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Brandenburg/Havel Städtische Musikschule braucht mehr Personal
Lokales Brandenburg/Havel Städtische Musikschule braucht mehr Personal
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02:15 25.06.2017
Angelika Eckelmann und Max Zimmermann (4) proben. Quelle: Annika Jensen
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Brandenburg/H

Bei einem Nachmittag der offenen Türen gab es am Mittwoch in der Musikschule „Vicco von Bülow“ die Gelegenheit, zahlreiche Instrumente auszuprobieren. Damit sucht die städtische Schule nach neuen Schülern. „Besonders in unserem Orchester suchen wir Nachwuchs“, sagt Stefan Dalitz, Vorsitzender des Förderkreises der Musikschule.

„Vor allem in der Bassparte.“ Im vergangenen Jahr machte die Schule von sich reden, indem sie vier knallbunte Kontrabässe anschaffte. Und es half. „Durch die Kontrabassaktion ist die Nachfrage für dieses Instrument tatsächlich gestiegen“, sagt Dalitz.

Die Schule hat derzeit 550 Schüler. In den vergangenen fünf Jahren habe sich diese Zahl kaum verändert, so Schulleiter Bernd Heese. „Die Nachfrage wandelt sich. Im Moment ist das Keyboard nicht so gefragt, da haben wir gerade keine Warteliste.“ Derzeit sucht er gezielt nach Schülern für klassische Instrumente.

„Wir merken aber auch, dass die Nachfrage durchaus da ist“, so Heese. „Man muss es den Kindern nur richtig präsentieren, wie eben heute unsere offenen Türen.“ Außerdem müsse man den Schülern schnell die Möglichkeit geben, in der Gruppe zu spielen. Das Orchester, dass derzeit vor allem nach Nachwuchs an Bassinstrumenten sucht, ist da nur ein Beispiel.

Und tatsächlich: am nächsten Tag hat Bernd Heese so einige Anmeldungen auf seinem Schreibtisch liegen. Eltern hatten ihre Kinder noch am Nachmittag für Schnupperstunden oder gleich ganz zum Unterricht registriert.

Eine Zahl, die auffällig sinkt, ist jener der beschäftigten Lehrer. 25 Honorarkräfte unterrichten die Musikschüler an der „Vicco-von-Bülow“. Dazu kommen Zehn hauptamtliche Lehrer, die etwa zur Hälfte halbtags angestellt sind. „Im vergangenen Jahr haben wir zwei Kollegen in die Rente verabschiedet. Diese Stelen wurden nicht wieder besetzt“, sagt Heese. Grund dafür ist, dass in der Stadt Stellen abgebaut werden.

Dabei bräuchte Bernd Heese dringend Personal im Bereich der musikalischen Früherziehung. Dort kümmert sich derzeit ein Lehrer mit einer halben Stelle um die Arbeit in zwölf Kindertagesstätten. Und das sind stolze 230 Schüler. „Den Unterricht in den Vorschulen können wir nicht abdecken“, bedauert Heese. „Die Nachfrage ist viel größer als unser Angebot.“ Das liege daran, dass es schlicht kein qualifiziertes Personal gebe.

Von Annika Jensen

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