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Brandenburg/Havel Kurzschluss legt Neustadt in Brandenburg/H. lahm
Lokales Brandenburg/Havel Kurzschluss legt Neustadt in Brandenburg/H. lahm
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16:50 26.07.2018
Der Feuerwehreinsatz in der Hauptstraße legte auch den Tramverkehr lahm. Quelle: André Wirsing
Brandenburg an der Havel

In Brandenburg an der Havel ist am Donnerstagvormittag großflächig in der kompletten Neustadt der Strom ausgefallen. Gegen 10.34 Uhr ging nichts mehr. Ampeln im Stadtgebiet fielen aus, Klimaanlagen versagten den Dienst.

Auch die Stadtwerke Brandenburg sind davon betroffen, das Unternehmen reagiert schnell. „Bei Tiefbauarbeiten im Bereich Klingenberg/ Friedrich-Engels-Straße wurde ein Elektro-Versorgungskabel der Stadtwerke beschädigt“, teilt Thomas Laschinski mit, er ist Leiter des Bereiches Wärme. „Daraus resultierend kam es zu einem Versorgungsausfall im Brandenburger Stadtgebiet Neustadt. Die komplette Versorgung der Kunden wurde gegen 10.52 Uhr wieder sichergestellt.“

Sind Menschen in Fahrstühlen, Wohnungen oder Autos eingeschlossen, müssen sie schnell befreit werden. Die Feuerwehr hat dazu ganz unterschiedliche Werkzeuge.

Makaber, dass dieses Missgeschick ausgerechnet auf einer Stadtwerkebaustelle passiert ist. „Wir verlegen derzeit die Fernwärmeleitung für den ganzen Klingenberg, den wir ab Oktober komplett versorgen wollen“, bestätigt Stadtwerke-Chef Uwe Müller. „Die von uns beauftragte Firma hat sich zwar alle Schachtgenehmigungen und Leitungspläne besorgt, war in diesem Fall aber wohl auf einem Privatgrundstück unterwegs und hat mit einem Bagger eine Leitung beschädigt. Dabei kam es zum Kurzschluss, der mehrere Kurzschlüsse nach sich zog.“

In Folge des Stromausfalls gab es auch einen großen Einsatz für die Feuerwehr und den Rettungsdienst: Im Stoffel-Kaufhaus in der Hauptstraße sprang ein Aufzug auch dann nicht an, als der Strom schon wieder da war. Darin befand sich aber eine Person, die einen Kreislaufkollaps erlitten hat. Das Personal war hilflos, die Wartungsfirma nicht so schnell vor Ort. Deshalb rückte die Feuerwehr mit schwerem hydraulischen Gerät an, um die Fahrstuhltüren aufzuspreizen. Der Vorfall ereignete sich in dem Bürotrakt, der von der Großen Münzenstraße aus erreichbar ist. Eine Mitarbeiterin hatte im Aufzug Kreislaufprobleme, die wohl von Wärme und Angst herrührten. Sie war aber durchgehend ansprechbar. Nach ihrer Befreiung wurde sie vom Notarzt untersucht und versorgt, sie musste aber nicht mit ins Krankenhaus.

Verschiedenes Werkzeug zum Befreien von Menschen

Bei technischen Herausforderungen nimmt die Berufsfeuerwehr ihr HLF 20 mit – das ist ein Hilfeleistungslöschfahrzeug.

An Bord sind unter anderem einfache Werkzeuge wie Äxte, aber auch technisch anspruchsvolles Gerät.

Für Verkehrsunfälle kommen große elektrische Scheren und Spreizer zum Einsatz.

Für Wohnungs- und Aufzugstüren reicht der handliche hydraulische Spreizer.

Bei Unfällen mit Maschinen, bei denen beispielsweise Menschen eingeklemmt sind, können die hydraulischen Hebezeug-Geräte auch mit speziellen Schnäbeln und Hebestempeln versehen werden. Zudem gibt es große Hebekissen, um „Luft“ zu verschaffen.

„Es war Glück, dass der Aufzug nicht zwischen zwei Etagen stand“, sagt Feuerwehreinsatzleiter Lutz Neubert. „Keiner unserer Schlüssel passte, mit denen wir die Aufzugtüren normalerweise entsperren. Doch die äußere Tür ließ sich einfach nicht öffnen, deshalb haben wir ein hydraulisches Hebezeug verwendet und ein teilweises Zerstören der Tür in Kauf genommen.“ Dabei wird ein Spreizer von etwa 30 Zentimetern Länge in den Türschlitz geschoben und mit einer hydraulischen Handpumpe betätigt. Beim Spreizen wirken etwa drei Tonnen Druckkraft. Das mobile Teil, das in einem Handkoffer transportiert werden kann, wird auch für Türöffnungen bei Feuerwehreinsätzen eingesetzt, beispielsweise wenn die Feuerwehrleute bei Bränden nachschauen müssen, ob sich in benachbarten Wohnungen noch Menschen befinden.

Während des Einsatzes waren zwei Straßenbahnen in Richtung Ritterstraße blockiert, weil die Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge in der Engstelle der Hauptstraße standen.

Beim Stromausfall selbst standen in der Neustadt vier Bahnen mit einem Schlag. „Es waren beide Unterwerke in der Innenstadt betroffen, sonst hätten wir bei nur einem Ausfall schnell umschalten können“, sagt VBBr-Betriebsleiter Rolf Nothnagel. In Unterwerken wird Mittelspannung (15 Kilovolt Wechselstrom“ in 600 Volt Fahrstrom für die Bahnen gleichgerichtet. Betroffen waren alle 13 im Umlauf befindlichen Bahnen. Die noch fahrenden wurden Richtung Quenz geschickt, damit sich nicht alles in der Innenstadt blockiert. „Sie sind dann eben in der Zeit vom Quenz nach Hohenstücken Nord gefahren, beziehungsweise von der Anton-Saefkow-Allee aus nach Hohenstücken. Ab 12.03 Uhr fuhr alles wieder planmäßig.

Von André Wirsing

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