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Brandenburg/Havel Scheller gewann jedes einzelne Wahllokal
Lokales Brandenburg/Havel Scheller gewann jedes einzelne Wahllokal
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11:26 28.02.2018
Scheller gelang eine klarer Durchmarsch. Quelle: Walter Paaschen
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Brandenburg/H

Das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Brandenburg/Havel am 25. Februar spricht eine klare Sprache: Die wählenden Brandenburger sind in ihrer großer Mehrheit mit der Politik im Rathaus zufrieden, die niemand besser verkörpert als der siegreiche christdemokratische Bürgermeister Steffen Scheller.

In keinem der Orts- und Stadtteile ist aus dem Ergebnis so etwas wie eine Wechselstimmung herauszulesen. Selbst in einstigen Hochburgen der SPD und der Linken in Hohenstücken und auf dem Görden ist deren Kandidat weit abgeschlagen und liegt kaum besser als andernorts in der Stadt.

In jedem vierten Wahllokal holt Scheller mehr als 70 Prozent

Als vorläufiges Endergebnis bestätigt die stellvertretende Wahlleiterin Viola Niemann am Montag folgende Stimmenverteilung. Bei einer Wahlbeteiligung von 40,3 Prozent holt Steffen Scheller (48) 16.111 Stimmen, das sind 66,6 Prozent und damit fast genau doppelt so viele wie sein Gegenkandidat.

Zum Nachlesen:
Das war der Wahlsonntag in Brandenburg

Der parteilose Jan van Lessen (62), den SPD, Linke und Grüne unterstützt haben, kommt bei 8080 Stimmen auf 33,4 Prozent.

Wahlergebnisse in den Stadt- und Ortsteilen

Dom: 70,3 Prozent für Steffen Scheller, 29,7 Prozent für Jan van Lessen, Wahlbeteiligung: 44,8 Prozent.

Altstadt: 63,2 Prozent für Scheller, 36,8 Prozent van Lessen, Wahlbeteiligung: 30,0 Prozent.

Neustadt. 67,2 Prozent für Scheller, 32,8 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 37,8 Prozent.

Hohenstücken: 69,6 Prozent für Scheller, 30,4 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 24,9 Prozent.

Görden: 68,7 Prozent für Scheller, 31,3 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 32,7 Prozent.

Nord: 69,0 Prozent für Scheller, 31,0 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 35,7 Prozent.

Kirchmöser: 64,2 Prozent für Scheller, 35,8 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 42,5 Prozent.

Plaue: 61,7 Prozent für Scheller, 38,3 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 33,3 Prozent.

Klein Kreutz: 78,5 Prozent für Scheller, 21,5 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 48,9 Prozent.

Gollwitz: 60,7 Prozent für Scheller, 39,3 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 45,8 Prozent.

Wust: 61,2 Prozent für Scheller, 38,8 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 37,0 Prozent.

Schmerzke: 66,7 Prozent für Scheller, 33,3 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 42,8 Prozent.

Göttin: 76,3 Prozent für Scheller, 23,7 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 49,9 Prozent.

Mahlenzien: 80,6 Prozent Steffen Scheller, 19,4 Prozent für van Lessen, Wahlbeteiligung: 59,6 Prozent.

Der eindeutige Sieger setzte sich im gesamten Stadtgebiet durch, zumeist sogar sehr deutlich. Steffen Scheller hat die Wahl in jedem der mehr als 70 Wahlbezirke gewonnen, fast immer klar.

In einem Wahllokal, nämlich in Mahlenzien, erreicht er mehr als 80 Prozent der Stimmen. In weiteren 18 Wahllokalen liegt Schellers Stimmenanteil immerhin jenseits der 70 Prozent.

In diesem Wahllokal in der Evangelischen Grundschule stimmten 403 Wahlberechtigte für Scheller und 151 für van Lessen. Quelle: Jacqueline Steiner

Selbst im Packhof-Stammland schafft van Lessen keine Mehrheit

Nur zwei Wahllokale standen, wenn man so will, auf der Kippe. In einem der drei Wahllokale, die sich in der Nicolaischule befanden, hat Jan van Lessen sein bestes Ergebnis eingefahren, eine knappe Niederlage mit 49,4 Prozent auf seiner Seite. Das entsprechende Wahllokal deckt das Gebiet in der Altstadt im Bereich Marienberg, Nicolaiplatz, Getrud-Piter-Platz ab.

Dem früheren Sprecher der Bürgerinitiative Packhofgelände hätte man zugetraut, Mehrheiten zumindest entlang des Packhofgeländes zu holen. Doch das ist van Lessen nicht gelungen. Am knappsten dran ist er einem der Curie-Schule-Wahlbezirke, wo 48,4 Prozent der Wähler für ihn stimmten.

Doch selbst im Kerngebiet der Bürgerinitiative mit den Straßen Eichamtstraße, Hammerstraße, Hauptstraße, Molkenmarkt, Mühlendamm, Neustädtische Fischerstraße, Neustädtische Fischerstraße, Neustädtischer Markt, Packhofstraße und Teilen der Sankt-Annen-Straße holte Scheller mehr Wählerstimmen als van Lessen.

Der Rechtsanwalt aus Havelsee überzeugt nur in acht der gut 70 Wahlbezirke mehr als 40 Prozent der Wähler. Auch auf der Eigenen Scholle im Wahlbezirk Krugparkschule, wo sich van Lessen im Wahlkampf durchaus viel Mühe gegeben hat, reicht es nur zu gut 27 Prozent.

Wahlbeteiligung schwankt zwischen 17 und 60 Prozent

Die Wahlbeteiligung ist diesmal mit gut 40 Prozent zwar höher bei Landratswahlen, jedoch unterm Strich enttäuschend. Am höchsten ist sie im kleinen Mahelnzien, wo 62 der 104 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben, was einer Quote von knapp 60 Prozent entspricht.

>>Neustart in der SVV: Die Fraktionen sind offen

Auf der anderen Seite gibt es Wahllokale auf dem Görden, in denen die Wahlbeteiligung sogar unter 20 Prozent rutscht. Das trifft zu auf den Wahlbezirk, in dem unter anderem die Straßen Anton Saefkow-Allee, Klinikallee und Max-Josef-Metzger-Straße liegen.

Dort befinden sich die JVA Brandenburg mit dem geschlossenen und dem offenen Vollzug sowie das Asklepios-Fachklinikum mitsamt der Gerichtspsychiatrie. In diesem Wahllokal haben nur 122 von 710 Wahlberechtigten (17,2 Prozent) ihre Stimme abgegeben.

Ähnlich schlecht ist die Quote in einem Teil des Komponistenviertels auf dem Görden. Rund um Brahmsstraße, Gördenallee, Haydnstraße, Bachstraße, Johann-Strauß-Straße haben nur 18,5 Prozent (182 von 985 Wahlberechtigten) ihr Kreuz gemacht.

Von Jürgen Lauterbach

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