an die Urnen gingen. Mit Bernd Kreykenbohm stand damals nur ein Kandidat zur Wahl. „Wer das System Kreykenbohm abschaffen will, für das auch Uwe Brückner steht, der muss unseren Kandidaten wählen“, machte sich Bernig für Srokas Kandidatur stark. Für ihn zeichne sich das System Kreykenbohm durch Intransparenz, Geheimniskrämerei und regieren mit eiserner Hand aus, so Bernig. Jüngstes Beispiel sei der Rechtsstreit mit Personalratschefin Nicole Näther, die sich gegen eine Absenkung ihrer Wochenarbeitszeit zur Wehr setzt (MAZ berichtete).

Kreisverband unterstützt Bewerbung

Auch der Kreisverband der Linken ermuntert die Basis in Kloster Lehnin zum Eintritt in den Bürgermeisterwahlkampf. „Wir stehen für Positionen und Köpfe. Da ist es gut, wenn die Linke einen Kandidaten aufstellt“, sagte Kreisvorsitzender Jan Eckhoff auf der Göhlsdorfer Nominierungsveranstaltung. Von sieben anwesenden und stimmberechtigten Parteimitgliedern stimmten am Ende sechs für den Wahlvorschlag. Wenige Stunden vor dem Ende der Bewerbungsfrist am 14. Januar heißt es nun Sroka gegen Brückner.

Von Frank Bürstenbinder

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