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Steampunk: Roland vor Luftkraken geschützt

Spaßaktion in Brandenburg an der Havel Steampunk: Roland vor Luftkraken geschützt

Fünf Freunde der Steampunk-Kultur haben am Donnerstagnachmittag auf dem Altstädtischen Markt in Brandenburg an der Havel für Aufsehen gesorgt. Schützend stellten sie sich vor die Roland-Statue und schauten bangen Blicks gen Himmel. Ungeheuerlich, was kommen sollte.

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Benjamin Krüger, Kirsten Winner, Melanie Sternitzke, Sarah Greshake und Andreas Schmidt (von links) schützen den Roland vor Attacken aus der Luft.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg/H. Brandenburgs Roland hat eine Menge überstanden, Revolutionäre, das Lager in Wendgräben, Unwetter. Am Donnerstagnachmittag jedoch drohte Gefahr von allerhöchster Stelle. Dies war der Luftkrakentag, der Tag, an dem die Luftkraken ihre Gefilde von mehr als zehn Kilometern Höhe verlassen und sich auf die Erde stürzen. Um Jagd auf Menschen und andere Beute zu machen. Doch ein Trupp von fünf verwegenen Frauen und Männern sah der Gefahr kühn ins Auge. Sie sind Freunde der Steampunk-Kultur, in der der 17. März als internationaler „Airkrakenday“ seit 2007 zelebriert wird.

Das Ereignis geht zurück auf einen Roman von Arthur Conan Doyle. Der Mann, der mit Sherlock Holmes berühmt wurde, verfasste 1913 einen Science Fiction. Bei einem Flug in die Gefilde oberhalb von zehn Kilometern entdeckt der Pilot einen Dschungel voller ungeheurer Wesen, darunter riesige Schlangen und Kraken. Die gestrige Aktion hatte Benjamin Krüger aus Brandenburg organisiert. Seine Mitstreiter kamen eigens aus Bremen, Halle und Leipzig.

Die Spaßaktion hatte 2007 in Großbritannien ihren Anfang genommen. „Von dort ist es auch andere Länder übergeschwappt“, erzählt Benjamin Krüger. Ob es eines Tages britische Ausmaße mit Festivals und unzähligen Gästen annimmt? „Wer weiß das schon?“, sagt der junge Brandenburger.

Benjamin Krüger, Melanie Sternitzke, Kirsten Winner, Andreas Schmidt und  Sarah Greshake (von links) legen an der alten Kaserne in der Klosterst

Benjamin Krüger, Melanie Sternitzke, Kirsten Winner, Andreas Schmidt und Sarah Greshake (von links) legen an der alten Kaserne in der Klosterstraße einen Kranz für Julius von Voß nieder, den Autoren des ersten Science Fiction der Welt.

Quelle: Heiko Hesse

Schließlich führte er seine Mitstreiter noch um die Ecke zur alten Kaserne in der Klosterstraße – um Julius von Voß die Ehre zu erweisen. Von Voß hatte im Jahre 1810 den ersten Science Fiction der Welt verfasst. Da er als Sohn eines Soldaten in Brandenburg an der Havel geboren ist, diente die alte Kaserne als Kulisse für die kleine Kranzniederlegung.

Von Heiko Hesse

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