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Klarer Sieg für Kamerun

Studenten aus Zentralafrika bereiten in der Mensa Fischspezialität zu Klarer Sieg für Kamerun

An ihrem Nationalfeiertag haben acht Studenten aus Zentralafrika die Mittagsgäste der Fachhochschule Brandenburg (FHB) mit einem typischen Landesgericht bekocht. Es gab gebratenes Buttermakrelenfilet mit Tomatensoße, Kochbananen und Beignet (frittierte Hefeteigtaschen).

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Kochen à la Kamerun mit Riane Deugoue (23), Paty Fatiu (27), Tatiane Tchouwa (30), Ghislain Guehoua (27), Sandjo Willy (27), Raissa Nkouamo (22), Mensa-Küchenchef Norbert Fröhnel, Steve Biapan (32) und Saturine Massop (24).

Quelle: V. Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Am Dienstag in der Mensa haben Rührei und Hähnchenpfanne Konkurrenz aus dem Kamerun bekommen. An ihrem Nationalfeiertag haben acht Studenten aus dem zentralafrikanischen Land die Mittagsgäste der Fachhochschule Brandenburg (FHB) mit einem typischen Landesgericht bekocht, das in ihrer Heimat so populär ist wie bei uns Schnitzel mit Pommes – gebratenes Buttermakrelenfilet mit Tomatensoße, Kochbananen und Beignet (frittierte Hefeteigtaschen).

„Ein Alltagsgericht“, sagt Tatiane Tchouwa, die sich mit ihren Landsleuten bereits um 8.30 Uhr in der Mensaküche getroffen hat, um das Mittagsmahl vorzubereiten. Küchenchef Norbert Fröhnel und sein Mensa-Team halfen bei der Vorbereitung. In der heißen Phase eine Stunde vor Beginn der Essenausgabe waren die Gastköche aber allein auf sich und ihre Künste gestellt. Afrikanische Originalschärfe haben sie sich verkniffen. „Zu Hause geben wir mehr Gas“, kommentiert Ghislain Guehoua die reiche, aber eher milde Tomatensoße mit Paprika, Knoblauch, Porree, Ingwer, Salz, Pfeffer, Zwiebel und Brühe, vermengt im großen Mixer. Die vielen Köche haben den Brei nicht verdorben. Küchenchef Fröhnel lobt das Ergebnis und hatte sichtlich Spaß an der internationalen Hilfe.
Auch an der Essenausgabe erlebten die Kameruner den Alltag des Mensabetriebs. Die meisten Gäste lobten das besondere Gericht. Einzelne Stimmen waren kritisch, vermissten die scharfe Würze und die Hefebällchen, die schon kurz nach 12 Uhr aus waren. Gnocchi verfremdeten fortan die Kameruner Küche.

Die Idee zu der Sonderaktion wurde im Afrikanischen Studentenverein Brandenburg geboren, in dem sich etwa 35 FHB-Studenten zusammengefunden haben. Für die Kameruner, die an der FHB Informatik, Medizin- oder Wirtschaftsinformatik und Mechatronik studieren, ist es sehr praktisch, dass sie Deutsch, Englisch und die Amtssprache Französisch können. Die 200 Landessprachen sind so unterschiedlich, dass sie sich sonst nicht untereinander verständigen könnten. Die Fachhochschule Brandenburg habe in ihrem Heimatland einen guten Ruf, sagt der Vorsitzende Informatiker Steve Biapan. Die meisten seiner Landsleute seien auf Empfehlung Brüdern oder anderen Verwandten nach Brandenburg gekommen – und weil sie die guten Noten für die FHB im Internet beachtet haben. Alle acht jungen Leute leben allerdings in Berlin. Steve Biapan: „Weil die Studentenwohnheime dort billiger sind und es dort besser bezahlte Studentenjobs gibt.“

Von Jürgen Lauterbach

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