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TGZ ist Anziehungspunkt für Gründerinnen

Brandenburg/Havel TGZ ist Anziehungspunkt für Gründerinnen

Ausgelastet ist das Brandenburger Technologie- und Gründerzentrum TGZ nicht, ein Viertel der Räume steht beständig leer. Allein das „Zentrum für Unternehmerinnen“ ist attraktiv und wird bis März ausgebucht sein. In der Frauen vorbehaltenen Bürogemeinschaft teilen sich Freiberuflerinnen Räume und die Kosten dafür, kooperieren bei Bedarf.

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Das TGZ Brandenburg in der Friedrich-Franz-Straße 19.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Das Technologie- und Gründerzentrum TGZ wird auch in diesem Jahr zu einem Viertel leer stehen. Einzig das im vergangenen Jahr gestartete Pilotprojekt „Zentrum für Unternehmerinnen“ entwickelt sich blendend – dessen Räume werden bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres ausgebucht sein, berichtet TGZ-Geschäftsführer Hans-Joachim Freund in seinem Wirtschaftsplan für 2018.

In der Frauen vorbehaltenen Bürogemeinschaft teilen sich Freiberuflerinnen Räume und die Kosten dafür. Sie bieten jeweils unterschiedliche Dienstleistungen, können aber, wenn es sich anbietet, auch kooperieren. Bindeglied ist der Lotsendienst, der Firmengründungen prüft, fördert und begleitet. Die Idee war aus dem TGZ geboren worden, politische wie die Besuche von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) und Sozialministerin Diana Golze (Linke) sicherten öffentliche Aufmerksamkeit, mit der die Zahl der Bewerberinnen erhöht werden konnte.

Im vergangenen Jahr gab es im TGZ sieben Auszüge und zehn Einzüge, darunter wie im Jahr davor auch schon zwei Studenten der Technischen Hochschule Brandenburg, die in ein spezielles Förderprojekt aufgenommen werden konnten.

Die Einrichtung in der Friedrich-Franz-Straße überweist an die Kommune pro Jahr etwas mehr als 150.000 Euro an Mieteinnahmen, wird im Gegenzug aber auch mit 135.000 Euro gestützt – 115.000 Euro gibt es für „wirtschaftsfördernde Maßnahmen“, weitere 20 Euro für Ersatzinvestitionen. „Bei den geplanten Investitionen handelt es sich um den Austausch von Bodenbelägen und erforderliche Ersatzbeschaffungen für die Konferenzräume, um das Optimieren der Parkplätze und um Umbauten von Mieteinheiten bei Neuvermietung“, zählt Freund auf. Weil das TGZ aber alles nicht verbrauchte Geld an die Stadt zurückgeben muss, kann die Einrichtung keinerlei Eigenmittel für Ersatzinvestitionen ansparen.

Die Kommune werde im Verlauf dieses Jahres wieder alleiniger Gesellschafter des Technologie- und Gründerzentrums, nach einer groß angelegten Rückkaufaktion im vergangenen Jahr hat sie bereits 96 Prozent wieder in ihrem Besitz. Zwölf von 14 Miteignern haben ihre Anteile zwischen 511 und 5113 bereits zurückverkauft, die übrigen zwei Miteigner sollen ihre 2-Prozent-Anteile auch zurückgeben. Die einhundertprozentige Beteiligung der Stadt führt zur so genannten Inhousefähigkeit der Gesellschaft, wodurch städtische Aufgaben ohne Ausschreibungserfordernis auf die Gesellschaft übertragen werden könnten. Hierzu könnten in der Zukunft auch strategische Aufgaben der Wirtschaftsförderung gehören, etwa bei der gemeinsamen Wirtschaftsregion Westbrandenburg.

Von André Wirsing

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