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Städtische BAS soll Marienberg pflegen

Zentrales Gartendenkmal Städtische BAS soll Marienberg pflegen

Nach kontroverser Diskussion im Hauptausschuss der Stadt Brandenburg ist jetzt die Vorentscheidung gefallen: Die Brandenburger Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft BAS soll sich, vorbehaltlich der Zustimmung der SVV, künftig um die Pflege und Betreibung des Marienberges kümmern.

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Die städtische Beschäftigungsgsellschaft BAS soll sich künftig um die Pflege des Marienbergs kümmern.

Quelle: JAST

Brandenburg/H. Nach durchaus kontroverser und langer Diskussion im Hauptausschuss (HA) ist jetzt die Vorentscheidung gefallen: Die städtische Brandenburger Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft BAS soll sich, vorbehaltlich der Zustimmung der SVV, künftig um die Pflege und Betreibung des Marienbergs kümmern. Der Beschluss im Hauptausschuss wurde ohne Gegenstimme gefasst. Der Marienberg war der zentrale Park der Bundesgartenschau in der Havelstadt und ist das größte Gartendenkmal.

Der Hauptausschuss hat nun beschlossen, man werde das Grobkonzept der BAS mit den darin dargestellten Aufgaben zur Pflege und Betreibung des Marienbergs vorerst zur Kenntnis nehmen. Zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Integration von am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen - also Schwerbehinderten. Noch in der Vorwoche war die BAS mit ihrem Konzept vorerst durchgefallen.

Grobkonzept angenommen

Bereits im Juni soll ein Zwischenbericht für die SVV vorgelegt werden. Bis spätestens Oktober 2016 wird der Stadtverordnetenversammlung ein detailliertes Umsetzungskonzept zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) hatte im Vorfeld des Hauptausschusses und an diesem Abend intensiv darum geworben, der BAS als städtischer Tochter in dieser Frage das Vertrauen auszusprechen. Insbesondere von Seiten der SPD waren im Vorfeld Zweifel laut geworden, ob die BAS in der Lage sein werde, die durchaus anspruchsvollen Aufgaben zu erledigen und ob es nicht besser sei, diesen Auftrag an Private zu vergeben. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Stieger sprach in diesem Zusammenhang von dem „Erfinden von neuen Geschäftsfeldern für die BAS“. Mit der denkmalgerechten Sanierung des Marienbergs zur Buga 2015 wurde die wertvolle Denkmalsubstanz bewahrt, instandgesetzt und erweitert.

Städtische Gesellschaft

Die Bas GmbH ist seit mehr als 20 Jahren als kommunales, gemeinnütziges Unternehmen sowie Dienstleister in Arbeitsförderung und Strukturentwicklung tätig.

Um Arbeitsplatze und Beschäftigung für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt wie Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose, Ältere, Alleinerziehende oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen zu schaffen, hat die Brandenburger Arbeitsförderungsgesellschaft Projekte initiiert.

Erfahrungen gibt es mit dem Sozialen Kommunikationszentrum Hohenstücken, mit dem Alten Hafen und dem Alten Straßenbahndepot, mit dem Bürgerhaus Hohenstücken und dem Slawendorf Brandenburg mit dem Wasserwanderrastplatz.

Die Gesellschaft ist nach einem Sozial Audit Verfahren und nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert.

Im Jahr 2015 haben unter anderem rund 25 000 Besucher die kulturellen Angebote des Slawendorfes wahrgenommen (ohne Besucher des Schankgartens). Darüber hinaus gab es etwa 1600 Anlege-Vorgänge am benachbarten Wasserwanderrastplatz.

Der Marienberg wurde mit seiner Sanierung in einen Zustand versetzt, der seiner Bedeutung als wichtigste öffentliche innerstädtische Grünanlage und bedeutendem Gartendenkmal wieder gerecht wird. Auch die Fachverwaltung räumt ein: Zur Bewahrung und Sicherung dieser erreichten Qualität und Vermeidung neuerlicher Verluste durch unzureichende und unsachgemäße Pflegemaßnahmen bedarf es einer fach- und denkmalgerechten Parkpflege.

Die nun zum Beschluss vorgelegte Vorlage soll dazu dienen, ein mögliches Modell der Buga-Nachnutzung des Marienbergs durch das kommunale Unternehmen BAS GmbH grundsätzlich vorzustellen. Im Hauptausschuss wurde deutlich: Ohne Unterstützung durch professionelle Gartenbaubetriebe wird es in Zukunft nicht gehen. Das Jahr 2016 soll daher genutzt werden, den Bedarf und die Kosten für den Mix aus professioneller und semiprofessioneller Pflege zu ermitteln.

Ohne Unterstützung wird es nicht gehen

Wie Dietlind Tiemann der MAZ sagte, sei es schon wichtig, dass die entsprechenden Konzepte für die Pflege durch die BAS schnell kommen. Da allerdings die Firmen, die vor der Buga den Marienberg bepflanzt hatten, 2016 noch mit der Nachsorge betraut sind, sei keine Gefahr im Verzug. Sicher ist nun: Der Zaun, der den Marienberg für die Buga umzäunte, bleibt stehen.

Kämmerer Steffen Scheller wird dem Zweckverband ein Angebot dafür machen, sagt Tiemann. Vorerst bleiben die Tore geöffnet. Ob in Zukunft das Areal in den Nachtstunden geschlossen wird, um Vandalismusschäden zu verhindern sei Teil der nun anstehenden Diskussion, sagt die Oberbürgermeisterin. Da auch Interessenten für die Gasstätte auf dem Marienberg in den Startlöchern stünden, gelte er derartige Fragen auch im Interesse aller Seiten abzustimmen.

Von Benno Rougk

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