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Brandenburg/Havel Dialyse am Krankenbett
Lokales Brandenburg/Havel Dialyse am Krankenbett
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17:44 06.08.2018
Schwester Jenny Schultz freut sich in der neuen Dialysestation darüber, dass sie jetzt ihre Patienten besser betreuen kann. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Es ist eine Riesenerleichterung für den Krankenhausbetrieb: Am Städtischen Klinikum ist am Montag die neue Dialysestation in Betrieb genommen worden. Neun Plätze bietet sie für nierenkranke Patienten während ihres Klinikaufenthaltes. „Die Einheit ist nur für Patienten bestimmt, die auch bei uns stationär in Behandlung sind, wir machen keine Konkurrenz zu den ambulant tätigen Kollegen auf“, beton Klinikumsgeschäftsführerin Gabriele Wolter.

Dialysepatienten müssen in aller Regel dreimal die Woche für vier bis fünf Stunden zur Blutwäsche, weil ihre Nieren Hunderte körpereigene Gifte nicht abbauen können, deshalb müssen sie „ausgewaschen“ werden. Es gibt acht reguläre Plätze sowie einen separaten für Patienten, die zusätzlich noch infektiöse Krankheiten haben. Zudem gibt es nun die Möglichkeit, Intensivpatienten mit einer mobilen Einheit direkt auf der ITS zu versorgen. „Ihr Zustand ist oft instabil, deshalb wenden wir das Verfahren schonender über eine längere Zeit an“, erläutert der Nephrologe Daniel Patschan, der vor einem guten Jahr von Göttingen nach Brandenburg gewechselt und hier glücklich ist.

Untergebracht ist die Station in den Haus-1-Räumen, die bis 2002 als zweite ITS mit acht Plätzen diente. Die Intensivmedizin mit insgesamt 18 Plätzen wurde im Haus 2 zusammengefasst. Zuletzt diente der Trakt im ersten Obergeschoss des Hauses 1 für die Nerurophysiologie und fürs Schlaflabor.

Gerade zwei Monate dauerte am Ende der Umbau –dieser musste auf zwei Ebenen erfolgen. Die eigentlichen Untersuchungs- und Behandlungszimmer im Obergeschoss, darunter die Technikzentrale. Für die Blutwäsche nimmt man Trinkwasser aus dem Brawag-Netz. Die Flüssigkeit wird enthärtet und durch verschiedene Filter gedrückt, UV-Licht tötet auch die letzten Bakterien ab. In der Osmoseeinheit sind ständig 500 Liter Wasser vorrätig, die über geschlossene Ringleitungen zu den Blutwaschmaschinen gepumpt werden. Die eigentliche Waschlösung mit Salz und verschiedenen Zusätzen „mixen“ die Maschinen selbst nach den Vorgaben der Ärzte. Das gebrauchte Wasser wird übers Kanalnetz entsorgt.

„Besser wäre eine Spenderniere, aber es gibt nicht genügend Organe. Mit einer transplantierten Niere leben Patienten im Durchschnitt 20 Jahre, mit der Dialyse im Durchschnitt zehn“, sagt Patschan. Der Umbau hat 85.000 Euro gekostet, die Maschinen wurden für eine knappe halbe Million Euro gemietet. Es ist aber einschließlich der Reinigungstechnik eine Alles-aus-einer-Hand-Lösung von Fresenius Medical Care.

Gunter Noack ist einer von drei Ärzten, welche die ambulante Versorgung von Dialysepatienten in der Stadt übernehmen. „Wir machen bis zu 70 Dialysen am Tag. In der Stadt bewegt sich die Patientenzahl bei 120 bis 150. Wir haben auch noch keinen Patienten wegschicken müssen.“ Bislang haben die Ärzte die Klinikumspatienten mitversorgt, mussten sie häufig aufwendig transportieren. „So eine Fahrt womöglich noch mit Herzkatheter ist nicht einfach. Deshalb ist diese Lösung schon eine Riesenerleichterung.“

 

Von André Wirsing

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