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Brandenburg/Havel Stadt sucht neuen Kümmerer für die Jugend
Lokales Brandenburg/Havel Stadt sucht neuen Kümmerer für die Jugend
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07:59 17.03.2017
Eine Babyklappe gibt es in Brandenburg an der Havel nicht. Quelle: dpa
Brandenburg/H

Einer, der sich nur um die Belange der jungen Menschen in der Stadt kümmert – und das Ganze auch noch ehrenamtlich. So eine Person wird mal wieder gesucht, ein offizieller Kinder- und Jugendbeauftragter.

Daniel Güttler gilt als einer der erfolgreichsten in dieser Mission. Der heute 36-Jährige organisierte in seiner Amtszeit von 2002 bis 2009 unter anderem das beliebte Kindertagsfest auf dem Marienberg oder setzte sich für die freie Schulwahl ein. Sein Herzensprojekt einer Baby-Klappe in Brandenburg wartet bis heute darauf, erneut in die Hand genommen zu werden. Das könnte sich nun ändern. Da die derzeitige Kinder- und Jugendbeauftragte kürzlich in das Berufsleben eingestiegen ist, wird der Posten nun für die Wahlperiode bis 2019 neu besetzt.

Ihrer Nachfolgerin gibt Ina Schönfeld auf den Weg: ,,Ehrenamt erfordert viel Engagement und Eigeninitiative. Das kann auch öfters schwierig werden, denn etwas zu erreichen erfordert immer finanzielle Partner, die selbst gesucht und begeistert werden müssen.“ An dieses Problem erinnert sich auch noch Daniel Güttler. ,,Finanzielle Unterstützung ist natürlich immer ein Problem, da der Kinder- und Jugendbeauftragte kein eigenes Budget hat, bleibt ihm nichts anderes übrig, als bei Vereinen um Spenden zu bitten.“ erzählt er.

Dieses Problem scheint nicht das einzige dieses Postens zu sein. Ehrenamtliche Arbeit setzt natürlich immer ein hohes Maß an Leidenschaft und Engagement voraus, jedoch kann dies für eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro im Monat nur nebenbei und somit begrenzt geleistet werden. Das hat zur Folge, dass viele schöne Ideen häufig nicht in die Tat umgesetzt werden. ,,Die Arbeit ist viel zu viel, um sie nebenbei zu bewältigen. Die Stadt braucht eigentlich einen hauptberuflichen Kinder- und Jugendbeauftragten.“

Mit dieser Aussage spielt Güttler beispielsweise auf den Posten der Gleichstellungsbeauftragten oder der Ausländer- und Behindertenbeauftragten an, die im Gegensatz zum Kinder- und Jugendbeauftragten beide hauptberuflich besetzt sind. Obgleich Pressesprecher Jan Penkawa behauptet, dass ,,die Stelle des Kinder-und Jugendbeauftragten ein Entgegenkommen der Stadtverordnetenversammlung sei, welches zeigt, dass in Brandenburg viel für die Kinder- und Jugendarbeit getan wird und man sich in der Hinsicht nicht verstecken müsse“, stellt sich die Frage warum das Amt dann nicht hauptberuflich ausgeschrieben wird.

Einfach wird es wohl nicht für den neuen Amtsinhaber im „Nebenjob“. Das bestätigt auch Güttler, der sich dennoch einen jungen Menschen für das Amt wünscht. So sei das Amt zu Recht ab 18 Jahren ausgeschrieben. Penkawa hatte zwar behauptet, ,,das Amt ist schon ab 16 Jahren ausgeschrieben“. Doch wird natürlich in der Ausschreibung ein Mindestmaß an Lebenserfahrung vorausgesetzt.

Info Eine schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf und eine kurze Darstellung der Beweggründe und Ziele richten Bewerber bis zum 1. Mai an die Stadt Brandenburg, Stabsbereich der Oberbürgermeisterin, z.H. Frau Silke Weiß, Klosterstraße 14, 14770 Brandenburg an der Havel. Per E-Mail an Silke.Weiss@Stadt-Brandenburg.de.

Von Nadin Syrzisko

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