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Brandenburg/Havel Studenten präsentieren Forschungsprojekte
Lokales Brandenburg/Havel Studenten präsentieren Forschungsprojekte
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07:29 08.02.2018
Christian Blei hat die beste Präsentation gezeigt. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Fleißig geforscht haben Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB). Jetzt haben sie ihre Ergebnisse erstmals präsentiert. Recherchiert haben die angehenden Ärzte unter anderem in Bereichen der Palliativmedizin sowie der Herz- und Neurochirurgie. Die jungen Forscher mussten ihre Projekte in aller Kürze und übersichtlich auf Postern erklären. Für deren Bewertung waren vor allem die Verständlichkeit, die Nachvollziehbarkeit der Fragestellung, der Lösungsweg und die Ergebnisse wichtig. Aber auch die Gestaltung der Poster wurde begutachtet. Diese sollte verständlich und nachvollziehbar sein.

Die Arbeit des Medizinstudenten Christian Blei (23) überzeugte schlussendlich die Gutachter der MHB. In seiner Untersuchung mit dem Titel „Reduziert der nahtfreie Aortenklappenersatz die perioperative Belastung gegenüber dem konventionellen Aortenklappenersatz?“ verglich er genähte und ungenähte Herzklappen im Behandlungsalltag.

„Die Forschungsarbeit war so ähnlich wie ein Hausbau“, sagt Blei. „Das mag alles anfangs überwältigend wirken, aber wenn man weiß wo man anpacken muss, ist es nicht mehr so schwer.“

Für die insgesamt acht Monate dauernde Arbeit besuchte der in Brandenburg an der Havel wohnende Senftenberger mehrmals wöchentlich die Herzchirurgie des Immanuel-Klinikums in Bernau. Dort suchte Blei in Datenbanken nach geeigneten Daten für seine Arbeit und verglich diese abschließend.

Die Themen der Forschungsarbeiten wurden bereits 2017 vergeben. „Der Profilschwerpunkt der MHB, Medizin und Gesundheit des Alterns mit der Schwerpunktmethode Versorgungsforschung, ist im Wissenschaftspraktikum zum Tragen gekommen“, verrät René Mantke, Prodekan für Wissenschaft und Forschung an der MHB. „Darüber hinaus haben wir für die Studierenden aber auch Themen der klinischen Forschung und der Grundlagenrecherche angeboten“.

Das Studium an der MHB sei nicht nur praxisorientiert, sondern auch wissenschaftsbasiert. So solle gewährleistet werden, das Studierende Fachkenntnisse und Kompetenzen vermittelt bekommen, die sie später in ihrem Beruf benötigen. Aber auch wissenschaftliche Grundlagen der Universitätsmedizin seien Bestandteil des Lehrplans.

„Diese Grundlagen spielen bei uns eine wichtige Rolle“, sagt Edmund Neugebauer, Dekan der MHB. „Vor allem in Zeiten von Fake-News ist das Eintreten für wissenschaftlich basierte Wahrheiten extrem wichtig.“

Der Wettbewerbsgewinner Christian Blei möchte sich jedoch mit seinem Themenschwerpunkt Herzchirurgie künftig nicht mehr befassen, wie er sagt. „Ich kann mir ein weiteres wissenschaftliches Arbeiten zwar durchaus vorstellen, aber für mich war bereits vor dem Studium klar, dass ich Landarzt werde“.

Von Tobias Wagner

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