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Brandenburg/Havel Städtisches Klinikum baut an – in Rekordzeit
Lokales Brandenburg/Havel Städtisches Klinikum baut an – in Rekordzeit
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21:04 28.11.2016
Hoch die Schaufel: Bauexperten, Architekten, Chefärzte, Planer und Verwaltungschefs beim ersten Spatenstich fürs neue Laborhaus. Quelle: André Wirsing
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Brandenburg/H

Die Baufirmen dürfen sich nun warm anziehen, zitiert Architekt Uli Krieg den Klinikums-Technikchef Georg Riethmüller. Nicht wegen der paar Minusgrade, sondern weil sie in nur sechs Monaten einen Baukörper von 60 Metern Länge, 23,5 Metern Breite und bis zu 15,5 Metern Höhe an den Fuß des Marienbergs parallel zum vorhandenen Laborbau an der Hochstraße errichten sollen. In Stahlbetonskelettbauweise und auch noch teilweise auf bis zu zehn Metern tiefen Betonpfählen. Auf den gut 6043 Quadratmetern Geschossfläche sind nur die Außenwände, Treppenhäuser und Fahrstuhlschacht fix, ansonsten kann jeder Raum beliebig angepasst werden.

Eigentlich ist es nur ein reiner Funktionsbau, doch ist er eben sehr wichtig fürs Funktionieren des städtischen Krankenhauses. „Die Flächen für unsere Pathologen werden verdreifacht, die für die Klinikums-Apotheke mehr als verdoppelt“, sagt Geschäftsführerin Gabriele Wolter. Der Neubau werde nicht nur dringend benötigt im Wettlauf gegen endliche Betriebs- und Sondergenehmigungen. Mit dem Bau von Apotheke, Pathologie und Wissenschaftslaboren wird auch endlich Platz beispielsweise neben der Rettungsstelle, die unbedingt ergänzt werden muss um eine 24-Stunden-Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung. Hier sollen die leichteren „Notfälle“ verarztet werden, die bislang regelmäßig die eigentliche Rettungsstelle verstopfen.

20,4 Millionen Euro Kosten

Das neue Haus wird etwa 20,4 Millionen Euro kosten. Davon stellt die Stadt mit 1,8 Millionen Euro den größten Teil der Eigenmittel von 2,1 Millionen Euro. Den Rest finanziert die Deutsche Kreditbank DKB.

Insgesamt 26 235 Kubikmeter umbauter Raum stehen für die drei Hauptnutzungen zur Verfügung.

Jeweils rund 1300 Quadratmeter Nutzfläche gibt es für die Pathologie und die Apotheke.

Glanzpunkt ist der neue Reinraum mit 116 Quadratmetern, in dem Zytostatika (Krebsmedikamente) hergestellt werden.

Gabriele Wolter erinnerte an einen Spatenstich an selber Stelle vor 23 Jahren, „damals bauten wir hier die HNO-Klinik, die mittlerweile schon wieder abgerissen ist. Für den Spatenstich mussten wir damals Streusand ankarren, weil der Boden so tief gefroren war.“ Mittlerweile sei die Baugrube bereits komplett ausgehoben, „jetzt ist es mehr als nur ein Traum von einem neuen Haus.“ Aufsichtsratschefin Tiemann ergänzte, „gegenüber 1993 trennen uns Welten, trotz der überschaubaren Zeit. Mittlerweile strahlt unser Klinikum weit über die Stadtgrenzen in die ganze Region hinaus. Wenn das so weitergeht, werden auch diese Kapazitäten bald nicht mehr ausreichen.“

Tiemann lobte das Gespann Wolter-Riethmüller, das sich nie mit nur einer Baustelle gleichzeitig zufriedengebe – vor wenigen Jahren erst der 74-Millionen-Euro Neubau des Bettenhauses sowie das Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof, nun das Laborgebäude nebst MHB-Campus in der alten Nicolaischule.

Architekt Krieg schaffte es, vom Planungsbeginn nach Ausschreibungsgewinn Ende 2015 bis Juli 2016, den Bauantrag abzugeben, Ende Oktober kam die Freigabe. Bis Mitte Dezember werde die Baugrube komplett fertig sein, dann werde die Firma bestimmt, die das Sechs-Monats-Wunder realisieren soll.

Zum Rohbau gehört auch noch ein Verbindungsgang zum alten Laborgebäude, danach wird das neue Haus eingerichtet, es sei „quadratzentimetergenau verplant“.

Die Fertigstellung soll dann stufenweise erfolgen – die Hochschullabore werden Mitte 2018 fertig, die Pathologie im Herbst und die Apotheke zu Jahresbeginn 2019.

Von André Wirsing

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