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Brandenburg/Havel Straßenbahnfahrerin verhindert mit einer Blitzreaktion Unfall
Lokales Brandenburg/Havel Straßenbahnfahrerin verhindert mit einer Blitzreaktion Unfall
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18:29 09.09.2016
Ein Teil des Baumes hatte die Fahrleitung getroffen und beschädigt. Quelle: Rolf Nothnagel
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Brandenburg/H

Da gehört schon eine Menge Mut dazu. Den hatte am Donnerstagabend Michaela Schmiedecke. Sie ist Straßenbahnfahrerin bei den Verkehrsbetrieben Brandenburg und war mit ihrer Bahn auf der Linie 1 auf der Anton-Saefkow-Allee unterwegs.

Zwischen der Justizvollzugsanstalt und der Asklepios-Klinik steht eine Reihe von Eichen, es war herrliches Spätsommerwetter, kaum ein Lüftchen bewegte sich. Dafür aber eine der Eichen, die plötzlich abbrach. Die Fahrerin musste sich entscheiden – kurzentschlossen gab sie Vollgas und schaffte es noch, mit der ganzen Bahn unter dem fallenden Baum „hindurchzutauchen“, bevor dieser in die Fahrleitung rauschte.

Feuerwehr musste Baum von den Schienen holen

„Wir haben ganz großen Respekt vor Frau Schmiedecke. Sie hat praktisch die Bahn gerettet, der Rest sind kleine Schäden, die sich relativ leicht beseitigen lassen“, lobt VBBr-Prokurist und Technik-Chef Rolf Nothnagel. Ein Fahrleitungsbügel ist abgerissen, aber für diese Teile liegt immer Ersatz in der Werkstatt auf dem Betriebshof in Hohenstücken. Zudem sind die Teile so ziemlich unverwüstlich, lassen sich nach dem Reparieren und Richten auch schnell wieder aufbauen. Zudem musste gemeinsam mit der Feuerwehr der Baum aus der Fahrleitung geholt werden, zudem mussten die Verkehrsbetriebe kurzfristig im betroffenen Abschnitt den Strom aus dem Stahlkabel nehmen. Der Baum hatte zwar außen eine geschlossene und fest wirkende Rinde, soll aber „innen komplett mehlig“ gewesen sein, beschreibt Nothnagel. „Man hat es dem Baum von außen nicht angesehen, das Wegbrechen hatte sich überhaupt nicht angekündigt.

„Sie hat alles richtig gemacht“

„Frau Schmiedecke hat instinktiv richtig und schnell reagiert. Danach war sie zwar aufgeregt und hat etwas gezittert, aber sie hat alles richtig gemacht. Für mich ist es erstaunlich, dass sie gleich zu Beginn gesehen hat, als der Baum sich noch langsam bewegte.“

Mit dem „Durchstarten“ hatte die Bahn genügend Schwung, um bis zur nächsten Haltestelle zu rollen. Es waren ein halbes Dutzend Fahrgäste noch in der Bahn, für ihren Weitertransport haben die Verkehrsbetriebe gesorgt. Danach wurde die Bahn ins Depot gebracht, am Freitag war sie schon wieder im fahrplanmäßigen Einsatz. „Das Durchstarten war allemal besser als eine Vollbremsung“, erklärte Rolf Nothnagel. „Dabei wäre letztlich viel mehr passiert“, so der Technik-Chef.

Von André Wirsing

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