Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Steuern sparen mit GmbH & Co. KG
Lokales Brandenburg/Havel Steuern sparen mit GmbH & Co. KG
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 28.08.2015
Ein neues Unternehmensschild muss her: Die Stadtwerke sind umfirmiert.   Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Es ist nur ein bürokratischer Akt, aber er spart im Jahr mehr als eine halbe Million Euro an Steuern und die Technischen Werke Brandenburg TWB können künftig statt 1,8 mehr als 2,3 Millionen Euro dem Stadthaushalt jährlich zuführen.

Dazu mussten lediglich die Stadtwerke umfirmiert werden: Statt Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH sind sie nun – rückwirkend zu Jahresbeginn – eine GmbH & Co. KG. Die letzten vier Buchstaben stehen für Compagnie Kommanditgesellschaft, rechtlich also eine Personengesellschaft. Damit aber keine natürlichen Personen haften müssen, wird wiederum eine so genannte Komplementär-GmbH darunter gesetzt. Das ist in diesem Falle die Stadtwerke Brandenburg-Verwaltungs-GmbH.

Gemeinsames Dach TWB

„Wir haben damit einen Auftrag der Stadtverordneten ausgeführt, die sich für den steuerlichen Querverbund stark gemacht haben“, sagt Steffen Scheller. Der Bürgermeister ist gleichzeitig Geschäftsführer der TWB und Aufsichtsratschef der Stadtwerke. Die TWB können – vereinfacht gesagt - in diesem Querverbund die Gewinne der Stadtwerke gegenrechnen mit den Verlustvorträgen der Verkehrsbetriebe VBBr. Beide Unternehmen haben als gemeinsames Dach die TWB. Kein Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr arbeitet kostendeckend, die am Ende jedes Jahres notwendigen Abschreibungen werden als Verlustvorträge durch die Wirtschaftspläne gewälzt. Da nun die TWB die Steuern entrichtet und nicht mehr die Unternehmen, werden die Abgaben entsprechend des Gesamtergebnisses entrichtet.

Gewinn von 5,4 Millionen

Gesellschafter der Stadtwerke Brandenburg sind die Stadt über die TWB mit 51 Prozent, der Stromversorger Eon-Edis mit 36,75 Prozent und der Gasversorger EMB mit 12,25 Prozent.

In diesen Anteilsverhältnissen sind die Haftungseinlagen der neuen GmbH & Co. KG von insgesamt 8,2 Millionen Euro erbracht.

Die Stadtwerke planen in diesem Jahr mit einem Umsatzerlös von fast genau 82 Millionen Euro.

Erwartet wird ein Jahresgewinn von rund 5,4 Millionen Euro.

So wurde bereits vor dem Notartermin zu Wochenbeginn intensiv verhandelt, vor allem durch TWB-Prokuristin Heidi Bender und den städtischen Beteiligungsverwalter Detlef Reckow. Schließlich ist nicht allein die Stadt Gesellschafterin der Stadtwerke (siehe Infokasten). Nun bleiben die Anteile bei beiden Stadtwerkegesellschaften identisch. Ebenso personell unverändert bleiben wird der Aufsichtsrat. Er muss nur formal neu bestätigt werden und sich konstituieren. Neu ist nun auch, dass die Technischen Werke das alleinige Vorschlagsrecht für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates haben. Bislang gab es einen turnusmäßighen Wechsel mit dem zweitgrößten Gesellschafter, dem Energieunternehmen Eon-Edis. Auch dies ist bereits vorab geklärt worden, Steffen Scheller bleibt Aufsichtsratschef.

Bis diese ganzen Formalien beendet sind, wird die Gesellschafterversammlung der TWB die Aufgaben des Aufsichtsrates für wenige Wochen übernehmen. Für die Kunden, Vertragspartner und Mitarbeiter der Stadtwerke ändert sich nichts durch das Umfirmieren. Die jeweiligen Verträge und Ansprüche gelten weiter. Die Form der GmbH & Co. KG bringt die wenigsten Einschränkungen der Rechte der Gesellschafter mit sich – und lohnt sich dennoch.

Von André Wirsing

Brandenburg/Havel Kreisbauernverband bei der Gartenschau - Gut geölte Buga-Gäste in Brandenburg

Eigener Anbau, selbst geerntet, gepresst und abgefüllt. „Mehr Regionalität geht nicht“, meint Florian Schulze und reicht Buga-Gästen Kaviarbrot mit einem Schuss Rapsöl. Mit seinen Kostehäppchen vertritt Schulze den Landwirtschaftsbetrieb Hoher Fläming e.G. in Rädigke auf der Bundesgartenschau. Noch bis Montag kann in Brandenburg Rapsöl gekostet werden.

25.08.2015

Die Notunterkunft in der Hafenstraße 5 im Brandenburger Stadtteil Kirchmöser ist bezugsfertig. Bis zu 75 Flüchtlinge werden hier übergangsweise Platz finden. Die ersten Flüchtlinge treffen in den kommenden Tagen ein. Nach maximal acht Wochen soll das Objekt wieder geräumt werden, aber weiter auf Abruf bereit stehen.

25.08.2015
Brandenburg/Havel Baaske nimmt Schippe in die Hand - Minister-Praktikant auf der Baustelle

Mit ihm geht’s bestimmt schneller: Bildungsminister Günther Baaske (57) absolviert sein diesjähriges Praktikum auf der Nerv-Baustelle B 102 in Golzow (Potsdam-Mittelmark). Der SPD-Politiker ist nicht zum ersten Mal im Einsatz . In jedem Jahr absolviert er Praxiseinsätze – mal in der Kita, mal bei der Müllabfuhr – und nun auf der B 102.

28.08.2015
Anzeige