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Brandenburg/Havel Stahl-Stadion: Flutlichtmasten fallen endgültig
Lokales Brandenburg/Havel Stahl-Stadion: Flutlichtmasten fallen endgültig
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02:15 22.04.2017
Bisher von weitem sichtbar und irgendwie auch Wahrzeichen der Stadt: die Flutlichtmasten im Stadion am Quenz sollen fallen. Quelle: J. Steiner
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Brandenburg/H

Aus, aus, das Spiel ist aus! Die Mitglieder des Hauptausschusses haben am Dienstagabend das Schicksal der Flutlichtmasten im Stadion am Quenz faktisch besiegelt. Stimmt am kommenden Mittwoch auch eine Mehrheit der Stadtverordneten dem Wirtschaftsplan des kommunalen Immobilienbetriebes GLM fallen die 1988 aufgestellten Stahlkolosse während der Sommerferien, sagt GLM-Chefin Angelika Köhler.

„Es geht nur in diesem Zeitfenster, weil die Masten direkt auf den Platz fallen, der danach wieder hergerichtet werden muss.“ Zuvor müsse die 70.000 Euro teure Abrissaktion geplant werden. Die Statiker vom Büro Köber-Plan übernähmen nur noch bis Mai/Juni eine Standsicherheitsgarantie. Aufsteigen dürfe ohnehin aus Arbeitsschutzgründen keiner mehr im Inneren der Türme, die Stadt habe sich bei Reparaturen immer mit beauftragten Industriekletterern beholfen, sagt Bürgermeister Steffen Scheller (CDU).

An der Gesamtkonstruktion gebe es durchgehende Korrosionsschäden bis in die Mastspitzen, zudem sei der Boden rings um die Betonfundamente unzureichend verdichtet, so dass die Masten auch schwingen. Diese Mängel alle zu beheben, koste mehr als eine Viertelmillion Euro. Der gleiche Betrag sei noch einmal für das technische Aufrüsten der Masten mit zeitgemäßer Beleuchtungstechnik nötig. Seit zwei Jahren nunmehr werde die Diskussion um den Erhalt der Masten einigermaßen fruchtlos geführt, waren sich die Ausschussmitglieder am Ende einig, es gab keine Gegenstimmen.

Für den Erhalt hatte sich die Interessengemeinschaft „Freunde des Stahlstadions“ stark gemacht – Fans, Sportler und ehemalige Spieler sammelten insgesamt 22.000 Euro für den Verbleib der Stahltürme. Doch auch innerhalb des FC Stahl Brandenburg, der das Stadion am Quenz vornehmlich nutzt, gehen die Meinungen auseinander. Für den Spielbetrieb gebraucht werden die Flutlichtmasten nicht.

Alte Stadionbilder gesucht

Die legendären Flutlichtmasten im Brandenburger Stahl-Stadion sollen nun endgültig fallen. Damit verliert die Havelstadt ein Wahrzeichen.

Welche Erlebnisse verbinden Sie, liebe Leser, mit dem Stadion und der Flutlichtanlage? Haben Sie noch Fotos in Ihrem Familienalbum, die die Flutlichtanlage zeigen? Oder ein Fußballspiel im Stahlstadion?

Die MAZ sucht Erinnerungen an die Flutlichtanlage und ruft alle Leser auf, Fotos davon zuzuschicken.

Wer mitmachen möchte, sendet seine Fundstücke bitte digital an die Mail-Adresse brandenburg-stadt@maz-online de oder als Abzug an die Märkische Allgemeine, 14 776 Brandenburg an der Havel, Sankt-Annen-Straße 38. Viel Spaß beim Suchen und Kramen.

Beleuchtete Plätze gibt es bislang auf einem Nebenplatz des Quenzstadions, bei Empor am Turnerheim, bei Lok am Johannisburger Anger sowie die Kunstrasenanlage bei Borussia an der Massowburg. Nun soll ein weiterer hinzukommen.

Für ein Beleuchten des Sportplatzes an der Freiherr-von-Thüngen-Straße unweit des Süd-Stadions macht sich seit geraumer Zeit der Jugendförderverein Havelstadt Brandenburg stark. Der JFV wurde am 12. Mai 2014 gegründet. Darin haben sich die Fußballvereine BSC Süd 05, Borussia Brandenburg, Empor Brandenburg, Grün-Weiß Klein Kreutz und Alemania Fohrde zusammengeschlossen, um die Aktivitäten für den Fußball-Nachwuchs in der Stadt Brandenburg an der Havel zu bündeln.

„Die Lichtberechnungen stehen genauso wie die technischen Parameter und die Planungen, wir warten nur noch auf eine Finanzierungszusage“, sagt Peter Janeck, Vereinschef bei Süd 05. Die Zusage hat Scheller am Dienstag gegeben: „Wir beteiligen uns zu 50 Prozent an den Kosten, unser Anteil liegt bei 21.000 Euro.“ Der Rest solle über Sponsoren aufgetrieben werden. Die seien bereits gefunden: Edis, Elektroservice Brandenburg, wahrscheinlich die Stadtwerke sowie weitere Sponsoren vom BSC Süd 05, sagt Janeck. Einige beteiligen sich mit Geld, andere mit Know-how beziehungsweise Arbeitsleistungen. Zudem wollen die Sportler selbst mit Hand anlegen, beispielsweise beim Schachten.

Bereits im vergangenen November hatte der Jugendförderverein seine Ideen bei der Chefin des Amtes für Schule und Sport, Viola Cohnen, vorgestellt und war auf offene Ohren gestoßen. Sie hatte zugesagt, mit Scheller über eine kommunale Beteiligung an den Kosten für das Projekt zu verhandeln, berichtet Stadtsportbund-Chef Werner Jumpertz. Offensichtlich erfolgreich, sonst hätte Scheller nicht seine Finanzzusage abgegeben.

„Wir warten nun auf die schriftliche Bestätigung, dann können wir loslegen“, sagt Janeck. Ziel sei es, die Anlage bis Ende September in Betrieb zu nehmen, damit in der dunklen Jahreszeit der Platz auch am späten Nachmittag und abends genutzt werden könne. „Wir möchten auch gern mit der Stadt noch über ein Folgethema verhandeln. Wir engagieren uns als Jugendförderverein und als Süd-Verein, stecken Geld und Leistungen in das Projekt. Da muss es künftig auch Regeln geben, wer den Platz zu welchen Zeiten benutzen darf. Wir wollen ihn lange erhalten.

Von André Wirsing

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