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Brandenburg/Havel TGZ soll Wirtschaftsförderung ankurbeln
Lokales Brandenburg/Havel TGZ soll Wirtschaftsförderung ankurbeln
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00:18 16.03.2017
Vom TGZ aus soll künftig die Wirtschaftsförderung angekurbelt werden. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Die Stadt ordnet ihr Beteiligungsportfolio, vor allem bei ihren Gesellschaften. So soll beispielsweise die Technologie- und Gründerzentrum GmbH TGZ wieder komplett in kommunales Eigentum übergehen- der Streubesitz wird eingesammelt, die Miteigentümer sind auszuzahlen.

Da es nur um die Gesellschaft und nicht um die Immobilie geht, sind die finanziellen Aufwendungen übersichtlich. Das Stammkapital beträgt etwas mehr als 51.000 Euro, davon hält die Stadt ohnehin 52 Prozent, die übrigen 14 Gesellschafter halten Anteile zwischen 511 und 5113 Euro.

Die Stadtverordneten sollen am 29. März die Verwaltung ermächtigen, sämtliche Geschäftsanteile zu erwerben und zwar zum jeweiligen Nennwert, also nur in Höhe des Anteils am Stammkapital. Dem Vernehmen nach zögern einige, weil das Angebot wohl nicht lukrativ genug ist. „Die TGZ GmbH hat aber in den Jahren ihres Bestehens allerdings nie irgendeinen Gewinn gemacht.

Sie lieferte dank eines städtischen Kostenzuschusses am Jahresende immer nur ein Null-Ergebnis. Deshalb dürfen wir gar nicht mehr als den Nennwert anbieten“, sagt der für Beteiligungen zuständige Bürgermeister Steffen Scheller (CDU). Die Gesellschafterstruktur sei bei TGZ-Gründung 1998 sinnvoll gewesen, ging es doch nahe der Fachhochschule (heute Technische Hochschule) um Existenzgründungsförderung.

Die breite Gesellschafterstruktur sei einst vor dem Hintergrund entwickelt worden, darüber eine breite Vernetzung des Technologie- und Gründerzentrums zu erreichen. In der Praxis habe sich aber gezeigt, dass sich Netzwerkarbeit zum Fördern der lokalen Wirtschaft über viele etablierte und neue Kanäle gestalten lasse, hierfür aber nicht unbedingt das Halten von Geschäftsanteilen an einer GmbH erforderlich sei.

Scheller bietet an, dass die bisherigen Gesellschafter künftig einen festen Sitz im TGZ-Beirat erhalten und so über die weiteren Geschicke mitbestimmen können. Dann seien beispielsweise auch institutionelle Anleger freier in ihren Entscheidungen und nicht mehr auf lange Dienstwege in ihren Organisationen angewiesen.

Die Stadt verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele mit dem Rückkauf der Anteile: „Mit dem Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile soll daneben der Unternehmensgegenstand der TGZ GmbH allgemein auf die städtische Wirtschaftsförderung erweitert werden.“ Die einhundertprozentige Beteiligung der Stadt führt zur so genannten Inhousefähigkeit der Gesellschaft, wodurch städtische Aufgaben ohne Ausschreibungserfordernis auf die Gesellschaft übertragen werden könnten.

Hierzu könnten in der Zukunft auch strategische Aufgaben der Wirtschaftsförderung gehören, etwa bei der gemeinsamen Wirtschaftsregion Westbrandenburg gemeinsam mit Premnitz und Rathenow. Derzeit würden die Aufgaben dazu in einer Interimslösung von einem beauftragten Dritten wahrgenommen. Das könnte dauerhaft auch so bleiben, kann aber auch aus eigener Kraft bewältigt werden. Dafür wolle man die Voraussetzungen schaffen.

„Auch die Stärkung des Stammkapitals beziehungsweise die Einlage der Immobilie wären mögliche Optionen. Die Umsetzung solcher Gestaltungen ist aber nur dann sinnvoll, wenn sich die Gesellschaftsanteile an der TGZ GmbH vollständig im Eigentum der Stadt befinden“, sagt Scheller.

Zudem soll die Projekt-Entwicklung-Kirchmöser GmbH (PEK), welche derzeit ohne eigenen Geschäftsbetrieb noch im Beteiligungsportfolio der Stadt Brandenburg an der Havel gehalten wird, auf die TGZ GmbH verschmolzen werden. Sollte es mal wieder Arbeit für die PEK geben, könne die von hier aus erledigt werden. Dies führe zu einer weiteren Optimierung des Beteiligungsportfolios der Stadt Brandenburg an der Havel.

Von André Wirsing

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