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Brandenburg/Havel Stadt und Stadtwerke weiter an einem Strang
Lokales Brandenburg/Havel Stadt und Stadtwerke weiter an einem Strang
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00:18 18.03.2016
Unterschriften: Kaufmännischer Stadtwerkechef Uwe Müller, Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann, Bürgermeister Steffen Scheller und Technik-Stadtwerkechef Gunter Haase (von links). Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Bis zum letzten Tag haben sich beide Parteien Zeit gelassen: Am Dienstag sind die seit 20 Jahren geltenden Konzessionsverträge zwischen der Kommune und den Stadtwerken zu Strom und Gas nach 20 Jahren abgelaufen, am Dienstag wurden sie für weitere 20 Jahre neu unterschrieben. Mit der Vergabe von Konzessionen erteilt eine Stadt das Wegenutzungsrecht zur Verlegung und zum Betrieb eines Versorgungsnetzes. Im Gegenzug zahlt der Konzessionsnehmer, also in diesem Falle die Stadtwerke Brandenburg, entsprechende Abgaben an die Kommune.

Die Höhe dieser Abgaben wird nach einem komplizierten Verfahren errechnet, sie ist abhängig von der Zahl und Größe der Kunden sowie von der Größe der Kommune, sagt Gunter Haase, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „In Deutschland werden beim Strom zwischen 1,23 und 2,39 Cent je Kilowattstunde fällig. In Brandenburg an der Havel sind das 1,59 Cent je Kilowattstunde. Beim Gas zahlen wir im Durchschnitt 0,03 Cent.“

Unterzeichnung ein „freudiges Ereignis“

In Haushaltszahlen ausgedrückt sind das etwa 1,85 Millionen Euro pro Jahr für den Strom und 150 000 Euro für Gas, welche von den Stadtwerken direkt an die Stadtkasse überwiesen werden. Zu den zwei Millionen Euro kommen noch etwa 800 000 Euro hinzu, welche Eon-Edis als überörtlicher Versorger zahlt, weil er das Hochspannungsnetz betreibt.

Neben den Konzessionsverträgen gibt es einen weiteren Kontrakt, der ebenfalls verlängert wird: Ein so genannter Gestattungsvertrag zur Fernwärme, damit die Stadtwerke auch dieses Netz auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen unterhalten darf – der Vertrag ist aber nicht mit Abgaben verbunden.

„Das Unterzeichnen dieser Verträge ist für uns ein freudiges Ereignis“, sagt Haase, „schließlich sind sie das Rückgrat für uns Energieversorger und sichert Arbeit für 20 Jahre. Immerhin seien etwa 100 Mitarbeiter damit beschäftigt, „die Netze zu betreiben, zu unterhalten, zu hegen und zu pflegen“.

Was passiert, wenn Versorgung zusammenbricht?

Für Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann sind drei Dinge wichtig: „Die Sicherheit der Netze, moderne Formen des Versorgens sowie eine Bereitstellung von Energie, die auch ökologisch vertretbar und gleichzeitig bezahlbar ist – das muss sich die Waage halten.“ Zwei Jahre sei verhandelt worden über die schwierigen Verträge, bestätigt der kaufmännische Stadtwerkechef Uwe Müller.

Allen Sorglosen empfiehlt Bürgermeister Steffen Scheller die Lektüre des Buches „Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg. Darin ist recht drastisch beschrieben, wie schnell Städte veröden und brach fallen, wenn die Versorgungsnetze ausfallen. Es gebe zwar keinen Grund zur Panik, relativiert Haase, gleichwohl ist es ungleich schwerer geworden, die Stromnetze in Spannung, Stromstärke und Frequenz stabil zu halten, weil es nicht mehr damit getan ist, irgendein Kraftwerk hoch- oder runterzufahren, sondern weil das Netz durch die vielen Einspeisestellen von Wind- und Sonnenenergie viel volatiler als früher sei.

Von André Wirsing

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