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Brandenburg/Havel Kommunen bestellen gemeinsam Straßenbahnen
Lokales Brandenburg/Havel Kommunen bestellen gemeinsam Straßenbahnen
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05:05 27.02.2018
Straßenbahnen gehören in Brandenburg seit Jahrzehnten zum Stadtbild. Und das soll so bleiben. Quelle: Heiko Hesse
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Brandenburg/H.

Frankfurt/Oder, Cottbus und Brandenburg an der Havel brauchen neue Straßenbahnen. Und werden diese wie berichtet jetzt – damit der Preis günstig ist – im Rahmen einer Anbieterwettbewerbes auch gemeinsam bestellen.

Das dürfte die Bürger in den Städten freuen. Allerdings groß gefeiert mit Spruchbändern und Pressetermin wurde das nur in Brandenburg. Es ist ja auch noch nichts passiert. Kein Rubel ist gerollt, nur das grüne Licht für die Ausschreibung wurde gegeben.

Geld aus Land und Stadt – vom Bürger

Vier Straßenbahnen für etwa 12 Millionen Euro will die Stadt im ersten Schritt anschaffen. Die Hälfte des Geldes kommt aus den Kassen des Landes, das sich ja das Geld bei den Steuerzahlern holt), die andere Hälfte aus den Kassen der Stadt (die sich das Geld – über den Umweg Stadtwerke) auch von den Bürgern holt.

In der Tat ist die Bestellung der Bahnen ein Bekenntnis zur Straßenbahn – über alle Parteigrenzen hinweg und nicht allein eine Segnung des Rathauses. Allerdings waren nur ein paar Jubelperser und keine Parteien eingeladen.

Straßenbahnen noch aus der DDR

Die neuen Straßenbahnen sollen als Ersatz für die alten Tatra-Straßenbahnen beschafft werden, die noch aus DDR-Zeiten stammen und zum Zeitpunkt der Ablösung etwa 40 Jahre im Betrieb sein werden.

Damit hat die Straßenbahn in Brandenburg eine Zukunft weit über 2050 hinaus. Auch wenn nun erst vier Züge bestellt werden, rechnet Vogler mit der Fortsetzung des Landesförderprogramms, so dass bis etwa 2025 der Austausch der Straßenbahnen über die Bühne gehen kann.

Drei Partner sparen zusammen

Insgesamt rechnet er mit Kosten in Höhe von bis zu 28 Millionen Euro. Ob das belastbar ist, wird sich zeigen. Der Bieterwettbewerb beginnt ja erst. Gemeinsam wollen die drei Städte 45 Bahnen beschaffen.

In der Größenordnung hätte der Auftrag ein Volumen von etwa 120 Millionen Euro. „Davon erhoffen wir uns viele Wettbewerber um den Auftrag und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Bahnen“, so Vogler.

Wieselflink unterwegs

Von dem dann einheitlichen Straßenbahntyp erhoffen sich die Städte in der Folge eine enge fachliche Zusammenarbeit, gegenseitige fachliche Hilfe und geringere Betriebskosten, was durch eine gemeinsame Ersatzteillagerung und -bestellung möglich erscheint.

Auch wenn Vogler hofft: Gesichert ist jetzt nur die Finanzierung der vier Bahnen. Der Umstand, dass viele Fahrzeuge in der unverbindlichen Option sind, wird auch Auswirkungen auf den Preis haben, weiß Vogler. Sowohl der Stadt Brandenburg als auch dem Land sind die Hände gebunden, was längerfristige Zusagen betrifft.

30 Meter lange Züge

Wenn irgendwann 2024 die ersten neuen Bahnen kommen, werden genau 30 Jahre vergangen sein, seit es 1994 die letzten neuen Züge gab, die auch mit Unterstützung des Landes angeschafft wurden.

Die technischen Parameter für die neuen Bahnen sind spannend und orientieren sich am Bestand: Die Länge eines Zuges beträgt etwa 30 Meter, die Spurweite einen Meter. Die Höchstgeschwindigkeit wird höher als 50 Stundenkilometer sein und die Bürger können auf die Barrierefreiheit durch drei Niederflureinstiege passend zu den Haltestellen hoffen.

Die Züge fahren mit 600 Volt Gleichstrom und befördern mehr als 150 Fahrgäste, davon etwa 50 auf Sitzplätzen, der Fahrgastraum ist klimatisiert.

Von Benno Rougk

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