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Brandenburg/Havel Städtisches Klinikum wird ausgebaut
Lokales Brandenburg/Havel Städtisches Klinikum wird ausgebaut
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06:05 22.10.2016
Im Haus 2 des Klinikums soll kräftig investiert werden. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Noch sind nicht alle Projekte mit Zahlen unterlegt, doch bis zum Jahresende will Klinikumsgeschäftsführerin Gabriele Wolter dem Aufsichtsrat des städtischen Unternehmens einen Investitionsplan für die nächsten Jahre vorlegen. Weil das Krankenhaus in naher Zukunft weiter wachsen und sich auch spezialisieren will, sind dafür auch Um-, An- und Neubauten notwendig. „Wir bekommen dafür vom Land keine spezielle Investitionsförderung, sondern bestreiten die Ausgaben aus den höheren Pauschalzuweisungen“, sagt Gabriele Wolter.

Wenn das neue Gebäude mit Apotheke, Pathologie und Forschungslaboren hinter dem Zentrallabor steht, wird im Haus 2 neben der Rettungsstelle nach dem Auszug der Pathologen Platz. Dann wird die Rettungsstelle vergrößert und ergänzt um eine 24-Stunden-Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung. Hier sollen die Patienten mit Bagatellerkrankungen zuerst behandelt werden, erst bei schwerwiegendem Befund werden sie nach nebenan überwiesen. Das sorgt für Entlastung der Rettungsstelle von den leichteren Fällen.

Das Haus 8, in dem früher zwei internistische Stationen untergebracht waren, hat eine intakte Hülle. Deshalb beginnen in den kommenden Monaten die Haushandwerker mit dem Ausbau zur zentralen Verwaltung. Die sitzt mittlerweile verstreut auf vier Häuser in mehr als 20 Wohnungen – drei Häuser in der Hochstraße, eines nahe der Bergstraße. Begonnen wird in der oberen Etage mit dem Installieren neuer Elektro- und Netzwerkleitungen, mit dem Installieren von neuen Sanitäranlagen, nachdem die alten Nasszellen aus den Patientenzimmern herausgenommen und die Wände richtig verschoben worden sind. Anschließend steht natürlich eine Komplettrenovierung an. Das soll bis 2019 erledigt sein, im Erdgeschoss haben zwei Mitarbeiter des neuen Inneres-Chefarztes Stefan Lüth ihre medizinischen Forschungslabore, auch die noch recht neue Neuropathologin Anja Harder hat hier provisorisches Quartier.

Klinik-Chefin Gabriele Wolter Quelle: Privat

Derzeit ausgeschrieben hat das Klinikum erstmals eine Nephrologie-Chefarztstelle, verbunden mit der Universitätsprofessur an der Medizinischen Hochschule Brandenburg MHB. Bis zum kommenden Frühjahr soll ein geeigneter Bewerber für die Stelle in der Nierenheilkunde gefunden sein. „Es gibt bereits die ambulante Dialyse, wir wollen zusätzlich noch eine Dialysestation einrichten. Da muss noch untersucht werden, ob wir diese im Haus 1 oder 3 installieren“, sagt die Geschäftsführerin.

Veränderungen wird es auch in der Geburtsklinik geben, aufgrund steigender Neugeborenenzahlen wird ein vierter Kreißsaal benötigt. Dazu wird der bisherige Wehenraum umgebaut, der Wehenraum kommt an einen anderen Ort. Zudem wird es künftig einen Operationsraum für Not-Kaiserschnitte geben, damit die werdenden Mütter nicht erst in den großen OP-Trakt transportiert werden müssen. Die vorhandene Neonatologie, in der die Früh- und Neugeborenen medizinisch versorgt werden, bekommt noch als Ergänzung eine Art Mini-Intensivstation, in der die Babys unterkommen, die wegen Keimen zeitweilig isoliert werden müssen.

Für alle diese Vorhaben reichen die vorhandenen Räume nicht aus, deshalb gibt es die Idee, den Innenhof über der Rettungsstelle rings um das große Oberlicht ergänzend zu bebauen. Gabriele Wolter hat dazu auch schon wieder Kontakte zum Architekten Gautam Shastry vom renommierten Büro Heinle, Wischer & Partner aufleben lassen. Hier wurde das Haus 2 mit dem OP-Trakt entworfen, das Büro hat natürlich die Urheber- und Gestaltungsrechte - und muss natürlich bei allen Veränderungen auch gefragt werden.

„Es hat sich jedenfalls schon als segensreich erwiesen, dass das Büro eine Art von Modulbauweise ersonnen hat. So können wir künftig vielleicht auch als ,dritten Finger’ nach hinten einen kleinen Bettentrakt zusätzlich anbauen, falls wir Platzbedarf haben“, erzählt Gabriele Wolter. Denkbar sei beispielsweise, in jeder der drei Etagen des Hauses 2 zusätzliche zwölf bis 15 Patientenbetten unterzubringen, doch ist dies Zukunftsmusik.

Von André Wirsing

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