Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Steter Tropfen steigert die Stimmung

Herbstmarkt in Altbensdorf Steter Tropfen steigert die Stimmung

Wer am Vorabend des Tages der Einheit in die Altbensdorfer Ortsmitte gelangte, dem entgingen nicht die schmissigen Klänge der Bläser. Sie drangen aus dem Biergarten der Gaststätte, in dem die Jagdhornbläser vom Alten Kanal Woltersdorf zu einem Oktoberfest aufspielten. Bier und Schmalzstullen wurden gereicht.

Voriger Artikel
Offene Bühne für Brandenburger Dichter
Nächster Artikel
Wenn eine Brücke auch ohne Fluss funktioniert

Ute Neugebauer setzt ihre Ideen in Ton um. Besucherinnen mit Regenschirm waren klar im Vorteil.

Quelle: Jürgen Krumnow

Altbensdorf. Wer am Vorabend des Tages der Einheit in die Altbensdorfer Ortsmitte gelangte, dem entgingen nicht die schmissigen Klänge der Bläser. Sie drangen aus dem Biergarten der Gaststätte, in dem die Jagdhornbläser vom Alten Kanal Woltersdorf zu einem Oktoberfest aufspielten. Bier und Schmalzstullen wurden gereicht.

Die Stimmung ist prächtig, unter dem schützenden Zelt nicht getrübt vom strömenden Regen. Anders auf dem wenige Schritte gegenüber auf der Wiese vor dem Bürgergemeinschaftshaus, auf dem noch vor der Mittagsstunde ein Herbstmarkt beginnt.

Dessen Organisatoren, die Frauen und Männer des Familienzentrums Wusterwitz, müssen sich angesichts der trüben Wetterlage in Geduld üben. Den zunächst wenigen Besuchern tropft an den Ständen Wasser in den Kragen, wenn sie nicht mit einem Schirm vorgesorgt haben.

Aber im Karree mit den zehn Ständen, in dessen Mitte eine große mit Blumen und Maiskolben geschmückte Milchkanne steht, herrscht dennoch keine trübselige Stimmung. „Wer jetzt kommt, ist immer der erste am Stand“, sagt Christoph Behling vom Skuddenhof Weseram, den er mit seiner Frau Katja als Hobby pflegt. Die Behlings bieten Produkte aus Schafwolle an.

Neben selbst abgefüllten Säften, Häkeleien, Strickwaren, Honig oder Kuchen fällt auch der Stand der Keramikerin Ute Neugebauer auf. Die in Ton gebrannten Ideen nennt Ute Neugebauer zu Recht: „Die etwas andere Keramik“. Beeindruckend die Vielfalt der im Nebengewerbe entstandenen meist figürlichen Artikel. Das zeichnet den Markt trotz seiner bescheidenen Größe überhaupt aus.

Den meisten Frauen und Männern an den Ständen ist eines gemeinsam. Sie setzen sich gleichzeitig für das Anliegen des Familienzentrums Wusterwitz ein, das sich wie 15 andere im Landkreis Potsdam Mittelmark in der Trägerschaft des Diakonischen Werkes befindet.

„Wir unterstützen die Eigeninitiative von Menschen, bieten Beratungen für alle Lebenslagen an, suchen Lösungen bei schwierigen Fragen oder dienen Menschen aller Altersgruppen als Wegweiser“, sagt Miriam Wlodarski, Leiterin des Wusterwitzer Zentrums.

Dabei kann sich Miriam Wlodarski auf Menschen stützen wie Ute Neugebauer mit ihrem Kursangebot Töpferei und Rosemarie Adel, die auf dem Markt den Kuchenstand betreut. Rosemarie Adel, eine ehemalige Erzieherin, führt Regie im Familienzentrum in Altbensdorf, das alle 14 Tage im Bürgergemeinschaftshaus seine Türen öffnet.

Dass sie um die Kuchenspenden für den Herbstmarkt nicht lange bitten muss, spricht für das Ansehen des Zentrums im Ort, in dem gemalt, gebastelt, Theater gespielt und alles gemacht werden kann, das Menschen Freude macht und ihren Gemeinschaftssinn fördert.

„Wir entlasten die Menschen im doppelten Sinne: wir erleichtern ihnen Wege durch das Geflecht von Ämtern und Bestimmungen und helfen, ihnen Ängste und seelischen Druck zu bewältigen“, formuliert Miriam Wlodarski den eigenen Anspruch.

Von Jürgen Krumnow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg