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Brandenburg/Havel Stadt Brandenburg ringt um eine Kita-Lösung
Lokales Brandenburg/Havel Stadt Brandenburg ringt um eine Kita-Lösung
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13:28 27.02.2016
Bauarbeiten am Hort Havelkids. Quelle: M. von Imhoff
Brandenburg/H

In Brandenburg an der Havel werden Hortplätze knapp. Im kommenden Schuljahr fehlen nach Angaben des Brandenburger Jugendamtes 169 Hortplätze. Auf Hochtouren laufen derzeit Überlegungen, zwei neue Horte zu bauen. Doch bisher bekanntlich ohne Ergebnis. Derzeit gibt es in der Havelstadt nach Angaben von Marcel Rößler, Fachgebietsleiter für Jugendarbeit und Kindertagesbetreuung, 2079 Hortplätze.

Ab dem kommenden Schuljahr werden 2248 Plätze benötigt, um alle Kinder der ersten bis vierten Plätze eine Nachmittagsbetreuung anbieten zu können. „Die Verwaltung prüft aktuell noch mehrere Varianten“, so Rößler. Besonders für die Versorgung der Theodor-Fontane-Grundschule und die neue Grundschule in der Kleinen Gartenstraße wird es schwierig. Für das kommende Schuljahr werden allein dort Rößler zufolge bis zu 85 neue Hortplätze benötigt.

2248 Plätze werden benötigt

Davon betroffen ist der Hort Havelkids, der derzeit für seine 137 Schützlinge das künftige Gebäude der Grundschule bis unter das Dach alleine nutzt. Nur zwei Räume stehen derzeit leer wegen undichter Fenster. Nach den Sommerferien kann der Hort ein Jahr lang noch in dem Gebäude bleiben. Wo er anschließend sein Domizil haben wird, steht noch in den Sternen.

Hortleiterin Elke Hoffmann macht aus ihrem Unmut darüber keinen Hehl: „Die Eltern fragen uns ständig danach und können nicht glauben, dass wir es noch nicht wissen, aber so ist es“, sagt Elke Hoffmann. „Unsere Planungssicherheit ist dahin.“ Dabei kommt eine große Herausforderung auf das achtköpfige Havelkids-Team zu. „Wir rechnen mit vier bis fünf zusätzlichen Gruppen durch die neue Grundschule. Vier Erzieherinnen werden wir deswegen neu einstellen.“ Statt 137 werden 200 Kinder zu betreuen sein.

Im Gespräch ist daher die vorübergehende Doppelnutzung der Klassenräume. Wo vormittags unterrichtet wird, folgt nachmittags das Spielen. Unter Experten gilt dies als schlechteste aller Lösungen. „Weil sich die Kinder mental nachmittags nicht lösen können, wenn sie in ihren Unterrichtsräumen betreut werden“, sagt Hoffmann dazu. Das Bildungsministerium muss dieser Nutzung noch zustimmen.“Dieser Tage werde dazu der entsprechende Antrag gestellt, sagt Fachgebietsleiter Rößler. Zugrunde liegt ein neues Raumkonzept für das Gebäude.

Doppelnutzung der Klassenräume im Gespräch

Noch bis in das Jahr 2018 werden bekanntlich die Sanierungsarbeiten an dem Backsteinbau dauern. 1,8 Millionen Euro werden in das Schulhaus, die Turnhalle und den Pausenhof investiert. Dass das Außengelände erst 2018 modernisiert wird, ist für Hortleiterin Hoffmann völlig unverständlich. Der Zustand von Sport- und Spielflächen sei völlig unbefriedigend. „200 Kinder brauchen genügend Platz zum Toben. Wir haben hier auch viele Kinder, die Fußballspielen wollen.“ Morsche Spielgeräte würden abgebaut, ohne dass sie ersetzt werden würden, beklagt Hoffmann.

Angelika Köhler, Chefin des Gebäude- und Liegenschaftsmanagement GLM, verteidigt den Zeitplan: „Die Neustaltung und Sanierung des Schulhofes macht erst Sinne, wenn keine schweren Baufahrzeuge mehr den Hof befahren müssen.“ Das sei erst 2018 der Fall. Auch dann stünde das dafür nötige Geld erst dann bereit. „Die 1,8 Millionen Euro für die Gesamtsanierung stehen in drei Jahresscheiben zur Verfügung“, sagt Köhler.

Von Maron von Imhoff

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