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Einer der dicksten Bäume ist zerstört

Sturm zerreißt Bohnenländer Eiche Einer der dicksten Bäume ist zerstört

Die dicke Eiche zwischen Bohnenland und Fohrde ist endgültig auseinander gebrochen. Der schwere Sturm in der Nacht zu Samstag hat dem Koloss den Rest gegeben. Die fast 600 Jahre alte Eiche ist im Grunde nur noch Bruchholz.

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Nur noch ein Stumpf steht noch im Wald bei Bohnenland.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg/H. Nun ging es doch schneller als befürchtet. Die dicke Eiche zwischen Bohnenland und Fohrde ist endgültig auseinander gebrochen. Der schwere Sturm in der Nacht zu Samstag hat dem Koloss den Rest gegeben. Die fast 600 Jahre alte Eiche ist nur noch Bruchholz.

Vor zehn Jahren ein blühendes Gewächs

Vor zehn Jahren ein blühendes Gewächs.

Quelle: Rainer Lippert/Baumkunde.de

Erst Anfang September war ein gut 30 Meter langer Ast abgebrochen. Naturschutz-Experten und Mitarbeiter der Brandenburger Stadtverwaltung hatten sich den Baum im Oktober besehen und festgestellt, dass ihm von Menschenhand nicht mehr zu helfen sei. Das Schicksal der Eiche blieb der Natur überlassen. Und die hat nun gnadenlos zugeschlagen. Nun liegen zwei wuchtige Teile des Baumes am Boden und steckt nur noch ein zersplitterter Stumpf in der märkischen Erde.

Das ist der traurige Rest

Das ist der traurige Rest.

Quelle: Heiko Hesse

Noch vor wenigen Tagen hatte Ute Steinke von der Bundesforstverwaltung West der MAZ gesagt, dass die dicke Eiche trotz des Verlust eines massiven Astes „einen gesunden Eindruck“ mache. Der Baum werde noch viele Jahre grünen, prophezeite sie.

Eine der ältesten Eichen

Die Bohnenländer Eiche ist nach Einschätzung der Fachleute fast 600 Jahre alt.

Aufgrund ihrer besonderen Größe wurde die Dicke Eiche am 20. November 1934 unter Schutz gestellt. Zuletzt hatte sie einen Umfang von 8,42 Metern. Deutschlandweit stand sie auf Platz 40 der dicksten Eichen.

Ein Blitz schlug 1943 in den Baum und spaltete den Stamm. Der ausgedehnte Spalt im Stamm wurde 1956 zur Sicherung von Hans Lubitz und Hermann Knape mit Lehm gefüllt und mit Ziegelsteinen vermauert.

Für Generationen von Brandenburgern war die Bohnenländer Eiche Ziel für Wanderungen und Ausflüge, oft mit der Familie. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen, eine Tafel informiert über die Geschichte dieser Eiche.

Ein Loblied auf die Bohnenländer Eiche (Ansichtskarte aus der Zeit um 1925)

Ein Loblied auf die Bohnenländer Eiche (Ansichtskarte aus der Zeit um 1925).

Quelle: privat

Leseraktion : Senden Sie, liebe Leser, uns Fotos, die Sie mit ihrer Familie oder Freunden beim beliebten Umfassen der Eiche oder vor dem Baum zeigen. Bitte senden Sie die Bilder mit ein paar erklärenden Zeilen an die Redaktion unter brandenburg-stadt@MAZ-online.de

Von Heiko Hesse

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