Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Stromfressern auf der Spur
Lokales Brandenburg/Havel Stromfressern auf der Spur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 05.11.2015
Fernsehmoderator Uwe Madel erklärt Lehniner Achtklässlern den Kipppunkt der Erderwärmung. Quelle: Claudia Nack
Anzeige
Lehnin


Achtklässler der Lehniner Grund- und Oberschule „Heinrich Julius Bruns“ sind in einer besonderen Sache unterwegs: Sie spüren Energiefresser und Klimakiller auf. Prominente Unterstützung erhielten sie am ersten Tag nach den Herbstferien von RBB-Moderator und Ehrenkommissar Uwe Madel (Täter-Opfer-Polizei).

„Mission Energiesparen _ Brandenburger Schüler für unser Klima“ heißt der Wettbewerb, zu dem die Energie Mark Brandenburg GmbH (EMB) in Zusammenarbeit mit der BUND-Jugend und dem Energieteam der Zukunftsagentur Brandenburg bereits zum sechsten Mal aufruft. „Anliegen ist es, die jungen Leute für das Thema Energiesparen zu sensibiliseren“, erklärt Matthias Braksch vom EMB-Regionalbereich Havelland. In den vergangenen fünf Jahren nahmen fast 3000 Mädchen und Jungen aus 108 Klassen und 30 Schulen aus Westbrandenburg teil. Die Schirmherrschaft hat Bildungsminister Günter Baaske.

Erst Film über Klimagipfel

Zum Auftakt zeigte Madel den Lehniner Achtklässlern einen Kurzfilm des Bundes für Umwelt und Naturschutz. Dieser war im Vorfeld des Klimagipels 2009 in Kopenhagen gedreht worden, hat seitdem aber nichts an Aktualität beim Klimaschutz eingebüßt. In vier Wochen treffen sich Vertreter aus 190 Ländern zum Weltklimagipfel in Paris. Wieder sei die Hoffnung groß, bisher aber wenig passiert. Die Botschaft: „Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist“, so Madel. Genau dafür will er die herzen der Schüler aufschließen. Den Kipppunkt der Erderwärmung hatte er ihnen auf einer aus einer Holzlatte bestehenden Achse mit Polizei-Quietscheente veranschaulicht. Der 50-Jährige engagiert sich seit zehn Jahren ehrenamtlich im Vorstand des Nationalparkfördervereins Vorpommersche Boddenlandschaft und ist dabei auch in Sachen Umweltbildung unterwegs.

Dann drei Arbeitsgruppen

In drei Arbeitsgruppen sollten sich die Schüler Gedanken machen über Erderwärmung, erneuerbare Energien und über Stromfresser zu Hause. Muss das eigene Handy die ganze Nacht aufgeladen werden oder der Rechner dauernd an sein? Um diese und andere Fragen bis hin zum alten Kühlschrank der Eltern dreht es sich in den nächsten Wochen bei dieser „Mission“, die in Lehnin für Achtklässler im Rahmen des Wahlpflichtfachs Naturwissenschaften läuft. Der 14-jährige Cevin Hoffmann zum Beispiel hat bereits die UV-Lampen für seine beiden Zimmerechsen mit Zeitschaltuhr ausgestattet. Nach dem Zu-Hause-Check soll als zweite Etappe im Januar die eigene Schule nach Energiefressern und Möglichkeiten des Sparens durchforstet und findige Ideen entwickelt werden. Bei der ersten Teilnahme vor zwei Jahren nahmen Lehniner Schüler das Rathaus kritisch unter die Lupe.

Für die sechs erfolgreichsten Klassen gibt es im April 2016 dann das große Finale in Potsdam. Sie können sich nicht nur auf einen Erkenntnisgewinn freuen, sondern auch auf insgesamt 7000 Euro.

Bis zum 6. November können sich 8. Klassen noch anmelden unter: www.emb-mission-enerigesparen.de

Von Claudia Nack

Einer der aktivsten Projektentwickler und Architekten der Stadt Brandenburg ist zurzeit finanziell handlungsunfähig. Das Amtsgericht Potsdam hat am 15. September das vorläufige Insolvenzverfahren gegen Detlev Delfs eröffnet. Die Berliner Rechtsanwältin Susanne Berner ist als vorläufige Insolvenzverwalterin berechtigt, Delfs Bankguthaben einzuziehen und alles Geld, das bei ihm eingeht.

05.11.2015
Brandenburg/Havel Abschluss des Jubiläumsmarathons 850 Jahre Dom zu Brandenburg - Der Kapiteltag verteilt die Arbeit für die nächsten Jahre

Das große Jubiläum ist vorbei, die nächsten werden vorbereitet: Zehn Jahre Domgymnasium, 300 Jahre Wagner-Orgel und 700 Jahre Domforst Seelensdorf. Zu Sanieren gibt es auch noch einiges.

05.11.2015
Brandenburg/Havel Brandenburg/H. Jahresend-Achterbahn bei kommunalen Gebühren - Abfall und Schneeschieben werden billiger, dafür das Kehren umso teurer

Es ist dem Bürger nur schwer vermittelbar, doch beinahe in jedem Jahr wird laut Gesetz an der Gebührenschraube gedreht – mal in eine, mal in die andere Richtung. Doch von einem genauen Abrechnen hat er schließlich auch einen Vorteil.

05.11.2015
Anzeige