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Sieben Millionen Euro Überschuss

Stadtwerke-Jahresergebnis für 2013 steht fest Sieben Millionen Euro Überschuss

Ausgerechnet in ihrem Skandaljahr 2013 fahren die Stadtwerke Brandenburg an der Havel ihren höchsten Gewinn seit einem Dutzend Jahren ein – beinahe sieben Millionen Euro. Die 6,98 Millionen sind 1,2 Millionen Euro mehr Überschuss als im Jahr 2012. Stadtwerkegeschäftsführer Uwe Müller bezeichnet den Gewinn als „herausragend, aber einmaliges Ergebnis“.

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Allein die Fernwärme brachte ein Plus von 1,4 Millionen Euro ein.

Quelle: D.Hänsch

Brandenburg an der Havel. Natürlich bestätigte der Aufsichtsrat am Montagabend den Jahresabschluss einstimmig. 5,6 Millionen Euro werden an die Gesellschafter ausgeschüttet, etwas mehr als die Hälfte fließt in die Kasse der Stadt als größter Anteilseignerin. Knapp 1,4 Millionen Euro bleiben als Reserve im Unternehmen.

Stadtwerkegeschäftsführer Uwe Müller bezeichnet den Gewinn als „herausragend, aber einmaliges Ergebnis“. Im Wesentlichen resultiert das gute Ergebnis auf einigen Effekten: Die StWB haben sich von ihrem Gas-Vorlieferanten getrennt und auch von der Formel des Koppelns vom Gaspreis an den Ölpreis. „Im strukturierten Einkauf und bei stetig sinkenden Preisen haben wir viel bessere Konditionen erzielt.“ Zudem musste das Unternehmen abwarten, ob Preisänderungsklauseln von Gerichten verworfen werden – für diesen Fall gab es Rückstellungen, die nun aufgelöst werden können. Nicht zuletzt war es Anfang 2013 sehr lange kalt, so dass viel Fernwärme verkauft werden konnte – allein hier gab es ein Plus von 1,4 Millionen Euro.

Das dicke Plus kam zustande, obwohl die Stadtwerke im Vorjahr einiges zu verkraften hatten: Der durch mutmaßlich kriminelle Machenschaften des Ex-Technikchefs Wolfgang Michael Schwarz und seiner Komplizen verursachte Schaden wird mit 1,1 Millionen Euro beziffert. Für viel Geld wurden Strafrechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer mit dem Aufklären betraut. Nicht zuletzt musste die begonnene, aber nie fertiggestellte oder gar funktionstüchtige Biogasanlage in Briest mit 1,6 Millionen Euro aus den Büchern geschrieben werden.
„Das gute Jahresergebnis hat nicht so viel mit Schwarz zu tun, er hat in Fünf-Jahres-Etappen gewirtschaftet, vielmehr haben wir im Vorjahr so gut gewirtschaftet, dass wir unsere besseren Einkaufskonditionen auch in Form von Preissenkungen an unsere Kunden weitergeben konnten.“

Müller ist froh darüber, dass auch die mit dem Jahresabschluss betraute Prüfungsgesellschaft Ernst & Young wie die anderen Prüfer zu dem Ergebnis kam, dass im Unternehmen ordentlich gewirtschaftet wird, Auftragsvergaben korrekt erfolgen und auch die Kontrollmechanismen stimmen. Der von Schwarz verursachte Schaden sei aus hoher krimineller Energie eines Einzelnen entstanden.
Müller wurde wie sein Kollege Benno Felsch am Montag vom Aufsichtsrat für 2013 entlastet.

Von André Wirsing

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