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Syrische Flüchtlinge verteilen Rosen

Blumen und Briefe als Dank Syrische Flüchtlinge verteilen Rosen

Angesichts der herzlichen Aufnahme, die die syrischen Flüchtlinge in Kirchmöser erleben, zeigen sich die Männer sehr dankbar. Sie verteilten am Dienstag in dem Brandenburger Ortsteil Blumen und Briefe. Ortsvorsteherin Ines Budick erhielt von dem Architekturstudenten Mohanad Lababedi sogar ein ganz besonderes Geschenk.

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DRK-Heimleiterin Sina Gehlhaar mit dem Architekturstudenten Mohanad Lababedi, dem Zahnarzt Mohamad Shahwan und Ahmad Tabah (v.l.). Er ist Koch. Im Korb liegen die Dankesbriefe für die Bürger.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Mit Blumen und Briefen haben sich am Dienstag die Männer der Flüchtlingsnotunterkunft in der Hafenstraße bei der Bevölkerung in Kirchmöser für die Spenden und Unterstützung bedankt. Mit Rosen, Nelken und Gerbera in den Händen zogen die Flüchtlinge durch den Brandenburger Ortsteil und verteilten die Blumen. „Wir sind nach langer Reise angekommen und wurden von den Menschen aus Kirchmöser und Plaue mit offenen Armen empfangen. Viele haben uns geholfen, uns Dinge gespendet, uns besucht, Räume zur Verfügung gestellt, in denen wir Deutsch lernen können, mit uns Deutsch gelernt und uns zum Arzt begleitet. Dafür möchten wir von Herzen Dankeschön sagen. From Syrian Refugees“, steht auf den Briefen.

„Toleranz und Hilfe“

Der syrische Architekturstudent Mohanad Lababedi (20) schenkte Ortsvorsteherin Ines Budick zudem eine Bleistiftzeichnung, die er von der Kirchmöseraner Brücke angefertigt hat. Das Bild soll künftig die Ortsteilverwaltung schmücken. „Ich bin unheimlich stolz auf die Kirchmöseraner. Es läuft super mit Toleranz und Hilfe“, sagte Ines Budick. „Jeder aus Kirchmöser hat Decken, Kleidung oder andere Spenden hingebracht oder anders geholfen. Jeder wie er konnte.“

Der 28-jährige Zahnarzt Mohamad Shahwan sagte, „wir fühlen uns hier willkommen geheißen. Aufgrund der politischen Lage in Syrien haben viele Menschen beschlossen, ihre Zukunft woanders fortzusetzen. Wir wollen hier mit unseren Familien leben wie alle anderen Menschen auch und arbeiten und für unseren Lebensunterhalt selbst aufkommen.“ Seine arabischen Worte übersetzte Heimleiterin Sina Gehlhaar ins Deutsche.

Der Architekturstudent Mohanad Lababedi (20) zeichnete die Brücke, die Kirchmöser mit Plaue verbindet, und schenkte das Bild am Dienstag Ortsvo

Der Architekturstudent Mohanad Lababedi (20) zeichnete die Brücke, die Kirchmöser mit Plaue verbindet, und schenkte das Bild am Dienstag Ortsvorsteherin Ines Budick.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Ines Budick nutzte die Gelegenheit, um gegen die Pegida-Bewegung in Dresden klar Stellung zu beziehen. Dieser dürfe nicht so viel Raum überlassen werden. „Dann hat das von selbst ein Ende.“ Der 35-jährige Koch Ahmad Tabah betonte: „Wir wollen nicht dasitzen und warten. Wir wollen lernen und uns integrieren.“

Anfang November ziehen die Flüchtlinge um

Wolfgang Reitsch, der frühere Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, verwies darauf, dass bald wieder Spenden gebraucht werden: Die 81 Bewohner der Notunterkunft werden Anfang November in die Fohrder Landstraße ins neue Asylbewerberheim ziehen. Danach werden wieder 70 bis 80 Männer einziehen in das frühere Bürogebäude in der Hafenstraße. „Es wird ein Kommen und ein Gehen sein“, fasste Ines Budick die Lage zusammen.

Von Marion von Imhoff

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