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Brandenburg/Havel Symphoniker machen Berlin zu Belo Horizonte
Lokales Brandenburg/Havel Symphoniker machen Berlin zu Belo Horizonte
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10:22 27.03.2018
Spielen am Dienstag im Olympiastadion vor 70.000 Besuchern: Die Brandenburger Symphoniker unter Dirigent Burkhard Götze. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Blasmusik auf grünem Rasen – dann ist nicht Oktoberfest, sondern Testspiel der DFB-Elf. Zehn Blechbläser der Brandenburger Symphoniker intonieren an diesem Dienstagabend die Hymnen von Brasilien und Deutschland. Ausgerechnet Dirigent Burkhard Götze ist kein Fußballfan, aber die zehn Männer an den Instrumenten umso mehr. Ihr aktueller Liebling ist Toni Kroos.

Vorfreude vertreibt Lampenfieber

„Als ich den anderen von diesem Auftrag erzählt hatte, waren sie total aus dem Häuschen“, sagt Götze. Im Orchester sei schon orakelt worden, ob mit den Fußballidolen am Rande sogar ein paar Worte gewechselt werden könnten.

Diese Vorfreude auf ihre Lieblingsstars und das emotionale Großereignis lassen die Fußballfans ihr Lampenfieber vergessen. „Das wird vermutlich der bewegendste Auftritt, den sie in ihrem Leben haben werden“, sagt der stellvertretende Solo-Posaunist.

Burkhard Götze hat die musikalische Leitung im Projekt. Quelle: promo

Herausforderung: Spielen vor 70000 Zuhörern

Besonders kompliziert sei das Einüben nicht gewesen. Die Herausforderung sei vielmehr die ungewohnte Situation, vor einem so großen Publikum zu spielen: „Zu den 70 000 Stadionbesuchern kommen noch die vielen Fernsehzuschauer hinzu“, sagt der Dirigent. Bisher habe er etwa im Leipziger Gewandhaus oder in der Berliner Philharmonie vor knapp 2000 Zuhörern gespielt.

DFB suchte sich die Besten raus

Zu der Ehre gekommen ist das Orchester nicht zufällig. Es ist in den vergangenen Jahren immer bekannter geworden. Das ist auch dem Deutschen Fußballbund aufgefallen, der unbedingt die Brandenburger Symphoniker für den Job engagieren wollte.

Hymnen ähneln Spielern

Götze kam seiner Pflicht als musikalischer Leiter gern nach. Beim Schreiben der Arrangements für die Hymnen fiel ihm die Parallele zu den Spielern auf: „So unterschiedlich wie die Mannschaften und deren Fußballstil ist, so musikalisch verschieden sind auch die beiden Hymnen“, sagt er.

Während der brasilianische „Hino“ an eine leidenschaftliche italienische Oper erinnere, habe die Deutsche Hymne etwas Feierlich-Pathetisches.

Damit am Dienstagabend alles glatt läuft, gibt es vor dem großen Auftritt noch Soundcheck und Generalprobe. Zu einem Tipp lässt sich der leidenschaftliche Dirigent vorher aber noch hinreißen: 2:1 für Deutschland.

Von Josefine Kühnel

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