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Brandenburg/Havel StattKabarett sorgt in Brandenburg für Lacher
Lokales Brandenburg/Havel StattKabarett sorgt in Brandenburg für Lacher
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19:57 25.04.2016
Michelle Schmidt und Steffan Drotleff im Brandenburger Fonte. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

StattKabarett pur zweieinhalb Stunden lang nonstop. Das erfordert Kondition vom Publikum. Zumal die Luft im voll besetzten Gelben Salon des Fontane Klubs im Laufe des Freitagabends immer dicker wurde. Doch alle hielten eisern durch. Bis auf eine Zuschauerin. Die ging nach knapp zwei Stunden. Michelle Schmidt ist nur knapp einer Katastrophe entgangen. Kaum hatte sie sich beim Schlussapplaus zweimal verbeugt, da rannte sie auch schon wie von Furien gehetzt in Richtung Klo. „Für Michelle war es schwer, sie konnte es kaum noch anhalten“, lästerte derweil Kollege Steffan Drotleff. „Naja, da hatte sie wenigstens etwas Spannung auf der Bühne.“

Das Brandenburger Kabarett-Duo hatte es nicht leicht mit dem neuen Programm. Das zumindest verriet Drotleff zur Begrüßung. Es sei nicht einfach gewesen, Texte mit zündenden Gags zu schreiben, wenn man sich der großen Politik zuwendet. Gut, es war vielleicht nicht alles so ein Brüller wie der Auftritt von Achmed (alias Drotleff). Der Mann will eine Partei gründen. PIA soll sie heißen, Partei der Integrierten Ausländer. PIA will Deutschkurse für Sachsen einführen. Denn PIA will auch die Ostmenschen integrieren. Die seien schlimmer dran als die Syrer. Warum? „Anders als die Syrer können die nicht irgendwann zurück in ihre alte Heimat.“

Alles in allem gibt es viel zu lachen im Kabarettprogramm „Staat-klar“ von Michelle Schmidt und Stefan Drotleff. Neben eigenen Videoclips – beispielsweise eine gelungene Reprise der Ratesendung „Dingsda“ - haben sie sich per Videoclip Unterstützung geholt bei erfolgreichen Kabarettprofis. Ein kluger Schachzug. Carolin Kebekus singt ein herrliches Spottlied auf Nazis und Co.: „Wie blöd du bist“, Und Oliver Kalkofe erklärt noch einmal die causa Böhmermann und warum alle nicht verstanden haben, wie genial seine Satire eigentlich war.

Herrlich forsch und energisch tritt Michelle Schmidt auf bei ihrem Vortrag des Gedichts „Der Staatsbeamte“ von Georg Kreisler. Man hätte den Text auch das „Lied vom Arschkriechen“ nennen können. Denn indem er geschmeidig in so viele Politärsche wie möglich kriecht, beweist der Staatsbeamte seine Befähigung für das Amt. Ein Schelm, wer da etwa an Merkel und Erdogan denkt.

Doch der forsche Auftritt von Michelle Schmidt hat Drotleff nicht gefallen. Sie solle den Text erotischer und mit mehr Sexappeal vortragen, verlangt er. Schon sitzt sie im Spagettiträger-Hemdchen auf der Bühne, eine Pelzstola lasziv um die Schultern drapiert und rezitiert Kreisler „Wir sind alle Terroristen“. Der Kontrast zwischen dem Text und dem, was die Zuschauer auf der Bühne zu sehen bekommen, könnte größer nicht sein. „Weißt du, was das heißt: Polizeipräsident?“ sagt Michelle, räkelt sich dabei und stöhnt. „Weißt du, was das heißt: Infanterieregiment?“ Ihr Stöhnen wird heftiger, lustvoller. „Was das heißt Kommissar, Kabinett oder Bundeskanzler?“ In Zuckungen windet sie sich. Der Kopf pendelt hin und her. Sie bäumt sich auf, explodiert schwer atmend und schreit: „Macht heißt es!“ Der berühmte Orgasmus von Meg Ryan im Film „Harry und Sally“ ist Blümchensex im Vergleich mit diesem Höhepunkt von Michelle Schmidt. Kaum zu glauben, dass das dieselbe Frau ist, die wenig später als Doofchen-Hausfrau Zinschmann mit ihrem drögen Gatten im trauten Heim auf dem Sofa sitzt.

Von Ann Brünink

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