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Brandenburg/Havel Stau zwischen Autobahn und Neuschmerzke
Lokales Brandenburg/Havel Stau zwischen Autobahn und Neuschmerzke
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13:53 21.11.2017
Wohl dem, der mit dem Fahrrad unterwegs ist. Am Montagvormittag staut sich der Verkehr auf der B 102 kilometerlang von der Autobahnabfahrt Brandenburg/Havel bis Neuschmerzke. Quelle: Jürgen Lauterbach
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Brandenburg/H

Geduld braucht am Montagvormittag, wer auf der B 102 von der Autobahnabfahrt über Paterdamm und Schmerzke nach Brandenburg/Havel fahren möchte. Bis zu zwei Stunden lang stehen Auto- und Lkw-Fahrer wegen der Baustelle seit den Vormittagsstunden im Stau. Überlandbusse können ihren Fahrplan nicht einhalten. Die ungünstige Ampelschaltung verhindert ein schnelleres Vorankommen.

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Der Verkehr auf der B 102 staut sich kilometerlang von der Autobahnabfahrt Brandenburg/Havel bis Neuschmerzke.

Der Stau reicht zurück bis zur Autobahn“, berichtet Uwe Stolz aus Bernau, der gegen 12 Uhr nach rund zwei Stunden Im-Stau-Stehen endlich die rote Baustellenampel kurz hinter Schmerzke erreicht hat. Im Unterschied zu anderen bleibt er ruhig. Er wolle in Brandenburg sein Leasingauto zurückgeben und habe das Autohaus über seine staubedingte Verspätung informiert.

Stau auf der Bundesstraße: Bauarbeiten an der B 102 vor Brandenburg an der Havel behindern massiv den Verkehr von und zur Autobahn 2. Quelle: Hannah Suppa

Wie angekündigt, lässt der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg den Autobahnzubringer B 102 im Abschnitt zwischen Neuschmerzke (Einmündung Prötzelweg) und Schmerzke vom 20. November bis voraussichtlich 1. Dezember auf einer Länge von 1,7 Kilometern sanieren. Dazu wird die Fahrbahndecke abschnittsweise abgefräst und eine neue Deckschicht aufgebracht.

Der Verkehr aus Richtung Autobahnabfahrt/Paterdamm ist bei der halbseitigen 600 Meter langen Sperrung am Montagvormittag ärmer dran als die Gegenrichtung. Die Grünphase stadteinwärts ist deutlich kürzer als diejenige stadtauswärts. Die Baustellenampeln, die so einzustellen sind, dass sie das jeweilige Verkehrsaufkommen berücksichtigen, funktionieren an diesem Vormittag nicht.

Baufahrzeuge rangieren während der Grünphase, die Autofahrer müssen weiter Geduld aufbringen. Quelle: Jürgen Lauterbach

Daher hat die Firma weniger schlaue Ersatzampeln aufgestellt, an denen sich die Grün- und Rotphasen nicht steuern lassen. Das Ergebnis: Etwa 45 Sekunden Grün für den Verkehr stadteinwärts, dann fast fünf Minuten warten auf die nächste Grünphase, dann wieder 45 Sekunden Grün, die gerade einmal für etwa 13 bis 17 Fahrzeuge reichen.

Läuft es schlecht, wie gegen kurz vor 12 Uhr, kommt kein einzige Auto durch, weil gerade die Baufahrzeuge auf dem etwa 600 Meter langen Stück rangieren. Gegen 10 Uhr reicht der Rückstau bis Paterdamm, zwei Stunden später bereits bis zur Autobahnabfahrt. Welcher Stau entsteht, wenn alle sechs Minuten maximal 17 Fahrzeuge passieren, kann man sich leicht vorstellen

Wer die Stadt verlassen wird, ist besser dran. Die Grünphase ist länger, der Verkehr geringer, der Rückstau daher nicht so erheblich.

Stau auf der Bundesstraße 102. Quelle: Hannah Suppa

Bernd Huhn aus Brück wusste von der Bauarbeiten und hat sich auf eine halbstündige Verzögerung eingerichtet. Doch aus der halben Stunden sind inzwischen gut anderthalb Stunden geworden. Zum Glück hatte er im Gegensatz zu Simone Ruhwald keinen dringenden Termin.

Die Autofahrerin aus Cottbus steht seit zwei Stunden in der langen Schlange vor Brandenburg/Havel. Sie wollte von 10 bis 15 Uhr an einer Veranstaltung an der Technischen Hochschule teilnehmen. „Im Auto ist es warm, ich habe Musik und vielleicht schaffe ich es ja noch zum Mittagessen“, sagt sie mit etwas Galgenhumor.

Die städtische Straßenverkehrsbehörde und der Landesbetrieb Straßenwesen möchten wegen fehlender Zuständigkeit keine Bilanz des ersten Baustellen- und Stautages ziehen. Verwiesen wird auf die für die Verkehrssicherung zuständige Firma Dräger.

„Es hat ein bisschen Durcheinander gegeben“, räumt Firmenchef Klaus Dräger ein. Nach Mittag habe sich die Lage aber entspannt, weil die Ampel stadteinwärts 80 Sekunden lang grün gezeigt habe.

Auch am Dienstag soll es besser laufen. Wer in Paterdamm schon im Stau steht, könnte überlegen umzudrehen, zurück auf die Autobahn Richtung Magdeburg zu fahren und über die Ausfahrt Wollin, Grüningen und Wilhelmsdorf die Stadt Brandenburg zu erreichen. Das klappte am Montagvormittag gut, 20 Minuten Zeitverzögerung sind immer noch besser als bis zu zwei Stunden.

Von Jürgen Lauterbach

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