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Stündlich mindestens drei Züge nach Berlin

Brandenburg an der Havel und Groß Kreutz Stündlich mindestens drei Züge nach Berlin

In einem Brief an Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) machen sich regionale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für eine häufigere und preiswertere Verbindung von Brandenburg/Havel mit seinem Umland nach Berlin stark.

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Bürger und Politiker wünschen sich einen besseren RE 1 in der Region. Mehr Züge sollen in Götz und Groß Kreutz halten.

Quelle: Jürgen Lauterbach

Brandenburg/H. In einem Brief an Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) machen sich regionale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für eine häufigere und preiswertere Verbindung von Brandenburg/Havel mit seinem Umland nach Berlin stark.

Diana Ringlau aus Jeserig und ein gutes Dutzend Mitstreiterinnen aus Groß Kreutz/Havel haben schon fast 4000 Unterschriften gesammelt. Die Bürgerinnen möchten erreichen, dass mehr Regionalverkehrszüge als bisher auf dem Weg zwischen Brandenburg/Havel und Berlin in Götz und Groß Kreutz halten. Diana Ringlau erzählt, wie es ist, wenn ihre Kinder auf den kleinen Bahnhöfen frieren oder man am Arbeitsplatz in Berlin auf heißen Kohlen sitzt, um noch den Zug zu erreichen, der sie nur stündlich nach Hause bringt.

Die Bürgermeister Dietlind Tiemann (Brandenburg/Havel), Reth Kalsow (Groß Kreutz), Uwe Brückner (Kloster Lehnin) und Manuela Saß (Werder) haben sich das Anliegen zu eigen gemacht und um weitere Vorstellungen für einen besseren Regionalzugverkehr in die Hauptstadt ergänzt. Im Hinblick auf steigenden Bedarf und den Landesnahverkehrsplan 2030 möchten sie gemeinsam mit der Hochschulpräsidentin und anderen erreichen, das stündlich drei Regionalzüge (RE 1) Brandenburg/Havel mit Berlin verbinden und zwei davon an den Bahnhöfen Götz und Groß Kreutz halten.

Mindestens in den Stoßzeiten von 5 bis 9 Uhr und von 15 bis 19 Uhr soll das gelten mit weiteren Ergänzungen in den Abendstunden. Die Unterzeichner des Briefes fordern zudem mehr Sitz- und Fahrradplätze im Zug, eine Zusatzverbindung über Golm nach Spandau sowie die Ausweitung Berlin-ABC-Tarifs über Werder hinaus bis Brandenburg/Havel. Für die Fahrgäste würde das Bahnfahren dadurch günstiger.

Die Notwendigkeit der Verbesserungen begründen die Unterzeichner, dass sich die Region stark entwickelt. Schon aktuelle gebe es Zehntausende Ein- und Auspendler jeden Tag, die insbesondere auf ein funktionierendes Kernstück des regionalen Schienenverkehrssystems, die Linie RE1, von Brandenburg an der Havel über Götz, Groß Kreutz, Werder bis nach Potsdam und Berlin angewiesen sind. Die vorhandenen Kapazitäten des RE1 würden diesem Bedarf zunehmend nicht mehr gerecht.

Der Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher (SPD) geht mit seiner Forderung weiter, findet die aktuell vorgestellte Initiative nur „ernüchternd“. Holzschuher ill bis zu vier RE-Verbindungen stündlich, denn die von den anderen geforderten drei stündlichen Verbindungen fänden sich doch schon im Zielfahrplan des Bundesverkehrsministeriums für 2030 ( http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2030-deutschlandtakt.html).

Der SPD-Politiker regt außerdem die Ausweitung des Brandenburger C-Bereiches bis Berlin an. Dann könnten Berliner mit ihrem Ticket umsonst Bahn und Bus in Brandenburg nutzen. Von der Oberbürgermeisterin erwartet Holzschuher die Kontaktaufnahme zur Brandenburger Infrastrukturministerin. Inwieweit er seiner Parteifreundin die eigenen Positionen schon erfolgreich schmackhaft gemacht hat, lässt er offen.

Von Jürgen Lauterbach

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