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Brandenburg/Havel Sympathie der Brandenburger ist gewiss
Lokales Brandenburg/Havel Sympathie der Brandenburger ist gewiss
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00:17 05.04.2017
Vor nahezu ausverkauftem Haus spielte das Poetenpack aus Potsdam Woody Allens Mittsommernachts-Sex-Komödie. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Frühlingsgefühle stellten sich ein nach dem warmen ersten Apriltag und abends dann im Theater. Im großen Haus in der Grabenstraße gastierte am Sonnabend das Poetenpack. Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie nach dem gleichnamigen Film (1981) und Theaterstück von Woody Allen stand auf dem Programm. Die Potsdamer Künstler gastierten bereits im Februar 2017 (MAZ berichtete) erfolgreich mit dieser Aufführung an der Havel. Diesmal vor nahezu ausverkauftem Haus.

Offensichtlich hatte es sich bei den Brandenburgern herumgesprochen, dass dieses Theater aus Potsdam mit Eigenproduktionen auch bei leichteren Themen keinen Klamauk liefert. Im Zentrum des Repertoires stehen Klassiker-Inszenierungen, von Kleist, von Tschechow und von Shakespeare. Dieser ist mit seinem „Sommernachtstraum“ auch in der Woody-Allen-Komödie integriert. Der Faun, Arne Assmann, ist immer dabei, lenkt und verwirrt, dabei eindringlich mit Saxophon, Flöte und Akkordeon agierend.

Bei Woody Allen kommen sich die Darsteller näher. Quelle: Maloszyk Volkmar

Woody Allen erzählt von drei Paaren, von verschiedenen Charakteren und von sehr unterschiedlichen Auffassungen über Sex und Liebe oder genauer von der Frage, die immer im Raum steht: Geht beides zusammen? Die Darsteller in der Regie von Poetenpack-Chef Andreas Hueck verstehen es, die Themen zwar pointiert mit Witz herüberzubringen, wirken jedoch dabei nicht peinlich, wenn es um Liebesrausch, Verführung und unbefriedigten Sex geht.

Drei Paare, eines kurz vor der Hochzeit, werden in einem Wochenendhaus vorgestellt. Dazu die Zauberwelt des Waldes, in gelungener Bühnenbildfassung von Janet Kirsten. Die Gastgeber Adrian (Gislén Engelmann) und Andrew Hobbs (Jörg Vogel) führen überzeugend vor, wie es gehen kann im Alltag einer Ehe, und im Publikum wurde es besonders bei den Szenen mit der Kopfschmerztablette deutlich, dass „man das Problem“ kennt. Viel Sympathie auch für das Spiel des Wochenendbesuches, Reiner Gabriel als ein sexsüchtiger Arzt Maxwell Jordan mit seiner recht jungen Geliebten Dulcy Ford, manchmal ein wenig zu schrill auftretend von Clara Schoeller dargeboten. Sympathisches Spiel auch von Nadine Rosemann als Ariel Weymoth, die immer mehr zum Mittelpunkt der Handlung wurde, begleitet vom Philosophen Leopold Sturgis, der von Willi Händler wunderbar ironisch seinem nicht gerade guten Ruf als Buchautor darstellte. Die temporeiche Inszenierung erzeugte beim Publikum viel Beifall. Es gelang dem Regisseur, die Spannung zu halten, aufmerksam verfolgten Jung und Alt die oft parallel laufenden Handlungen oder Dialoge.

Das Potenpack mit seinen freischaffenden Künstlern ist bekannt für seine Sprachkultur. Seit der Gründung des Theaters 1999 spielen sie in Potsdam vor allem als Sommertheater vor historischer Kulisse am Park Sanssouci. In Brandenburg waren sie 2017 nun bereits drei Mal zu Gast. Constanze Henning, PR-Frau des Ensembles, sagte der MAZ: „Schade, dass es im Moment die letzte Vorstellung in Brandenburg war, wir spielen gern hier.“ Sie wünscht sich in der Zukunft eine weitere gute Zusammenarbeit mit dem Theater in der Grabenstraße.

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