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Brandenburg/Havel Tag der Milch: Mit Kälbern in die Kita
Lokales Brandenburg/Havel Tag der Milch: Mit Kälbern in die Kita
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00:32 23.10.2015
Das wird mal eine Milchkuh: Streicheleinheiten für ein Zitzer Kälbchen. Quelle: Jacqueline Steiner
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Ziesar

So etwas kommt nicht alle Tage vor: Zwei Kälbchen statteten am Dienstag Ziesars Kita einen Besuch ab. Zur Freude von über 100 Mädchen und Jungen, die den einen Monat alten Tieren fleißig übers Fell streichelten. Deren Anreise aus einem Zitzer Stall bis vor die „Villa Regenbogen“ war natürlich organisiert. Denn in dieser Ferienwoche dreht sich in der Kita und dem angeschlossenen Hort alles um das Thema Milch.

Nicht nur Milch im Gepäck

Die Agrargenossenschaft „Fiener Bruch“ aus Zitz/Rogäsen, mit 600 Kühen einer der größten Milchproduzenten der Region, schaffte nicht nur zwei Kälber zum Anfassen heran. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Mathias Busse hatte die überdimensionale Milchkanne des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark im Schlepptau. Darin befindet sich alles an Bord, was eine rollende Milchbar braucht. Darunter Standmixer, mit denen Busse höchstpersönlich die von der Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft gesponserte Milch in von Kindern geliebte Geschmacksrichtungen wirbelte. Auch Joghurt- und Quarkprodukte hatten die Bauern im Gepäck.

Quark macht Kita-Kinder stark. Quelle: JACQUELINE STEINER

Warum das alles? „Kinder sind Milchtrinker aber auch künftige Konsumenten. Leider befinden sich die Milcherzeuger wegen der katastrophalen Erlöse in der Krise. Deshalb werben wir auf diesem Weg für unser Produkt. Dabei lernen Kinder unter anderem woher die Milch überhaupt kommt“, erklärt Busse, der von Michael Rebischke und Claudia Oltmanns bei der Aufklärungsarbeit unterstützt wurde.

Schon lange auf dem Speiseplan

Milch steht jedoch nicht erst seit Dienstag auf dem Speiseplan der Kita- und Hortkinder in Ziesar. „Zum vom Amt Ziesar finanzierten Frühstück und Vesper gehören täglich Milch und Quarkprodukte“, versichert Kita-Leiterin Petra Müller. Doch selbst die fleißigsten Milchtrinker in der „Villa Regenbogen“ können die gebeutelte Milchwirtschaft in der Region nicht von ihren Sorgen befreien.

Die Agrargenossenschaft „Fiener Bruch“ bekommt derzeit 24,5 Cent für jeden Liter verkaufter Milch. Bei guten Fett- und Eiweißwerten legen die Molkereien ein bis zwei Cent oben drauf. Doch wären zehn Cent mehr nötig, um kostendeckend arbeiten zu können. Über das Jahr fehlen so 800.000 Euro in der Betriebskasse. Wie lange das gut geht? „Bis das Portmonee leer ist“, sagt Vize-Vorstand Busse vielsagend. Aufgeben kommt für seinen Betrieb nicht in Frage. Gerade erst hat die Agrargenossenschaft in eine moderne Stallanlage investiert. Zwei Drittel der 35 Arbeitsplätze hängen an der Viehwirtschaft. Den Kita-Kindern waren die existenziellen Probleme der Milchbauern allerdings ziemlich egal. Sie nahmen lieber einen kräftigen Schluck Bananenmilch aus dem Becher.

Von Frank Bürstenbinder

Er wollte Kasse machen und landete in den Armen der Polizei. Ein Räuber flüchtete am Dienstag gegen 13.45 Uhr aus dem NP-Supermarkt in der Kurfürstenstraße in Lehnin. In den Händen hatte er noch das Geld, das er aus der Supermarktkasse erbeutet hatte. Zur selben Minute steuerte Lehnins Revierpolizist Ronald Hilsky auf die Kaufhalle zu – und schnappte den Täter.

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