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Suche nach Erstaufnahmelager geht weiter

Noch kein Objekt gestrichen Suche nach Erstaufnahmelager geht weiter

Mit Hochdruck suchen Land und Stadt Brandenburg weiter nach geeigneten Objekten für ein Erstaufnahmestelle für 500 Flüchtlinge. „Vor einer Woche bekamen wir vom Land die Ansage, die Stahlhalle binnen 72 Stunden zu belegen“, sagt der Baubeigeordnete Michael Brandt.

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Der Stahlpalast steht weiter zur Disposition.

Quelle: STG Brandenburg

Brandenburg an der Havel. Mit Hochdruck suchen das Land und die Stadt Brandenburg weiter nach geeigneten Objekten für ein Erstaufnahmelager. Wie berichtet, soll die Stadt eine Erstaufnahmestelle für 500 Flüchtlinge bekommen, die das Land betreibt. „Vor einer Woche bekamen wir vom Land die Ansage, die Stahlhalle binnen 72 Stunden zu belegen“, sagt der Baubeigeordnete Michael Brandt (CDU). 

Doch der Stadt sei schnell klar gewesen, dass sich der Stahlpalast am Quenz kaum eigne, und man habe statt dessen andere Standorte vorgeschlagen. Auch diese würden vom Land genau unter die Lupe genommen. Brandt: „Wir befinden uns in einer Notlage, in der wir nichts ausschließen können. Und wir prüfen etliche Standorte.“

Land nimmt mehrere Objekte unter die Lupe

Die Stromversorgung, die Wasserver- und Abwasserentsorgung, das Aufstellen von Sanitärcontainern und die Sicherung des Geländes seien nur einzelne, wenige zu beachtende Aspekte bei jedem Objekt. Und auch wenn seit der Ankündigung bereits eine Woche vergangen sei: „Das Thema geht nicht an uns vorbei“, sagt Brandt.

Verwaltungsintern hat Brandt wohl  deutlich gemacht, dass die Stadt angesichts der Flüchtlingsströme vermutlich auf keinen Standort dauerhaft verzichten könne, sondern es sich wohl nur um die Reihenfolge handele, in der die Orte tauglich gemacht würden.

Auf Transparenz und Bündelung der Kräfte will die Stadt jetzt setzen. Der Sozialbeigeordnete Wolfgang Erlebach (Linke) informiert deshalb Bürger am Montag, 17 Uhr, an der Tribüne der Regattastrecke zum Stand der Flüchtlingsunterbringung. Wie berichtet besteht in der Stadt Brandenburg  ein steigender Bedarf an Plätzen für Asylsuchende. Deshalb sei als  Standort ein Gebäude an der Regattastrecke in Vorbereitung. Die Unterbringung von 60 Flüchtlingen sei nur temporär geplant, so dass 2016 rechtzeitig mit den Vorbereitungen zur Ruder-EM begonnen werden könne, sagt Erlebach.

"Runder Tisch" am kommenden Montag

Einen Tag später am Dienstag, 13. Oktober, wird es einen „Runden Tisch zur Flüchtlingsunterbringung“ um 19 Uhr im  Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses  geben, bei dem auch Fragen der Bürger zur Flüchtlingsunterbringung beantwortet werden. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) dazu: „In den letzten Wochen und Monaten haben wir zusammen zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden viel geleistet.“

Über die ursprüngliche Planung hinaus, seien zusätzliche Kapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung geschaffen und für weitere Standorte mit den Vorbereitungen begonnen worden. Parallel dazu gäbe  es eine große Unterstützungswelle. Viele Brandenburger würden  mit Sach- und Geldspenden sowie  persönlichem Einsatz helfen. Die Angebote würden dankbar aufgenommen.

Als weitere Begründung für den runden Tisch meint Tiemann: „Es ist zu erwarten, dass die Anforderungen weiter ansteigen werden. Zu deren geordneter Bewältigung sollten wir uns gemeinsam austauschen und die Aktivitäten, wie bisher, eng miteinander abstimmen.“

Von Benno Rougk

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