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Studenten knüpfen Kontakte zur Wirtschaft

Brandenburg an der Havel Studenten knüpfen Kontakte zur Wirtschaft

Studium, und dann? Der Einstieg in ein Unternehmen ist für viele Hochschulabsolventen nicht leicht. Abhilfe versucht die Hochschule in Brandenburg mit der Firmenkontaktmesse zu schaffen. Studenten und andere Interessierte kommen mit Unternehmen ins Gespräch und reden über Optionen. Erstmals lockte aber nicht nur das die Studenten.

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Im Audimax der Technischen Hochschule sind sich Studenten und Vertreter verschiedener Firmen näher gekommen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Ein ungezwungener erste Kontakt mit dem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber. Das war am Donnerstagmittag im Audimax der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) möglich. Zum neunten Mal lud der Career Service der Hochschule Studierende, Absolventen und andere Interessierte ein, sich über Berufsperspektiven, Praktikumsmöglichkeiten oder Optionen für die Abschlussarbeit direkt bei den Unternehmen zu informieren.

Insgesamt haben 32 Firmen aus ganz Deutschland ihre Stände aufgebaut. „2008 hatten wir mit acht Firmen angefangen“, sagt Organisatorin Daniela Stokar von Neuforn vom Zentrum für Studium und Karriere der THB. „Es gibt in der Region viel Bedarf von Unternehmen und Studenten, in Kontakt gebracht zu werden.“ Die Firmen schätzen es, dass die Messe nicht so groß sei, weil dadurch der Kontakt intensiver sei, so von Neuforn. Außerdem hätten sie die Erfahrung gemacht, dass die THB-Studenten für die Gespräche auf der Messe häufig gut vorbereitet seien.

Ein solcher Kandidat scheint Marvin Lukas Wenzel zu sein. Er studiert Applied Computer Sciences und unterhält sich mit Michael Prohm von dem Berliner Internetdienstanbieter Strato. „Ich würde gerne ein Jahr Pause machen zwischen dem Bachelor- und Masterstudium und die für ein Praktikum nutzen“, sagt Wenzel. „Bin ich dafür überhaupt qualifiert ? Ich habe nämlich gar keine Erfahrungen in der Systemadministration.“

Prohm hat darauf eine ermunternde Antwort. „Das, was Sie bei uns machen, lernen Sie nicht an der Hochschule. Solange der Grundstock da ist, also zum Beispiel Kenntnisse in verschiedenen Betriebssystemen und Servertechnologie sind das ausreichende Voraussetzungen“, sagt Prohm. „Den Rest bringen wir Ihnen bei.“ Und auch für die Zeit nach dem Studium kann Prohm mit einem attraktiven Angebot aufwarten. „Wenn Sie als studentische Hilfskraft weiter arbeiten möchten, können wir die Stunden verkürzen. Das ist gar kein Problem.“

Er habe einige Kollegen, die als Praktikanten im Unternehmen angefangen haben. „Das klingt echt Hammer“, freut sich Wenzel. „Ich bin einfach total interessiert an den schwersten Geschichten der Serveradministration“, sagt er weiter und kann Prohm damit ein Lächeln entlocken.

Draußen, vor den Türen des Audimax entfaltet der Sommer seine ganze Pracht. Es ist warm, die Sonne knallt. „Wir hatten bisher jedes Mal so ein Wetter“, erinnert sich Daniela Stokar von Neuforn. Die Firmenkontaktmesse findet jedes Jahr im Juni statt. „Wir überlegen derzeit, die Veranstaltung das nächste Mal nach draußen zu erweitern.“ Dieses Jahr haben sie zum Thema Messebereich unter freiem Himmel aber trotzdem schon eine Neuerung. „Das erste Mal ist der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) dabei. Er grillt draußen.“ Zudem habe er bei den Studenten Werbung für die Messe gemacht. „Das war eine große Unterstützung.

Dominik Müller ist Mitglied des Astas und nutzt die Gelegenheit für eine Runde durch das Audimax. Er beendet demnächst sein Informatikstudium und schaut sich derzeit nach Berufsoptionen um. Die persönlichen Gespräche mit Unternehmensvertretern seien dabei eine große Hilfe, so der 21-Jährige. „Ich bin mir noch nicht sicher, was ich machen möchte.

Die Gespräche haben mir gezeigt, dass zum Beispiel offensichtliche IT-Firmen eben nicht nur IT-Kräfte suchen, sondern eine bunte Sparte an Mitarbeitern“, resümiert er. „Das ist eine Chance für mich.“

Von Annika Jensen

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