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Brandenburg/Havel Stimmung auf dem Immobilienmarkt
Lokales Brandenburg/Havel Stimmung auf dem Immobilienmarkt
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12:02 18.05.2018
Einfamilienhäuser entstehen in den Lücken in Hohenstücken, wie hier am Karolinenring. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Rekorde in allen Segmenten des Grundstücksmarktes vermeldet der Gutachterausschuss in seinem neusten Grundstücksmarktbericht für die Stadt. Am auffälligsten gestiegen ist 2017 der Geldumsatz gegenüber 2016, nämlich um 67,8 Prozent.

Wurden mit Immobilien 2016 noch 93,4 Millionen Euro erlöst, waren es im Vorjahr schon 156,7 Millionen Euro. Dabei sind die Zahl der Kauffälle (plus 7,4 Prozent) und des Flächenumsatzes (plus 10,7 Prozent) eher moderat gestiegen.

Großes Interesse an der Innenstadt

Als Ursachen für den Trend sehen die Gutachter das anhaltende Wirtschaftswachstum in der Stadt, die sinkende Arbeitslosenquote sowie den Aufwind der Tourismusbranche. Es gebe weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen, eine anhaltende Nachfrage für Immobilien, ein verstärktes Interesse von Kapitalanlegern sowie ein großes Interesse an innerstädtischen Lagen. Von den 656 Kaufvorgängen 2017 entfallen 560 auf die städtischen und nur 96 auf die dörflichen Lagen.

Ausführliche Eckdaten

Der Grundstücksmarktbericht gibt eine ausführliche Bestandsaufnahme des Immobilienmarktes 2017 wieder.

So werden Umsatzzahlen, Preise für Immobilien aller Art, Preisentwicklungen, Marktanpassungsfaktoren, Vergleichsfaktoren, Liegenschaftszinssätze übersichtlich und anschaulich dargestellt.

Auch Eckdaten zur Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Bildung werden abgebildet, um den Überblick zu wertrelevanten Gegebenheiten abzurunden.

Am häufigsten wechselten bebaute Grundstücke den Besitzer, es gab 302 Kauffälle, das sind 46 Prozent aller Transaktionen. Am stärksten gewachsen ist der Markt für Wohnungs- beziehungsweise Teileigentum – um 148,3 Prozent.

Die Zahl der Kauffälle stieg nämlich von 58 auf 144 von 2016 auf 2017. Am teuersten ist statistisch eine Eigentumswohnung auf dem Dom mit durchschnittlich 200 000 Euro, in der Neustadt sind 159 000 Euro zu zahlen und in Nord im Durchschnitt 43 000 Euro.

Nachfrage nach Eigenheim-Grundstücken

„Im vergangenen Jahr wurden 73 Kauffälle über eigenständig bebaubare Einfamilienhaus-Grundstücke registriert. Dies stellt nach 2016 das Jahr mit der zweithöchsten Umsatzzahl in den letzten zehn Jahren dar, heißt es in dem Papier.

Bei der Kauffalldichte führt mit großem Abstand die Neustadt mit 228 Verträgen und knapp 45 Millionen Euro Umsatz. Danach folgt die Altstadt mit knapp 27 Millionen Euro Umsatz. In Hohenstücken gab es zwar einen Umsatz von gut 32 Millionen Euro, doch ist das Bild verfälscht durch den großen Wohnungsverkauf im so gennanten Bavaria-Deal zwischen Wobra und TAG Wohnen.

Guter Platz im Städtevergleich

Im Vergleich der kreisfreien Städte (außer Potsdam) muss sich Brandenburg an der Havel nicht verstecken – Frankfurt (Oder) ist abgehängt, Cottbus hat zwar einige Verkaufsfälle mehr, dafür liegt Brandenburg an der Havel beim Geldumsatz alleine vorn.

Neben dem Marktbericht ermittelt der Gutachterausschuss die Bodenrichtwerte. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 wurden 134 Bodenrichtwerte für baureifes Land und sechs für Agrarflächen ermittelt. Im förmlichen Sanierungsgebiet wurde auf den sanierungsbeeinflussten Grundstückszustand umgestellt. Ein unmittelbarer Vergleich mit den Vorjahresbodenrichtwerten ist nicht möglich. „Allgemein kann der Grundstücksmarkt als stabil bis leicht steigend eingeschätzt werden.“ Für 30 Bodenrichtwerte wurden Steigerungen in einer Spanne von fünf bis 20 Euro ermittelt, alle anderen auf Vorjahresniveau bestätigt. Bei den Richtwerten für Agrarflächen sind vier gleichbleibend, nur im Norden stiegen Preise für Ackerland und Forstflächen.

Informationen zum Bericht können in der Geschäftsstelle beim Kataster- und Vermessungsamt in der Klosterstraße 14 und telefonisch unter 03381/58-6203 oder 58-6205 erfragt werden. Der Grundstücksmarktbericht ist dort gegen eine Gebühr von 35 € erhältlich.

Von André Wirsing

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