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Startschuss für Vier-Sterne-Hotel

Brandenburg an der Havel Startschuss für Vier-Sterne-Hotel

Die Verträge sind unter Dach und fach: Brandenburg an der Havel bekommt ein neues Vier-Sterne-Hotel, dass den Namen Nobel-Herberge durchaus verdient. Die bislang als Gertrude-Piter-Villa bekannte, denkmalgeschützte Villa in der Neuendorfer Straße ist samt Gartenanwesen an die Denkmal Invest Brandenburg GmbH verkauft worden. Jetzt wird saniert: 2020 können die Gäste kommen.

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Ein Hotel der Oberklasse soll bis 2020 aus dieser Villa werden.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Die Verträge sind unter Dach und fach: Brandenburg an der Havel bekommt ein neues Vier-Sterne-Hotel, dass den Namen Nobel-Herberge durchaus verdient. Die bislang als Gertrude-Piter-Villa bekannte, denkmalgeschützte Villa in der Neuendorfer Straße ist samt Gartenanwesen an die Denkmal Invest Brandenburg GmbH & Co. Villa Krüger KG verkauft. Nach jahrelangem Leerstand und schwierigen, denkmalschutzrechtlichen Sanierungsauflagen wurde mit dem Hotel und in intensiver Abstimmung zwischen dem Investor, dem Denkmalschutz und dem Planungsbüro Krekeler ein passendes Nutzungskonzept gefunden: Die ehemalige Tuchfabrikantenvilla aus dem Jahre 1910 soll vollständig denkmalkonform saniert und in ein kleines Boutique-Hotel & Restaurant umgewandelt werden. Der historische Saalanbau wird für Hochzeitsfeste, Feierlichkeiten und Tagungen zur Verfügung stehen. Benannt nach dem Bauherrn und Brandenburger Tuchfabrikanten Julius Krüger, soll das künftige 4-Sterne-Hotel „Villa Krüger“ das städtische Tourismus-Angebot in Brandenburg an der Havel um ein individuelles, markantes und Sterne-klassifiziertes Hotel-Angebot ergänzen.

19 Hotelzimmer & Suiten der Oberklasse

Im Erdgeschoss des Hauses sind öffentliche Gastronomieräume mit Kaminbar und Restaurant geplant. Dank des direkten Zugangs von der Havelpromenade aus können Spaziergänger künftig auch auf der Gartenterrasse vorm Haus einkehren und das lauschige Plätzchen im Park mitten in der Stadt genießen. 19 Hotelzimmer & Suiten sollen im Obergeschoss und Dachgeschoss sowie im ehemaligen Anbau des Wirtschaftstrakts entstehen. Ergänzt wird das Hotelangebot durch ein hoteleigenes Spa mit Sauna- und Entspannungsbereich. Geplant sind außerdem ein Hotelparkplatz im Einfahrtsbereich des Anwesens sowie ein hoteleigener Fahrradverleih und eine Bootsanlegestelle an der Havel für Besucher und Gäste.

Schwierige Nachkriegsgeschichte als NKWD-Gefängnis

Bauherr Julius Krüger war ein großer Kunstliebhaber und entsprechend wird sich auch das Hotelkonzept der Villa präsentieren: Kunst, Kultur, kulinarische Genüsse sowie der Tuchmacherursprung stehen im Mittelpunkt. Geplant sind kulturelle Veranstaltungen, Kunstausstellungen, Pianoabende, Literaturlesungen. Neues Leben soll die alten Gemäuer dieses historischen Brandenburger Hauses erfüllen, das von seiner schwierigen Nachkriegsgeschichte als Gefängnis des sowjetischen Geheimpolizei (NKWD) geplagt, später als Kindertagesstätte genutzt und anschließend allzu lange mitten in der Stadt im Dornröschenschlaf lag. Mit diesem traditionsreichen Bau- und Gartendenkmal soll eine weitere attraktive Sehenswürdigkeit an der Havel entstehen, die nicht nur Touristen sondern auch Brandenburgern offen steht und eine denkmalwürdige Kulisse für gesellige Runden, Hochzeitsfeste, private und geschäftliche Veranstaltungen bietet.

Erfahrene Investoren

Die Käufer des Anwesens verfügen über Erfahrung in der Entwicklung von Immobilienprojekten. In Brandenburg an der Havel haben Sie bereits im historischen „Maerckerviertel“ durch umfangreiche denkmalschutzrechtliche Sanierung am Baebenrothufer sowie in der Reimer- und Maerckerstraße mieterfreundlichen Wohnraum geschaffen. Dank der Zusammenarbeit mit dem renommierten Brandenburger Architekturbüro Krekeler Generalplaner GmbH werde die Villa Krüger an der Havel in neuem Glanz erstrahlen und das Boutique-Hotel & Restaurant voraussichtlich im Jahre 2020 die Pforten für seine Gäste öffnen, teilt Anja Dickmann vom Projektmanagment der „Denkmal Invest“ mit.

Wie der Architekt Achim krekeler auf Nachfrage sagte, werde das Hotel „in einem Segment hochwertig und edel sein“, das es in Brandenburg noch nicht gäbe. Krekeler lobte den Investor für dessen unbedingten Willen, das Denkmal zu erhalten. Über das Investvolumen hüllt man sich bisher in Schweigen. Es dürfte allerdings bei vier Millionen Euro liegen.

Von Benno Rougk

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