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Brandenburg/Havel Starker Regen verhinderte Bronzegießen
Lokales Brandenburg/Havel Starker Regen verhinderte Bronzegießen
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14:49 18.09.2016
Die Teilnehmer des Symposiums ließen sich die Laune vom schlechten Wetter nicht verderben. Quelle: Silvia Zimmermann
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Ziesar

Die Leichtigkeit der flüssigen Bronze sollte am Sonnabend bei der Auftaktveranstaltung des Kunstgießersymposiums „El Vudo de Bronce – Flug der Bronze“ in Ziesar der Öffentlichkeit gezeigt werden. Bei einem Schaugießen sollte demonstriert werden, wie leicht die flüssige Bronze aus dem Schmelztiegel in die Reliefform fliest und dabei etwas Neues entsteht – doch daraus wurde nichts. Der Künstler Klaus Cenkier hatte die Demonstration wegen des stark anhaltenden Regens abgesagt. „Ein Tropfen Wasser genügt und die Bronze nimmt ihren eigenen Weg, die Form wäre zerstört“, gab er zu verstehen.

Verschiedene Künstler aus unterschiedlichen Ländern und Nationen trafen am Sonnabendmittag dennoch in der Aula der Oberschule Ziesar ein und gaben den Auftakt zum Kunstgießersymposium. Angereist waren etwa aus Spanien Fanny Galera sowie aus Kuba Alberto und Alexandro Lescay. Aus Deutschland beteiligen sich Anna Franziska Schwarzbach und Rudolf Borkenhagen. Sie alle sind engagierte und erfolgreiche Bildhauer sowie Künstler, die sich bereits mit vielen Exponaten einen Namen gemacht haben.

Inspiration in Form einer Stadtführung durch Ziesar

Der Ideengeber und Organisator des Symposiums, Klaus Cenkier, stammt aus Köpernitz. Cenkier absolvierte von 1972 bis 1975 eine Ausbildung als Hüttenwerker im Stahl- und Walzwerk Brandenburg. Seit 1991 ist er als Kunstgießer und Bildhauer selbstständig tätig. „Unser Kunstgießerprojekt entstand bereits 2003 und wir suchten immer wieder neue Orte, an denen wir unsere Ideen umsetzen konnten“, so Klaus Cenkier. Dabei gebe es keine Vorlagen, vielmehr lasse man sich von den jeweiligen Orten inspirieren. „Die Künstler aus den unterschiedlichen Ländern arbeiten ihre Ideen von Freiheit und Leichtigkeit in die Objekte mit ein.“ Für die Durchführung des Bildhauer- und Kunstgießersymposiums konnte Cenkier wurde die Stadt Ziesar gewinnen.

Bei einer Stadtführung ließen sich die Teilnehmer des Symposiums inspirieren. Quelle: Silvia Zimmermann

Mit den 16 in die Erde gelassenen Reliefs, die im Rahmen des Symposiums entstehen, bekommt Ziesar im historischen Stadtkern eine Galerie unter freiem Himmel. Bevor die Reliefs aber in den nächsten Tagen in der Werkstatt von Klaus Cenkier hergestellt werden, holten sich die Künstler bei einem Stadtrundgang Anregungen für die entstehenden Motive. Hartmut Eberling führte die Gruppe durch Ziesar und gab Ausführungen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

„Ziesar ist eine über 1000 Jahre alte Stadt mit vielen engagierten Menschen und Vereinen, mit historischen Ereignissen und Baudenkmälern und einer herrlichen Landschaft“, drückte Bürgermeister Dieter Sehm gegenüber den Gästen aus. Die Motive für die Reliefs werden die Künstler in den nächsten Tagen entwerfen. „Ein Großteil der Formen zum Gießen der Reliefs werden in Sand geformt und können nur einmal benutzt werden“, gab Klaus Cenkier zu verstehen. Eine feierliche Übergabe der 40 mal 40 Zentimeter großen Reliefs an die Stadt Ziesar ist für den 3. Oktober vorgesehen.

Von Silvia Zimmemann

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