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Brandenburg/Havel Rückenwind für Rennkanuten
Lokales Brandenburg/Havel Rückenwind für Rennkanuten
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13:59 14.07.2014
Quelle: V. Maloszyk
Brandenburg an der Havel

„Unsere Gruppe begleitet jeden großen Wettkampf“, erzählt Agnes Habel Istvanne. „Wir waren bei Olympia in Athen, Peking und London und wollen auch nach Rio.“ Natürlich durften die Kanu-Fans aus Ungarn auch bei der Europameisterschaft in Brandenburg an der Havel nicht fehlen. Mit ihren grün-weiß-roten Hüten waren sie schon von Weitem zu erkennen. Mit Pauken und Trompeten unterstützten sie die ungarischen Paddler.

Drei Fragen an Albert Woods (Präsident des Europäischen Kanu-Verbandes)

1 Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation und der Durchführung der Europameisterschaft? Die Organisation war sehr gut und die Atmosphäre einfach fantastisch. Das war einer Europameisterschaft mehr als würdig. Wir hatten jeden Tag über 2000 Zuschauer. Vor allem für die Para-Kanuten war das eine tolle Erfahrung, die sie in dieser Form bisher noch nicht gemacht hatten. Auch die große Anzahl der Nationen ist eine sehr positive Entwicklung. Es war eine EM der Rekorde.
2 Welche Reaktionen haben Sie von den Aktiven der verschiedenen Nationen erhalten? Es gab keine Beschwerden und das ist immer ein gutes Zeichen. Natürlich hatten wir vor allem am Freitag ein paar Sorgen wegen des starken Windes und der hohen Wellen. Aber die Athleten verstehen, dass wir eine Freiluftsportart sind und dass man das Wetter nicht beeinflussen kann. Die Strecke liegt nun mal in einem natürlichen See. Bei den Olympischen Spielen 1996 war das auch so und die Rennen waren trotzdem toll. Ich erinnere mich, dass bei Olympia 2000 die Wellen noch größer waren und auch dort wurde gefahren. Am Ende gewinnen trotzdem die besten Sportler.
3 Was sagen Sie zur Entwicklung der Brandenburger Regattastrecke? Es hat sich seit der letzten Europameisterschaft 2009 sehr viel verändert. Den Zielturm habe ich gar nicht mehr wiedererkannt. Das Geld, was in die Hand genommen wurde, ist gut investiert worden. Die ganze Anlage ist top. Keine Frage, wir würden jederzeit wieder Wettkämpfe an die Stadt Brandenburg vergeben, wenn der Deutsche Kanu-Verband sich darum bewirbt. Sollte sich die Region Berlin-Brandenburg für eine Olympia-Bewerbung 2024 oder 2028 entscheiden, wäre es eine gute Lösung die Ruder- und Kanuwettbewerbe auf dem Beetzsee in Brandenburg auszutragen.

Wie die Besucher aus Ungarn zog es bei der Kanu-EM täglich mehr als 2000 Zuschauer auf die Tribünen der Regattastrecke am Beetzsee. Trotz des wechselhaften Wetters und ein paar Regenschauern war die Stimmung gut und es gab sogar die eine oder andere Laola-Welle. Waren diese Wellen noch gern gesehen, machten es die auf dem Wasser für die Kanuten etwas ungemütlicher.
„Das war schon ein bisschen wie beim Wildwasser“, sagt Max Hoff, der im Einer-Kajak für Deutschland Bronze auf der 1000-Meter-Distanz holte. Am Freitag ging es auf dem Beetzsee teilweise so stürmisch her, dass manche Starter mit ihrem Boot sogar kenterten. „Wir hatten schwierige Bedingungen, aber es war für alle gleich“, fasst Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), zusammen. Immerhin kam der Wind meistens von hinten und sorgte so für schnelle Zeiten.

Die Ergebnisse und weitere Informationen gibt es hier

Großen Applaus für ihre Leistungen ernteten die Athleten bei den jeweiligen Siegerehrungen. Am häufigsten auf den Weg zum Siegerpodest begab sich übrigens keiner der aktiven Sportler, sondern Brandenburgs Havelkönigin Lisa Marquardt. Die 19-Jährige brachte die Medaillen zur Zeremonie und übergab sie den Offiziellen, die sie anschließend den Athleten um den Hals hängten. „Das war sehr schön und natürlich eine Ehre“, so die Havelkönigin.

Hier die Bilder der Kanu-EM

Tausende Besucher bestaunten am Wochenende die Kanu-Europameisterschaft an der Regattastrecke, in Brandenburg an der Havel. Am häufigsten auf den Weg zum Siegerpodest begab sich Brandenburgs Havelkönigin Lisa Marquardt. Sie übergab die Medaillen an die Offiziellen, die sie dann den Athleten überreichten.

Wann es die nächsten internationalen Kanu-Titelkämpfe in der Havelstadt gibt, steht noch nicht fest. Dass sich die besten Paddler aber erneut auf dem Beetzsee messen, scheint außer Frage. „Eine WM ist jeder Zeit möglich, die Regattastrecke ist eine der besten in ganz Deutschland“, meint DKV-Präsident Thomas Konietzko.

Von Norman Giese

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