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Sternsinger im Auftrag des Herrn unterwegs

Brandenburg an der Havel Sternsinger im Auftrag des Herrn unterwegs

Am Sonntag haben sich die 13 Sternsingergruppen der Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit in der katholischen Kirche versammelt um die diesjährige Sternsinger-Aktion zu beenden. In 400 Haushalten, Einrichtungen und Firmen sind die Kinder in den zurückliegenden Tagen gewesen, haben die frohe Botschaft verkündet und für Bedürftige mehr als 10 000 Euro gesammelt.

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Die Sternsinger beim Gottesdienst in der Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Brandenburg an der Havel beendeten am Sonntag die diesjährige Aktion.

Quelle: Rüdiger Böhme

Brandenburg/H . Es seien die Sternsinger, an denen sich die katholischen Christen in allen Gemeinden ein Beispiel nehmen könnten, sagt Pfarrer Matthias Patzelt am Sonntag in seinem Gottesdienst.

Denn die Kinder und Jugendliche, die stets nach Weihnachten mit der Mission, die Botschaft von der Geburt Jesu in die Welt zu tragen, durch die Wohnungen, Einrichtungen und Firmen der Region ziehen, würden sich nicht scheuen, ihren Glauben bekennen und zur zeigen: Sie gehören zur Kirche und zu Jesus.

Am Sonntag sind die 13 Gruppen mit zumeist fünf Kindern und Jugendlichen von ihrem Dienst auf den Straßen der Stadt, der Gemeinde Lehnin und den Dörfern rund um Pritzerbe zum Abschlussgottesdienst in die katholische Kirche in der Neustädtischen Heidestraße zurück gekehrt. Sie waren, als Heilige drei Könige verkleidet, fleißig unterwegs. Sie haben als Caspar, Melchior und Balthasar den Segen C+M+B 2018 in die Häuser getragen. Die Anfangsbuchstaben C, M und B stehen als Abkürzung der lateinischen Segens „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“).

Etwa 400 Besuche – darunter auch bei der Märkischen Allgemeinen – wurden absolviert. Die Kinder erzählten die Gesichte der Könige, die dem Stern folgen, der sie zur Krippe führt. Sie singen Lieder und sie bitten um Unterstützung. 2018 gehen die Spenden an Organisationen, die Kinderarmut in Indien bekämpfen, wo Fünfjährige schon helfen müssen, Familien zu ernähren, erzählt Sternsinger Sebastian (12).

Noch sind nicht alle Spendenbüchsen in der Neustädtischen Heidestraße ausgezählt worden. Doch es sind über 10 000 Euro, sagt Matthias Patzelt. Man sieht dem Pfarrer an, dass er stolz ist auf das, was Gruppenleiter und Sternsinger immer wieder leisten. Eindrücklich warnt er in der Predigt davor, dass die katholische Kirche in Vergessenheit gerate. Die Kirche werde in Deutschland, Österreich und der Schweiz in wenigen Jahren kaum noch wahrnehmbar sein, wenn sie sich nicht ändere, sagt Patzelt. Der Theologe, den seine Gemeinde dem konservativen Flügel zurechnet, stellt sich nachdrücklich in der Predigt hinter Papst Franziskus, der die Erosion der Kirche in Europa – anders als im Rest der Welt – beklagt und eine Neuausrichtung fordert.

Jahrzehntelange Debatten, bei denen Christen sich bekämpfen, hätten nichts gebracht, sagt Patzelt. Er begrüße die „Mission Manifest“, bei dem das Erzbistum Berlin zu den Erstunterzeichnern gehöre. Die Mission Manifest soll ein „Comeback der Kirche“ einläuten und ist Samstag in Augsburg vorgestellt worden. Dort haben sich mehr als 80 katholische Gemeinschaften und Initiativen mit Rückendeckung des Vatikans verpflichtet, „ein Feuer der Mission in der katholischen Kirche zu entfachen.“

Von Benno Rougk

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